Nottingham Forest darf das City Ground ausbauen – doch eine neue Brücken-Auflage könnte den Baustart verzögern
Nottingham Forest hat nach jahrelangen Gesprächen und Ratssitzungen die Baugenehmigung für den Ausbau des City Ground erhalten. Die Genehmigung, die Anfang dieser Woche erteilt wurde, ist ein riesiger Schritt zur Verwirklichung der Pläne – doch eine Planungsauflage zur Fußgängerkapazität auf der Trent Bridge und ungeklärte Grundstücksfragen bedeuten, dass noch kein Baubeginn feststeht.
- Was: Nottingham Forests Stadionausbau-Pläne vom Rat genehmigt
- Kapazitätserhöhung: Bis zu 21.300 zusätzliche Menschen – ein Plus von 68 %
- Wichtige Auflage: Der Verein darf erst mit dem Abriss beginnen, wenn eine neue Lösung für den Zuschauerstrom vereinbart ist
- Finanzierung: Forest beteiligt sich mit 990.000 £ an einer kontrollierten Parkzone (CPZ) als Teil eines 4,1-Millionen-Pakets
- Kostenfrage: Die 790-Millionen-Frage – wann beginnen die Arbeiten?
- Grundstück: Der Erbbauvertrag mit der Stadt ist noch nicht abgeschlossen
Die Details hinter der Genehmigung
Als das City Ground zuletzt größere Umbauten erlebte, spielten Stuart Pearce und Stan Collymore noch für die Reds. Da das Stadion seit der Rückkehr in die Premier League regelmäßig ausverkauft ist, scheint der Fall des Vereins für einen Ausbau klar. Doch die Rede von einem Umbau währt seit mindestens sieben Jahren, und abgesehen von einer temporären Tribüne aus Schiffscontainern und einigen kosmetischen Verbesserungen ist das Stadion weitgehend so geblieben wie Mitte der 90er.
Die Genehmigung, die Anfang dieser Woche erteilt wurde, ist ein großer Schritt nach vorn. Doch Forest-Fans haben das schon erlebt – vor etwas mehr als einem Jahr wurde die Erlaubnis erteilt, die Kapazität auf 35.000 zu erhöhen. Das wurde nie umgesetzt, weil der Verein nach mehreren aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der höchsten Spielklasse und einer Europapokal-Teilnahme nun größere Ambitionen hat. Die neuen Vorschläge, die nur wenige Monate nach der Genehmigung der alten Pläne vorgestellt wurden, bedeuten zwar nicht ganz einen Neuanfang, aber ihre schiere Größe erforderte eine neue Baugenehmigung.
Der Ausbau wird bis zu 21.300 zusätzliche Menschen in einen Teil Nottinghamshires bringen, der an Spieltagen ohnehin schon unglaublich belebt ist – ein Anstieg um 68 %. Zur Transparenz: Der Autor des Originalartikels spricht aus Erfahrung als lebenslanger Forest-Fan. Aber nicht jeder ist einer, und die Räte müssen die Auswirkungen auf alle Anwohner berücksichtigen, ob Fan oder nicht.
Was gesagt wurde
„Wir sind nicht hier, um Dinge zu blockieren, wir wollen nichts stoppen.“
„Was wir wollen, ist sicherzustellen, dass dieses wirklich erfolgreiche Team das Stadion bekommt, das es braucht, aber dass es auch für die Menschen funktioniert, die hier leben.“
„Wenn man sieht, wo wir durch Investitionen an anderen Orten andere Möglichkeiten erschlossen haben, liegt das sicherlich im Bereich dessen, was wir tun, aber wir bräuchten natürlich einen Business Case und müssten uns die Details ansehen.“
„Ich denke, wir waren offen und haben gesagt, dass wir mit den Beteiligten zusammenarbeiten wollen, einschließlich des Vereins, unserer Mitglieder und der breiteren Fangemeinde, um zu verstehen, was getan werden kann, wie Fans und Trust helfen können, einige dieser Hürden zu überwinden.“
„Es sind großartige Nachrichten für den Verein, großartige Nachrichten für die Stadt, großartige Nachrichten für unsere Fans, und ich denke, alle freuen sich jetzt darauf, wann die Arbeiten beginnen.“
Die Zahlen
- 21.300: zusätzliche Menschen, die der Ausbau aufnehmen könnte
- 68 %: Anstieg des Zuschaueraufkommens an Spieltagen
- 990.000 £: Forests Beitrag zur Einrichtung einer kontrollierten Parkzone
- 4,1 Mio. £: Gesamtpaket, das mehr Menschen ohne Auto zum Stadion bringen soll
- 18 Monate: maximaler Zeitraum für temporäre Maßnahmen zum Zuschauerstrom, falls die dauerhafte Lösung länger dauert
- 35.000: Kapazität des zuvor genehmigten, aber nie gebauten Vorhabens
- 790 Mio. £: die Frage – wann beginnen die Arbeiten?
Der Engpass Trent Bridge und das Bootshaus
Der Zuschauerstrom ist das größte Hindernis, um den Spatenstich zu ermöglichen. Nachdem die Straßenverkehrsbehörden einen Vorschlag abgelehnt haben, zwei Fahrspuren auf der Trent Bridge dauerhaft zu sperren, ist die Bewältigung des Zuschauerstroms zum größten offenen Problem geworden. Im Planungsbericht heißt es: „Die Fußgängerkapazität der Trent Bridge ist die Hauptbeschränkung für die Entwicklung.“ Statt den Antrag zu torpedieren, wurde daraus eine Planungsauflage: Der Verein kann fortfahren, sofern er eine andere Lösung findet.
Dies muss nicht unbedingt eine neue Fuß- und Radbrücke sein, aber die Räte auf beiden Seiten des Flusses haben klargemacht, dass dies ihre bevorzugte Option ist. Das hat bei Fans Befürchtungen ausgelöst, Forest müsste erst eine neue Brücke bauen, bevor das Stadion umgebaut wird, was möglicherweise Jahre dauern könnte. Doch das ist nicht der Fall. Die Auflage ist so strukturiert, dass der Verein nicht mit dem Abriss beginnen darf, bis eine neue Lösung für den Zuschauerstrom – ob Brücke oder nicht – vereinbart wurde. Danach dürfte keine Nutzung über die aktuelle Kapazität hinaus erfolgen, bis diese Lösung umgesetzt ist. Mit anderen Worten: Der Verein könnte das Stadion und die hypothetische Brücke gleichzeitig bauen.
Es gibt auch eine Bestimmung, die temporäre Maßnahmen für bis zu 18 Monate erlaubt, falls die dauerhafte Lösung länger dauern sollte als der Umbau. Der Verein hat noch nicht gesagt, was er beabsichtigt, obwohl die Bürgermeisterin der East Midlands, Claire Ward, anzudeuten schien, dass ihr Büro beitragen könnte.
An anderer Stelle sehen die Pläne den Abriss des Britannia Boathouse vor, dem Zuhause des Nottingham Rowing Club. Forest hat zugestimmt, anderswo gleichwertige Einrichtungen bereitzustellen, was der Ruderclub unterstützt, doch Planungsdokumente besagen, dass zwar einige alternative Standorte diskutiert wurden, aber noch nichts bestätigt ist. Die rechtliche Vereinbarung besagt, dass das aktuelle Bootshaus erst abgerissen werden darf, wenn entweder ein Ersatz gebaut oder provisorische Einrichtungen gefunden wurden, gefolgt von einem dauerhaften Ersatz innerhalb von drei Jahren.
Dann ist da noch die ungeklärte Frage, wem das Land gehört. Nach einem öffentlichen Streit über die Pacht vor zwei Jahren, der sogar Gespräche über einen Umzug vom City Ground auslöste, wurde schließlich eine Vereinbarung zum Kauf des Erbbauzinses von der Stadt getroffen. Dieser Deal basierte darauf, dass der Verein die Genehmigung zum Ausbau erhält – die er nun, zum zweiten Mal, bekommen hat. Doch zum Zeitpunkt des Schreibens ist der Vertrag noch nicht abgeschlossen und die Stadt besitzt das Land weiterhin. Nichts deutet darauf hin, dass er nicht abgeschlossen werden kann, aber es ist ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste.
Analyse: Warum Marinakis' Vision endlich zusammenpasst
Was macht diese Genehmigung anders als frühere falsche Hoffnungen? Die neuesten Pläne passen besser zur Vision von Eigentümer Evangelos Marinakis für das City Ground. Cheftrainer Oliver Glasner sagte, er habe den Ausbau mit Marinakis besprochen, als sie sich Anfang der Woche trafen, und nannte es „großartige Nachrichten“ für Verein, Stadt und Fans. Diese direkte Verbindung zwischen Eigentümer und Cheftrainer ist wichtig. In der Vergangenheit wirkte die Ausbau-Diskussion wie eine ferne Ambition; jetzt ist sie Teil der sportlichen Identität des Vereins unter Glasner.
Die Trent-Bridge-Auflage ist das unmittelbare taktische Problem abseits des Platzes. Forests Beitrag von 990.000 £ zur CPZ und das 4,1-Millionen-Transportpaket sind Versuche, den Verkehr an Spieltagen vom Auto wegzuverlagern. Doch die Ratsmitglieder bleiben skeptisch, wie gut diese „Verkehrsverlagerung“ funktionieren wird. Eine neue Arbeitsgruppe Verkehr mit Verein, Räten und Beteiligten wird sie überwachen. Der wahre Test wird sein, ob Tausende Fans den River Trent überqueren können, ohne die Fußgängerkapazität zu überlasten – und ob eine Lösung vor Beginn des Abrisses vereinbart werden kann.
Bei den Fans herrscht vorsichtiger Optimismus. Asif Naidu, Vorsitzender des Supporters' Trust, nannte die Verkehrsprobleme „klar nicht unüberwindbar“. Doch bis der Erbbauvertrag übertragen und der Bootshaus-Ersatz bestätigt ist, werden viele noch denken: Sie glauben es erst, wenn sie es sehen.
Diskussionspunkte
- Forest kann mit dem Bau beginnen, während eine Lösung für den Zuschauerstrom vereinbart wird – aber sollte man ihnen erlauben, vor der Klärung der Trent Bridge anzufangen?
- Das 4,1-Millionen-Transportpaket und die CPZ könnten Schwierigkeiten haben, die Gewohnheiten an Spieltagen in einer Stadt zu ändern, die bereits berüchtigte Parkprobleme hat.
- Wenn der Erbbauvertrag mit der Stadt nicht abgeschlossen wird, könnte das ganze Projekt trotz Baugenehmigung wieder ins Stocken geraten?
- Ist der Bau einer neuen Fuß- und Radbrücke über den Trent die einzige realistische langfristige Lösung, und wer sollte dafür bezahlen?
Was als Nächstes passiert
Es wurde kein Datum für den Beginn des Umbaus festgelegt. Zwei entscheidende Entscheidungen stehen aus: die Vereinbarung einer dauerhaften Lösung für den Zuschauerstrom (ob Brücke oder Alternative) und der Abschluss des Erbbaukaufs vom Nottingham City Council. Die Arbeitsgruppe Verkehr wird die Verlagerungsstrategie überwachen. Bis diese geklärt sind, kann der Abriss nicht beginnen und die Kapazität bleibt unverändert. Die Fans werden vom Verein einen Zeitplan erwarten, doch da auch der Bootshaus-Ersatz ungeklärt ist, werden die kommenden Monate entscheiden, ob diese Genehmigung endlich den Spatenstich bringt.
Häufig gestellte Fragen
Wurde der Stadionausbau von Nottingham Forest genehmigt?
Ja, die Baugenehmigung wurde Anfang dieser Woche erteilt und erlaubt Forest, das City Ground um bis zu 21.300 Plätze zu erweitern (ein Plus von 68 %), vorbehaltlich von Auflagen.
Wann beginnen die Arbeiten am City-Ground-Ausbau?
Es wurde kein Datum festgelegt. Der Verein kann nicht mit dem Abriss beginnen, bis eine neue Lösung für den Zuschauerstrom auf der Trent Bridge vereinbart ist, und der Erbbauvertrag mit der Stadt ist noch nicht abgeschlossen.
Was ist die Trent-Bridge-Auflage und muss Forest eine neue Brücke bauen?
Die Planungsauflage besagt, dass Forest nicht mit dem Abriss beginnen darf, bis eine Lösung für den Zuschauerstrom vereinbart ist. Eine neue Fuß- und Radbrücke ist die bevorzugte Option der Räte, aber keine Pflicht. Der Verein könnte das Stadion und die Brücke gleichzeitig bauen.