Guardiola vor erstem Etihad-Comeback – Man City gegen PSG in der Champions League
Pep Guardiola wird am 14. Oktober im Etihad Stadium erwartet, wenn Manchester City in der Champions League auf Paris Saint-Germain trifft. Es wäre sein erster Auftritt an der Heimstätte der Citizens seit seinem Abschied im vergangenen Sommer – und das in einer stürmischen Phase, nachdem der Klub wegen mehrfacher Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League schuldig gesprochen wurde.
- Spiel: Manchester City gegen Paris Saint-Germain, Champions League
- Datum: 14. Oktober
- Ort: Etihad Stadium
- Trainer: Enzo Maresca (Paris Saint-Germain)
- Kontext: City wurde wegen mehrfacher Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League schuldig gesprochen; der Klub hat Berufung eingelegt und bestreitet alle Vorwürfe
- Nächstes Ligaspiel: Auswärts beim FC Liverpool, live auf Sky Sports
Was gesagt wurde
"Natürlich sieht das für Manchester City wirklich schlecht aus – und auch schlecht für den Fußball."
"Wenn sie von den 'Premier-League-Verschwörungstheorien' sprechen, denkt man sich nur: 'Nun, das ist tatsächlich das Letzte, was die Premier League will.'"
"Ich würde es daher begrüßen, wenn Man City es einfach zugibt und sagt: 'Okay, wir haben es falsch gemacht, aber zum Wohle des Spiels akzeptieren wir es, akzeptieren jede Strafe, die auf uns zukommt, und machen weiter.'"
"Das wäre ein Segen und würde ihnen im Moment ein wenig das Gesicht wahren, obwohl es nicht danach aussieht."
"Ich wäre nicht überrascht, wenn es diesen Weg nimmt. Aber wer leidet darunter? Die Spieler und die Fans."
"Natürlich sieht das nicht gut aus. Ich weiß, es befindet sich in der Berufungsphase, und für mich wäre es wohl nicht gerecht, mich zum juristischen Verfahren und all dem zu äußern."
"Aber auf persönlicher Ebene kann ich sagen: Wir Jungs haben viele großartige Jahre damit verbracht, viele Titel zu feiern – und das kann uns niemand nehmen, denn wir haben diese Nächte erlebt."
"Darüber wollen wir wohl nicht sprechen, weil wir als diejenigen gesehen werden wollen, die diese Titel gewonnen haben – und das auf die richtige Art und Weise."
"Es ist sehr schwierig, weil wir dafür sehr hart gearbeitet haben – und nicht nur wir. Ich denke an die Fans, die quer durchs Land und ins Ausland nach Istanbul gereist sind, als wir das Triple gewonnen haben. Auch sie haben diese Nacht verdient."
"Die feste Haltung des Klubs ist, dass das Urteil aus mehreren Gründen klare materielle Fehler enthält – in Recht, Prinzip und Tatsachen – und nicht haltbar ist."
"Der Klub ist unschuldig an den Vorwürfen der Premier League, und es existiert ein umfassender Korpus unwiderlegbarer Beweise, die alle seine Positionen in diesem Fall stützen."
Linekers Einwurf hat Gewicht, weil er das Problem als eines der Premier League selbst darstellt – nicht nur als eines von City. Sein Appell, der Klub solle es "zugeben", ist eine direkte Herausforderung an die Führungsetage im Etihad, die stattdessen Berufung eingelegt hat. Walkers Reaktion ist dagegen die Stimme der Kabine: stolz auf die Medaillen, aber nicht bereit, den Fall öffentlich zu verhandeln.
Zusammen offenbaren die Zitate die zwei Druckpunkte, denen City ausgesetzt ist. Extern wächst die Erwartung, dass der Klub die Strafe akzeptiert und nach vorne blickt. Intern sind ehemalige Spieler verzweifelt darauf bedacht, dass ihre Erfolge als legitim in Erinnerung bleiben. Guardiolas erwartete Anwesenheit am 14. Oktober wird als Solidaritätsbekundung mit dem Vorstand und den Fans gelesen werden – genau so, wie er es nach dem Urteil beabsichtigt hat.
Die Zahlen
- Über 830 Mio. £: Eigentümergelder, mit denen laut der unabhängigen Kommission Einnahmen aufgebläht wurden, um die Auflagen der Premier League und der UEFA durch "Schein"-Konstrukte zu erfüllen
- 2009/10 bis 2017/18: der Zeitraum, in dem City gegen die Finanzregeln verstoßen haben soll
- Sechs: Premier-League-Titel, die Guardiola in seinem Jahrzehnt als Trainer gewann
- Eins: Champions-League-Pokal unter Guardiola
- Drei: Meistertitel in dem fraglichen Zeitraum, nach deren Aberkennung Lineker gefragt wurde
- Acht: Jahre, die Kyle Walker bis zu seinem Abschied 2025 bei Manchester City verbrachte
- Zwölf: große nationale Titel, die Walker bei City gewann – dazu die Champions League
- 36: Walkers Alter
- 65: Linekers Alter
Warum Guardiolas Rückkehr für Citys Saison wichtig ist
Pep Guardiola hat das moderne Manchester City geprägt, und seine Anwesenheit im Etihad an einem Champions-League-Abend gegen Paris Saint-Germain wird schon vor dem Anpfiff auf den Rängen zu spüren sein. Nach dem Schuldspruch stellte er sich öffentlich hinter Vorstand und Fans und betonte, dass er weiterhin voll und ganz zur Mannschaft stehe. Diese Loyalität wirkt in beide Richtungen: Sie tröstet eine belagerte Anhängerschaft, bindet ihn aber auch an eine Ära, die der Klub nun im Berufungsverfahren verteidigen muss.
Auf dem Platz wird Enzo Maresca – dessen titelgewinnende Chelsea-Mannschaft PSG im Sommer die Klub-WM entriss – seine Pariser auf Ballbesitz ausrichten, ganz so, wie es Guardiolas City einst tat. Die Gastgeber müssen kompakt stehen, in der Umschaltsituation aggressiv sein und bei Standards eiskalt zuschlagen. Guardiolas erwartete Anwesenheit verleiht dem Spiel eine emotionale Ebene, bringt aber keinen taktischen Input; Maresca verantwortet den Matchplan.
Das Timing ist brutal. Kurz nach dem PSG-Spiel setzt City seine Ligasaison auswärts beim FC Liverpool fort, live auf Sky Sports. Zwei Schwergewichts-Duelle in schneller Folge werden die Konzentration des Kaders auf die Probe stellen – mitten in einer Berufung, die die Klubgeschichte umschreiben könnte. Guardiolas Besuch ist eine Ablenkung, die der Klub begrüßen wird: eine Erinnerung an den Ruhm, den er brachte, und ein Signal, dass er sich weiterhin als Teil der Familie sieht.
Diskussionspunkte
- Sollte Manchester City sich selbst die drei Meistertitel zwischen 2009/10 und 2017/18 aberkennen, um "das Gesicht zu wahren", wie Lineker vorschlägt – oder bestraft das die Spieler und Fans, die kein Mitspracherecht hatten?
- Kyle Walker sagt, die Erinnerungen "kann uns niemand nehmen" – aber wenn die Titel aberkannt werden, bedeuten die Medaillen den Fans, die nach Istanbul reisten, dann noch dasselbe?
- Guardiolas erwartete Rückkehr wird als Loyalität gerahmt werden, doch manche werden fragen, ob er sich nicht deutlicher zu den von der Kommission festgestellten "Schein"-Konstrukten hätte äußern müssen.
- Mit dem Auswärtsspiel in Liverpool direkt nach PSG: Wie sehr beeinflusst das Chaos abseits des Platzes tatsächlich Citys Form in der Premier League?
Wie es weitergeht
Manchester City empfängt Paris Saint-Germain am 14. Oktober im Etihad Stadium, Guardiola wird dort erwartet. Zuvor reist City in der Premier League zum FC Liverpool, live auf Sky Sports. Die Berufung des Klubs gegen den Schuldspruch läuft im Hintergrund weiter, und das Ergebnis wird entscheiden, ob die drei fraglichen Titel in den Geschichtsbüchern bleiben. City beteuert seine Unschuld und besteht darauf, dass ein "umfassender Korpus unwiderlegbarer Beweise" ihre Position stützt.
Häufig gestellte Fragen
Wann spielt Manchester City gegen PSG?
Das Champions-League-Spiel findet am 14. Oktober im Etihad Stadium statt. Es trifft Enzo Marescas Paris Saint-Germain auf Manchester City.
Ist Pep Guardiola beim Spiel von Man City gegen PSG dabei?
Ja, Guardiola wird am 14. Oktober im Stadion erwartet – sein erster Auftritt im Etihad Stadium seit seinem Abschied im vergangenen Sommer.
Was sagte Gary Lineker zur Strafe für Manchester City?
Lineker forderte City auf, es "zuzugeben" und jede Strafe zum "Wohle des Spiels" zu akzeptieren. Zudem sagte er, er wäre nicht überrascht, wenn dem Klub die drei in dem fraglichen Zeitraum gewonnenen Meistertitel aberkannt würden.
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