Gakpos Liverpool-Zukunft ungewiss: Tottenham zeigt Interesse

Die Zukunft von Cody Gakpo beim FC Liverpool hat eine neue Wendung genommen: Wie englische Medien berichten, steht der niederländische Stürmer kurz vor einer Entscheidung über einen überraschenden Abschied von der Anfield Road. Das Interesse von Tottenham Hotspur ist wieder aufgelebt, und hinter den Kulissen zeichnet sich offenbar Bewegung in Richtung eines möglichen Transfers ab.

Der 25-Jährige, der im Januar 2023 zu Liverpool stieß, war unter Vorgänger Jürgen Klopp ein fester Bestandteil, doch in dieser Saison ist seine Rolle weniger klar definiert. Mit dem nahenden Winter-Transferfenster sind die Spurs offenbar bereit, Liverpools Widerstand mit einem konkreten Angebot zu testen.

Hintergrund: Gakpos Zeit bei Liverpool

Seit seinem Wechsel von der PSV Eindhoven für zunächst 35 Millionen Pfund plus Bonuszahlungen erzielte Gakpo 15 Tore in 64 Pflichtspielen für die Reds. Seine Form war jedoch schwankend, und er kämpfte darum, einen festen Platz in der Offensive zu finden. In dieser Saison stand er in nur sieben von zwölf Premier-League-Spielen in der Startelf, oft als Linksaußen oder als zentrale Spitze.

Die Offensiv-Dichte bei Liverpool ist ein Faktor. Mit Mohamed Salah, Luis Diaz, Darwin Nunez und Diogo Jota konkurrieren gleich mehrere Stars um Startplätze, was Gakpos Spielzeit begrenzt. In der Liga stehen für ihn bislang zwei Tore und eine Vorlage zu Buche, sein Einfluss hat jedoch seit Einführung des aggressiven Pressingsystems von Arne Slot nachgelassen.

Taktisch bevorzugt Slot eine flexible Offensivreihe, die die Positionen tauscht. Gakpos Vielseitigkeit ist ein Vorteil, doch sein Mangel an explosivem Tempo bedeutet, dass er oft auf den Flügel ausweicht und nach innen zieht, um mit dem starken rechten Fuß abzuschließen. Im Gegensatz dazu bietet Tottenhams System unter Ange Postecoglou mehr Direktheit und Räume für tiefe Läufe – das könnte Gakpos Stärken besser entgegenkommen. Die hohe Abwehrkette und die schnellen Umschaltbewegungen der Spurs würden ihm mehr Gelegenheiten bieten, aus der Tiefe in den Strafraum zu stoßen.

Auswirkungen: Was würde Gakpos Abschied bedeuten?

Für Liverpool würde ein Verlust von Gakpo die Offensiv-Optionen verringern, doch mit Salah, Nunez, Diaz und Jota ist man weiterhin stark besetzt. Der Verein könnte bei einem lukrativen Angebot durchaus verkaufswillig sein, um Mittel für andere Verstärkungen zu generieren. Liverpool wird mit einem neuen Innenverteidiger und einem defensiven Mittelfeldspieler in Verbindung gebracht – ein Gakpo-Verkauf könnte die nötigen finanziellen Mittel bringen.

Für Fantasy-Premier-League-Manager ist Gakpo aktuell für 7,5 Millionen Pfund gelistet und nur in 4,2 Prozent der Teams. Ein Wechsel zu Tottenham könnte seine Attraktivität erhöhen, da die Spurs offensiv ausgerichtet sind. Die kommenden Gegner von Tottenham sind verheißungsvoll: In den nächsten fünf Spieltagen warten West Ham, Burnley und Sheffield United. Ein Wechsel nach Nord-London könnte seinen Preis zwar sinken lassen, aber seine Torgefahr steigern.

Mit Blick auf den Titelkampf: Liverpool liegt derzeit auf Platz zwei, fünf Punkte hinter Spitzenreiter Arsenal. Ein Verkauf eines Ergänzungsspielers dürfte die Ambitionen kaum gefährden, doch er würde einen direkten Konkurrenten stärken – Tottenham ist Vierter und strebt die Champions-League-Qualifikation an. Die Transfermarkt-Situation ist ebenfalls relevant: Tottenham soll bereit sein, rund 50 Millionen Pfund für Gakpo zu zahlen, das wäre einer der teuersten Einkäufe der Vereinsgeschichte.

Wie geht es weiter: Entscheidung steht bevor?

Berichten zufolge wägt Gakpo seine Optionen ab und wird in den kommenden Tagen eine endgültige Entscheidung treffen. Tottenhams Interesse ist ernst, doch Liverpools Preisvorstellungen sind hoch, und ein offizielles Angebot liegt bislang nicht vor. Ein Wechsel könnte davon abhängen, ob Spurs die Ablöseforderung erfüllen und ob Gakpo Anfield verlassen möchte.

Bis auf Weiteres bleibt Gakpo Liverpool-Spieler, aber das Transferfenster ist unberechenbar. Bleibt er, wird er weiter um seinen Platz kämpfen. Geht er, wäre das ein deutliches Signal für einen Umbruch in Liverpools Offensive. Die nächsten Tage könnten für alle Beteiligten richtungsweisend sein.

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