Aston Villa heiß auf Joe Gomez – Liverpool-Verteidiger zögert bei Vertragsverlängerung
Aston Villa hat sich als ernsthafter Interessent für Liverpools Innenverteidiger Joe Gomez positioniert. Der 28-Jährige geht in sein letztes Vertragsjahr an der Anfield Road. Der englische Nationalspieler, der sowohl in der Innenverteidigung als auch auf der Außenbahn einsetzbar ist, könnte im Sommer zu einem reduzierten Preis wechseln.
Bislang haben die Reds noch keine konkreten Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit Gomez aufgenommen. Das macht den Weg frei für Villas Trainer Unai Emery, der den Defensivallrounder als ideale Verstärkung für seine Hintermannschaft sieht. Der Klub aus den Midlands strebt die erneute Champions-League-Qualifikation an.
Vertragspoker und taktische Einordnung
Seit seinem Wechsel zu Liverpool 2015 absolvierte Gomez 224 Pflichtspiele, seine Einsatzzeiten schwankten jedoch aufgrund von Verletzungen und starker Konkurrenz. In der vergangenen Saison kam er in 32 Partien zum Zug, davon 22 in der Startelf. Unter Arne Slot setzt Liverpool primär auf das Innenverteidiger-Duo Ibrahima Konaté und Virgil van Dijk, Gomez ist meist nur Ergänzungsspieler.
Aston Villa hingegen braucht dringend Verstärkung in der Abwehr. In der vergangenen Premier-League-Saison kassierten sie 54 Gegentore – die meisten unter den Top-Acht. Emery setzt auf eine hohe Verteidigungslinie und intensives Pressing, was Innenverteidiger mit Tempo und gutem Stellungsspiel erfordert – Eigenschaften, die Gomez mitbringt. Er würde mit Pau Torres und Ezri Konsa um einen Stammplatz konkurrieren.
Laut FBref gehörte Gomez in der Saison 2023/24 zu den besten 15 % der Premier-League-Innenverteidiger bei progressiven Pässen und hatte eine Passquote von 92,3 %. Seine Fähigkeit, auch als Rechtsverteidiger zu spielen, gibt dem Trainer zusätzliche taktische Optionen.
Transfermarkt und Ablöse
Da Gomez‘ Vertrag noch ein Jahr läuft, droht Liverpool, ihn 2026 ablösefrei zu verlieren. Der Klub dürfte daher 25 bis 30 Millionen Euro fordern – ein deutlicher Abschlag gegenüber dem Spitzenwert von 50 Millionen Euro im Jahr 2020. Vergleichbare Deals wie Harry Maguire zu ManUnited (80 Mio. Euro) oder Wesley Fofana zum FC Chelsea (70 Mio. Euro) zeigen den überhitzten Markt, aber Gomez‘ Alter und Vertragssituation drücken den Preis.
Villa gab letztes Jahr 50 Millionen Euro für Moussa Diaby und 22 Millionen für Youri Tielemans aus – ein Transfer von 25 Millionen Euro ist finanzierbar. Möglich wäre ein Verkauf von Reservisten wie Leander Dendoncker oder Bertrand Traoré.
Fantasy Premier League (FPL): Potenzial bei Villa?
Für FPL-Manager war Gomez aufgrund seines Rotationsrisikos bisher ein Low-Ownership-Spieler (unter 2 %). Bei Aston Villa könnte er Stammkraft werden und wäre mit 4,5 Millionen Euro ein echtes Schnäppchen. Villas Auftaktprogramm mit West Ham (H), Everton (A) und Leicester (H) verspricht durchaus Zu-Null-Chancen. Allerdings hielt Emerys Defensive in der Vorsaison nur elf Mal die Null – Erwartungen sollten also gedämpft sein.
- Gomez‘ Vielseitigkeit: kann IV und RV spielen – erhöht die Einsatzchancen.
- Villas Abwehr: 54 Gegentore 2023/24 – Luft nach oben.
- Preis: bei Wechsel ca. 4,5 Mio. Euro – ideal als Budget-Enabler.
Wie geht es weiter mit Gomez und Liverpool?
Liverpool muss entscheiden, ob es Gomez jetzt zu Geld macht oder riskiert, ihn später ablösefrei zu verlieren. Da Van Dijk 33 wird und Konaté verletzungsanfällig ist, könnte Slot die Tiefe im Kader behalten wollen. Aber Gomez‘ Wunsch nach mehr Einsatzzeit könnte ihn zu einem Wechsel drängen.
Aston Villa bleibt dran. Sollte sich der Klub erneut für die Champions League qualifizieren, wird der Reiz größer. Konkrete Verhandlungen werden nach Öffnung des Sommer-Transferfensters erwartet. Ein Deal vor Juli könnte für alle Seiten vorteilhaft sein: Liverpool kassiert eine Ablöse, Villa bekommt einen Premier-League-erfahrenen Verteidiger, und Gomez erhält regelmäßige Spielzeit.
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