Leeds United muss im Sommer drei Baustellen schließen

Leeds United geht nach einer erfolgreichen Saison in das Transferfenster 2026: Der Klassenerhalt in der Premier League war drei Spieltage vor Schluss unter Dach und Fach, zudem erreichte das Team erstmals seit 2008 das Halbfinale des FA Cups. Trainer Daniel Farke hat nun ein Budget von 60 Millionen Pfund zur Verfügung, um einen Kader zu formen, der für ein oberes Tabellenmittelfeld gut ist. Abwehr, Kreativität im Mittelfeld und Offensivtiefe haben oberste Priorität.

Abwehr: Nach 58 Gegentoren ist ein Umbau nötig

Leeds kassierte 58 Gegentore in der Saison 2025/26 – die sechstschlechteste Abwehrbilanz der Liga. Das Innenverteidiger-Duo Pascal Struijk und Ethan Ampadu wirkte oft unsicher, besonders gegen schnelle Stürmer. Farkes bevorzugtes 4-2-3-1-System verlangt nach ballsicheren Verteidigern, die ins Mittelfeld vorrücken können. Ein linksfüßiger Innenverteidiger mit hohem Tempo sollte das Top-Ziel sein. Der Klub wird mit dem 24-jährigen Stuttgarter Hiroki Ito in Verbindung gebracht, der das Anforderungsprofil erfüllt und eine Ausstiegsklausel von 18 Millionen Pfund hat. Strukturell muss Leeds die Pressingresistenz von hinten heraus verbessern: In der Liga belegte das Team Platz 18 bei Pässen unter Druck (67 Prozent). Ein defensivstarker und ballsicherer Neuzugang würde diese Schwäche beheben.

Mittelfeld: Kreativlücke nach McKennies Leihende

Weston McKennies Leihe endete im Mai und hinterließ eine Lücke auf der offensiven Mittelfeldposition. Leeds erarbeitete sich ganze 38 Großchancen (Platz 15 in der Liga). Farke braucht einen Zehner, der mit Pässen oder Dribblings die Linien durchbricht. Der Klub hat Hull Citys Jaden Philogene auf dem Zettel, der in der abgelaufenen Saison acht Vorlagen gab. Sein Preis von 25 Millionen Pfund ist hoch, aber durch seine Zahlen gerechtfertigt: 2,1 Torschussvorlagen pro 90 Minuten und eine Passquote von 78 Prozent im letzten Drittel. Alternativ könnte Leeds eine Leihe von Manchester Citys James McAtee anstreben, der 2024 bei Sheffield United überzeugte. Farkes Taktik setzt auf Überladungen im Zentrum, ein kreativer Kopf ist essenziell, um tief stehende Abwehrreihen zu knacken.

Angriff: Georginio Rutter braucht Unterstützung

Leeds verließ sich stark auf Georginio Rutter (17 Ligatore). Dahinter kamen Wilfried Gnonto und Crysencio Summerville zusammen auf nur neun Treffer. Da Europa-League-Anwärter um Summerville buhlen, muss Leeds auf mögliche Abgänge vorbereitet sein. Ein flexibler Stürmer, der die gesamte Offensivreihe bespielen kann – wie Brentfords Yoane Wissa – wäre eine Versicherung. Wissas Vertrag läuft 2027 aus, seine Kopfballstärke (vier Kopfballtore 2025/26) bringt eine andere Dimension als Rutter. Aus FPL-Sicht: Rutters Besitzerquote liegt bei 24 Prozent, sein Preis wird wohl auf 8,0 Millionen Pfund steigen; wer nach Differenzialen sucht, sollte die Neuzugänge von Leeds im Auge behalten.

Transferbudget und Vertragsverlängerungen prägen das Fenster

Leeds hat Platz im Gehaltsgefüge geschaffen, nachdem Luke Ayling und Adam Forshaw den Klub verließen. Das 60-Millionen-Budget könnte durch Spielerverkäufe aufgestockt werden. Summerville (30 Millionen Pfund wert) ist das einzige Asset, das nennenswerte Einnahmen generieren könnte. Farke betonte, die Verpflichtungen vor der Österreich-Tournee abschließen zu wollen. Diese Forderung nach frühen Transfers unterstreicht seinen Wunsch nach Kontinuität: In der Vorsaison begann Leeds mit nur zwei Neuzugängen und startete schwach (ein Sieg aus den ersten sieben Spielen). Fristen: Das Fenster öffnet am 10. Juni und schließt am 31. August, doch Farke will bis zum 15. Juli Klarheit haben.

Was Leeds tun muss, um einen Einbruch im zweiten Jahr zu vermeiden

Die Geschichte lehrt, dass der zweite Saisons nach dem Aufstieg oft schwer ist. 2023/24 gewannen die Absteiger (Leicester, Leeds, Southampton) jeweils weniger als zehn Spiele. Leeds darf sich nicht ausruhen. Der xG-Wert bei Standards lag bei 5,2 (Platz 19) – ein eigener Standardtrainer und ein Spezialist für Hereingaben sind nötig. Die Abstiegsquoten für 2026/27 stehen aktuell bei 7/2; ein starker Transfer-Sommer könnte sie auf 5/1 oder höher drücken. Die nächsten 60 Tage werden die Richtung für die kommenden zwei Jahre bestimmen.

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