Tottenham Hotspur haben Juventus-Verteidiger Bremer im Visier – doch die Italiener stellen sich quer

Tottenham Hotspur wird im Sommer-Transferfenster immer wieder mit Juventus-Innenverteidiger Bremer in Verbindung gebracht. Der Brasilianer gilt als Wunschkandidat, um die Defensive von Trainer Ange Postecoglou zu verstärken.

Die Gerüchte halten sich hartnäckig, obwohl Juventus öffentlich betont hat, den 27-Jährigen nicht abgeben zu wollen. Bremer war erst im Juli 2022 von Torino zu den Turiner gewechselt. Die Italiener sehen ihn als zentralen Baustein ihrer Zukunftsplanung.

Warum Bremer zu Tottenham passen würde

Postecoglous hohe defensive Linie verlangt nach Innenverteidigern mit Tempo, Stärke und Spielaufbau-Qualitäten. Bremer (1,88 m) bietet Antrittsschnelligkeit und Kopfballstärke. In der vergangenen Saison gewann er in 27 Serie-A-Einsätzen durchschnittlich 3,2 Luftzweikämpfe und klärte 4,1 Mal pro Spiel.

Tottenhams Abwehr war zuletzt anfällig: 61 Gegentore in der Premier-League-Saison 2023/24 – der schlechteste Wert der oberen Tabellenhälfte. Ein gestandener Serie-A-Verteidiger würde eine klare Schwachstelle beheben.

Juventus stellt hohe Hürden auf

Juventus hat erste Anfragen abgewiesen und signalisiert, Bremer halten zu wollen. Vor zwei Jahren zahlten die Alte Dame rund 36 Millionen Pfund an Torino. Inzwischen ist sein Marktwert aufgrund seiner Entwicklung und seines Vertrags bis Juni 2028 gestiegen.

Der Wiederaufbau unter Neu-Trainer Thiago Motta macht den Abgang eines Schlüsselspielers zusätzlich kompliziert – die Defensive wäre dann noch unsicherer.

Vergleichbare Transfers

Sollte Tottenham ernst machen, müssten sie deutlich mehr als 36 Millionen Pfund bieten. Zum Vergleich: Manchester United zahlte 2022 für Lisandro Martinez 55 Millionen Pfund, Liverpool 2018 für Virgil van Dijk 75 Millionen. Bremer könnte bei 50-60 Millionen Pfund liegen.

Tottenhams Rekordtransfer liegt bei 62,5 Millionen für Richarlison (2022). Bremer würde diesen Rekord nicht brechen, wäre aber dennoch eine große Investition.

Auswirkungen auf Tottenhams Saison

Ohne neuen Innenverteidiger müsste Postecoglou auf Cristian Romero und Micky van de Ven setzen, mit Ben Davies als Backup. Van de Vens Verletzungen in der Vorsaison offenbarten mangelnde Tiefe. Bremer würde Konkurrenz und Rotation ermöglichen.

Ein erfolgreicher Transfer könnte die Abwehr stabilisieren und Tottenham im Kampf um die Champions-League-Plätze helfen – nach Platz fünf 2023/24.

Wie geht es weiter?

Tottenham muss entscheiden, ob sie Juventus mit einem offiziellen Angebot testen oder Alternativen wie Max Kilman (Wolves) oder Lloyd Kelly (Bournemouth) ins Auge fassen. Die nächsten Wochen des Fensters sind entscheidend für Postecoglous Kaderplanung vor dem Saisonstart im August.

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