Liverpool soll die Nase vorn haben: 60 Mio. für Wharton

Liverpool soll im Rennen um Crystal Palace-Mittelfeldspieler Adam Wharton die besseren Karten haben als Manchester United. Das berichtet Football Insider. Der 21-jährige englische U21-Nationalspieler hat das Interesse beider Premier-League-Giganten geweckt, Palace soll ihn mit umgerechnet 60 Millionen Pfund bewerten.

Laut dem Bericht könnte Liverpools aktuelle Mittelfeldaufstellung – mit Ryan Gravenberch, Alexis Mac Allister, Curtis Jones und anderen – eine Rolle bei den Verhandlungen spielen, da Wharton als langfristige Verstärkung für Arne Slots Team gehandelt wird.

Whartons Aufstieg und Transfersituation

Wharton wechselte im Januar 2024 für eine Grundablöse von 18 Millionen Pfund von Blackburn Rovers zu Crystal Palace. Er etablierte sich schnell als Schlüsselspieler im Mittelfeld von Oliver Glasner, beeindruckte mit Ballruhe, Passspiel und Zweikampfstärke. Seine Leistungen brachten ihm eine Nominierung für die englische U21 und weckten Begehrlichkeiten bei Top-Klubs.

Die 60-Millionen-Bewertung spiegelt Whartons Potenzial und Premier-League-Erfahrung wider. Offen ist, ob Liverpool oder Manchester United diesen Preis zahlen. Vergleichbar: Liverpool holte Dominik Szoboszlai 2023 für 60 Millionen, United zahlte im selben Sommer 70 Millionen für Mason Mount – ähnliche Marktpreise für Mittelfeldspieler in dem Alter.

Taktische Passform bei Liverpool oder ManUnited

In Liverpool könnte Wharton unter Arne Slot als tiefer Spielmacher oder Box-to-Box-Spieler agieren. Slots System setzt auf kontrollierten Ballbesitz. Derzeit sind Gravenberch und Mac Allister gesetzt, dahinter Curtis Jones und Harvey Elliott. Wharton brächte zusätzliche Kreativität und defensive Stabilität, sodass Mac Allister offensiver eingesetzt werden könnte.

Bei Manchester United verlangt Erik ten Hags System nach pressresistenten und ballsicheren Mittelfeldspielern – Eigenschaften, die Wharton bei Palace zeigte. Mit dem alternden Casemiro und der ungewissen Zukunft von Sofyan Amrabat könnte Wharton frische Energie neben Bruno Fernandes und Kobbie Mainoo bringen.

Fantasy Premier League: Lohnt sich Wharton?

Ein Wechsel zu einem Top-6-Klub würde Whartons FPL-Attraktivität steigern. Aktuell kostet er 5,0 Millionen Euro und ist kaum im Besitz (unter 5%). Ein Transfer zu Liverpool oder Manchester United könnte seinen Preis auf 5,5–6,0 Millionen steigen lassen, mit besseren Spielen und Torgefahr. Liverpools Restprogramm (u.a. Heimspiele gegen Wolves und Crystal Palace) könnte ihn zum Differenzialspieler machen, falls er regelmäßig spielt.

Allerdings: Bei Palace kam Wharton auf 0,2 Tore und 0,1 Vorlagen pro 90 Minuten, bei 1,1 Torschüssen – solide, aber nicht überragend. Sein Hauptwert läge in Zu-Null-Boni und Bonuspunkten in einem stärkeren Team.

Transfers im Titelkampf-Kontext

Liverpool liegt aktuell auf Platz zwei, drei Punkte hinter Arsenal bei sechs verbleibenden Spielen. Wharton würde die Kadertiefe für den Titel-Endspurt und die Champions League stärken. Manchester United, Fünfter und im Kampf um die Top Vier, braucht ebenfalls Verstärkung, könnte aber nach teuren Transfers finanziell eingeschränkt sein.

Die 60 Millionen wären ein erheblicher Betrag, aber für einen 21-Jährigen mit Wiederverkaufswert vielleicht gerechtfertigt. Historisch gesehen zeigen Transfers junger englischer Mittelfeldspieler wie Jude Bellingham (88 Mio. zu Real Madrid), dass Spitzentalente ihren Preis haben.

Ausblick: Whartons Zukunft

Wharton wird sich zunächst auf Palaces Restprogramm konzentrieren, darunter das Derby gegen Chelsea. Liverpool und Manchester United dürften im Sommer konkreter werden. Whartons Präferenz und die Ablöse entscheiden. Palace könnte den Erlös für eigene Transfers nutzen.

Sollte Liverpool Wharton holen, entstünde im ohnehin stark besetzten Mittelfeld gesunde Konkurrenz. United müsste auf Alternativen wie João Neves oder Youssouf Fofana ausweichen.

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