Grealish erhält neue Chance: Maresca formt Citys Angriff um
Jack Grealish steht bei Manchester City vor einer unverhofften Wende. Unter dem neuen Trainer Enzo Maresca hat der 100-Millionen-Euro-Flügelstürmer wieder alle Trümpfe in der Hand, wie Kreise bestätigen. Nach einer turbulenten Saison 2024/25 schien Grealish bereits zum Verkauf freigegeben – doch nun setzt Maresca voll auf ihn.
Wie Grealish unter Guardiola an Boden verlor
In der vergangenen Saison stand Grealish nur 18 Mal in der Premier-League-Startelf. Nach starkem Saisonstart ließ seine Form nach. Seine Torschussvorbereitungen pro 90 Minuten fielen von 4,1 (2023/24) auf 2,8, seinen Stammplatz verlor er an Jeremy Doku. Guardiolas taktische Umstellung auf direkteres Spiel mit vielen Flanken passte nicht zu Grealish' geduldigem Ballbesitzstil.
Der 29-Jährige verdient umgerechnet 350.000 Euro pro Woche – ein Grund, warum ein Verkauf favorisiert wurde. Klubs wie Tottenham und Aston Villa zeigten Interesse, doch ein konkretes Angebot über die geforderten 70 Millionen Euro blieb aus. Nun ändert Marescas Ankunft alles.
Marescas System: maßgeschneidert für Grealish
Marescas Spielphilosophie bei Leicester und Chelsea setzt auf Positionsspiel und Rotation in den Halbräumen – genau dort, wo Grealish seine Stärken ausspielt. In Leicester kamen seine Flügelspieler auf durchschnittlich 2,3 Dribblings und 1,8 Torchancen pro Spiel – Werte, die Grealish in seiner Meistersaison 2022/23 sogar übertraf (2,6 Dribblings, 2,1 Chancen).
Citys Testspiele in der Saisonvorbereitung deuteten auf eine Rückkehr zu nach innen ziehenden Flügelspielern hin. Grealish agierte als linker Spielmacher, rückte im 4-3-3 nach innen, um sich mit Bernardo Silva zu kombinieren – ganz wie in seinen besten Zeiten. Maresca schwärmte: „Jacks Intelligenz auf engem Raum ist einzigartig. Wir werden Abläufe entwickeln, die seine Stärken maximieren.“
Statistisch zählte Grealish trotz geringerer Einsatzzeit in der Vorsaison zu den besten Premier-League-Flügelspielern: Top 5 % bei progressiven Läufen (2,3 pro 90 Minuten) und Passquote (86 %). Seine Fähigkeit, den Ball unter Druck zu halten, passt perfekt zu Marescas ballbesitzorientiertem Ansatz.
Auswirkungen auf das Fantasy Premier League
Grealish liegt bei FPL-Managern aktuell bei 3,2 % Besitz, sein Marktwert fiel auf 7,0 Millionen Euro. Die nächsten Gegner: West Ham (H), Bournemouth (A), Burnley (H). Falls Maresca ihn regelmäßig bringt, ist Grealish eine vielversprechende Differenzial-Option. Seine Expected Assists (xAG) pro 90 Minuten lagen in der Vorsaison bei 0,28 – höher als Doku (0,21).
- Preis: 7,0 Mio. € (Mittelfeld) – geringes Risiko für einen Spieler aus einem Top-3-Angriff
- Aufgabenschwierigkeit: 3/5 in den ersten sechs Spieltagen
- Empfehlung: Startelf am 1. Spieltag beobachten; falls er spielt, als Budget-Option in Betracht ziehen
Meisterschaftskampf und Kaderbreite
Grealish' Verbleib stärkt Citys Offensive – entscheidend für den Titelkampf. Arsenal und Liverpool haben sich verstärkt, doch City profitiert von Grealish' Erfahrung: Der Engländer gewann bereits vier Meisterschaften. Angesichts von Champions League und Klub-WM ist ein großer Kader essenziell. Grealish kann links im Mittelfeld, auf der Zehn und notfalls als linker Verteidiger spielen – das gibt taktische Flexibilität.
Für die Konkurrenz bedeutet Grealish' Wiederbelebung einen Strich durch die Rechnung: Villa hatte eine Rückkehr ins Auge gefasst, Tottenham prüfte einen Tausch. Beide müssen nun umplanen.
Ausblick: Grealish startet als Stammspieler
Marescas Startelf für den Community Shield gegen Manchester United soll Grealish auf dem linken Flügel vorsehen. Starke Vorbereitung festigt seine Rolle. Der Klub hat seit Juni keine Verkaufsgespräche mehr geführt, eine Vertragsverlängerung wird diskutiert – besteht aber kein Druck, da sein Vertrag bis 2027 läuft.
Der Härtetest kommt am 3. Spieltag gegen Arsenal: Grealish' Defensivarbeit gegen Ben Whites Überlappungen wird zeigen, ob er langfristig erste Wahl bleibt. Gelingt der Turnaround, ist Grealish' City-Karriere neu belebt. Scheitert er, droht der Wechsel im Januar. Doch erst einmal ist die Wende real.
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