Guardiola lehnt Italien-Angebot ab

Pep Guardiola hat die Möglichkeit abgelehnt, italienischer Nationaltrainer zu werden, wie Sky Italia berichtet. Der Manchester-City-Trainer galt nach dem Abgang von Roberto Mancini zu Jahresbeginn als Wunschkandidat des Verbandes.

Der italienische Fußballverband (FIGC) hatte Guardiola als Top-Kandidaten für die Azzurri identifiziert, um die Mannschaft durch den nächsten WM-Zyklus zu führen. Doch der Katalane entschied sich dagegen und bleibt vorerst auf Vereinsebene.

Pirlo wird zum Favoriten

Nach Guardiolas Absage rückt Andrea Pirlo in den Fokus. Der frühere Juventus- und Italien-Star steht offenbar kurz vor einer Einigung mit dem Verband.

Pirlo, 45, ist seit seinem Abschied vom türkischen Klub Fatih Karagümrük im Mai 2024 ohne Trainerjob. Zuvor coachte er Juventus eine Saison lang, gewann den Coppa Italia und die Supercoppa, und war später bei Sampdoria in der Serie B tätig.

Taktische Passform für die Azzurri

Pirlos Verpflichtung würde eine Rückkehr zum Ballbesitzfußball für Italien bedeuten. Als Spieler war er der Architekt der tiefstehenden Spielmacherrolle, und seine Coaching-Philosophie bei Juventus betonte kontrollierten Spielaufbau und Pressing von vorn.

Sein taktischer Ansatz könnte gut zu einem Kader mit technisch versierten Mittelfeldspielern wie Nicolò Barella und Sandro Tonali passen. Allerdings bleibt fraglich, ob er seine Ideen auf internationaler Ebene effektiv umsetzen kann, wo die Vorbereitungszeit knapp ist.

Guardiolas Zukunft auf Vereinsebene

Guardiolas Absage beendet vorerst die Spekulationen über seine internationalen Ambitionen. Der 53-Jährige steht bei Manchester City noch bis 2025 unter Vertrag, der Klub strebt eine Verlängerung an.

Die Entscheidung hält Guardiola auch für andere hochkarätige Trainerposten in Europa im Rennen. Sein Name wird mit einer möglichen Rückkehr zum FC Barcelona in Verbindung gebracht, allerdings gibt es noch keine offizielle Anfrage.

Wie geht es weiter mit Italien?

Der FIGC wird nun die Verhandlungen mit Pirlo beschleunigen, um die Ernennung in den kommenden Tagen abzuschließen. Eine offizielle Bekanntgabe könnte vor der nächsten Länderspielpause im Oktober erfolgen, wenn Italien in der Nations League auf Belgien und Israel trifft.

Pirlo würde ein Team übernehmen, das die WM 2022 verpasste, aber unter Mancini Anzeichen der Erholung zeigte und 2021 die Europameisterschaft gewann. Die oberste Priorität ist die Qualifikation für die WM 2026, deren Auslosung für die europäische Qualifikation für Anfang nächsten Jahres erwartet wird.

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