Pep Guardiola, eine der prägendsten Figuren der Premier League, wird an diesem Wochenende sein letztes Spiel für Manchester City leiten. Während sich der katalanische Taktiker darauf vorbereitet, den englischen Fußball zu verlassen, hat BBC Sport Fans rivalisierender Vereine gefragt, was er wirklich für sie bedeutete – die Antworten reichen von widerwilligem Respekt bis zu offener Erleichterung.
Ein umstrittenes Genie
Guardiolas Amtszeit bei City war schlichtweg dominant: fünf Meistertitel in der Premier League, zwei FA-Cups und ein Champions-League-Titel 2023. Doch für Fans anderer Clubs schürte dieser Erfolg eine gewisse Feindseligkeit. „Ich bin froh, dass er geht“, sagte ein Manchester-United-Fan. „Er hat die Liga für alle anderen ruiniert. Es war langweilig zuzusehen, wie City alles gewinnt.“
Ein Arsenal-Fan pflichtete bei: „Er hat die Messlatte so hoch gelegt, dass wir Milliarden ausgeben mussten, um überhaupt mithalten zu können. Aber man kann seine Genialität nicht leugnen. Jedes Spiel gegen City fühlte sich wie eine Schachpartie an.“
Respekt von Rivalen
Nicht alle Rückmeldungen waren negativ. Ein Liverpool-Fan lobte Guardiolas taktische Innovation: „Er hat die Art und Weise verändert, wie in England Fußball gespielt wird. Das Gegenpressing, die invertierten Außenverteidiger – wir haben alle von ihm abgeschaut. Sogar Jürgen Klopp hat das zugegeben.“ Ein anderer Fan fügte hinzu: „Wenn er geht, werden wir die Rivalität vermissen. Sie hat beide Vereine zu neuen Höchstleistungen getrieben. Das Meisterrennen 2018/19 war das beste der Geschichte, und das lag an ihm.“
Chelsea-Fans waren eher zwiegespalten. „Er hatte immer die Oberhand über uns, aber man muss den Mann respektieren. Er hat die Premier League global gemacht. Ohne ihn hätte die Liga nicht dasselbe Prestige.“
Was kommt als Nächstes?
Guardiolas Abgang läutet eine neue Ära ein. Wird City seine Dominanz unter einem neuen Trainer behaupten? Oder könnte dies die Chance für andere Vereine sein, den Thron zurückzuerobern? Vorerst sind die rivalisierenden Fans einfach froh, ihn gehen zu sehen – aber viele geben zu, dass die Liga ohne ihn nicht dieselbe sein wird.
Wie ein Fan es formulierte: „Ich habe ihn gehasst, weil er so gut war. Aber ich werde ihn wahrscheinlich mehr vermissen, als mir bewusst ist.“