Forest jagt Doekhi: 22-Millionen-Plan für die Abwehr

Nottingham Forest hat Union Berlins Innenverteidiger Danilho Doekhi ins Visier genommen. Ein 22-Millionen-Pfund-Deal wird diskutiert, um die Defensive unter Trainer Nuno Espirito Santo umzukrempeln. Der 26-jährige Niederländer, der 2022 zu Union kam, überzeugt in der Bundesliga mit Kopfballstärke und progressiven Pässen. Laut Berichten haben Forests Verantwortliche bereits Kontakt aufgenommen, ein formelles Angebot liegt aber noch nicht vor.

Warum Forest die Abwehr verstärken muss

Die Defensivbilanz von Forest war diese Saison durchwachsen: Nur fünf Zu-Null-Spiele in 27 Partien, 42 Gegentore. Verletzungen und Konstanzprobleme plagten die Abwehrkette. Nunos taktische Umstellung auf eine kompakte, kontrollierte Spielweise brachte Stabilität, doch die Innenverteidigung bleibt Baustelle. Der mögliche Abgang von Scott McKenna und Joe Worrall (auslaufende Verträge) macht Druck.

Doekhi, niederländischer U-Nationalspieler, stand 25-mal in der Bundesliga auf dem Platz und erzielte zwei Tore. Er gehört zu den Top 15 % der Innenverteidiger in Europas Top-5-Ligen bei gewonnenen Kopfballduellen (3,2 pro Spiel) und Pässen ins letzte Drittel (4,7 pro Spiel). Seine Fähigkeit, sowohl in einer hohen Linie als auch in einem tiefen Block zu spielen, passt zu Nunos flexiblem Ansatz, der zwischen 4-3-3 und 3-4-2-1 wechselt.

Transfermarkt und Ablöse

Die 22 Millionen Pfund würden Doekhi zu einem der teuersten Defensivtransfers von Forest machen – vergleichbar mit den 20 Millionen für Felipe 2023. Union Berlin zahlte einst rund 7 Millionen an Vitesse Arnheim. Ein möglicher Gewinn von 200 % spiegelt Doekhis Entwicklung wider. Premier-League-Klubs zahlten zuletzt durchschnittlich 15-20 Millionen für vergleichbare Bundesliga-Verteidiger (Micky van de Ven mit 43 Millionen war ein Ausreißer). Forests Verhandlungsposition ist gut: Als Tabellen-15. mit sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone ist der Klassenerhalt so gut wie sicher.

Auswirkungen auf den Kader

Bei einer Verpflichtung würde Doekhi mit Murillo und Andrew Omobamidele um einen Stammplatz kämpfen. Seine Linksfüßigkeit bringt taktische Vorteile. Forests Schwäche bei Standards (12 Gegentore nach ruhenden Bällen, zweitmeiste der Liga) könnte Doekhi mit seiner 1,91-Meter-Größe beheben. Auch nach vorne ist er stark: 89 % Passquote unter Druck.

  • Kopfballstärke: Doekhi gewinnt über 70 % seiner Kopfballduelle, Forest liegt im Schnitt bei 54 %.
  • Positionsflexibel: Kann rechter Innenverteidiger in einer Dreierkette oder zentral in einer Viererkette spielen.
  • Robust: Nur zwei verpasste Ligaspiele wegen Verletzung in den letzten zwei Jahren.

Wie geht es weiter?

Der Deal ist nicht unmittelbar bevorstehend. Union Berlin schätzt Doekhi hoch ein, andere europäische Klubs beobachten ihn. Forest muss Spieler abgeben, um den Transfer zu finanzieren. Das Sommerfenster öffnet im Juni – dieser Schritt zeigt den Anspruch, künftig in der oberen Tabellenhälfte mitzumischen. Für Nuno ist ein etablierter Bundesliga-Innenverteidiger der Schlüssel, um die Abstiegskämpfe der letzten Jahre hinter sich zu lassen.

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