Crystal Palaces Mittelfeld ist ein passives, löchriges Chaos

Crystal Palace ist nicht langweilig. Crystal Palace ist realitätsfern. Das Mittelfeld, das für seine Energie gelobt wird, ist ein taktisches schwarzes Loch, das jeden Angriff erstickt und der Abwehr keinen Schutz bietet. Es ist der überbewertetste Maschinenraum der Premier League.

Historischer und taktischer Kontext

Erinnern Sie sich an Claude Makélélé? Den Zerstörer, der Chelseas Diamant zum Funkeln brachte. Oder N'Golo Kanté, dessen Balleroberungen Leicester und Chelsea zu Titeln führten. Das Duo Cheick Doucouré und Jefferson Lerma sollte dieses Erbe antreten. Stattdessen wirken sie wie zwei kopflose Hühner, die Schatten hinterherjagen, während die Gegner wie durch einen offenen Scheunentor spazieren.

In der vergangenen Saison kassierte Palace 58 Gegentore – der achtbeste Wert der Liga? Nein, der acht schlechteste. Nicht katastrophal, aber die erwarteten Gegentore (xGA) lagen bei 61,2 – der sechstschlechteste Wert. In dieser Saison hat man bereits 12 Gegentore in fünf Spielen kassiert. Die Warnsignale stehen auf Rot.

Das Argument: Ein Mittelfeld, das weder schützt noch kreiert

Die Statistiken zeichnen ein vernichtendes Bild. Palaces Mittelfeld rangiert in den unteren fünf für Pressing pro 90 Minuten, Balleroberungen und gewonnene Zweikämpfe im mittleren Drittel. Sie sind passiv. Sie stehen tief, laden Druck ein und wundern sich dann, warum die Abwehr ständig entblößt wird.

Offensiv ist es nicht besser. Doucouré und Lerma sind keine progressiven Passgeber. Sie durchbrechen selten Linien. Eberechi Eze und Michael Olise müssen sich tief fallen lassen, um den Ball zu holen, was ihre Gefahr neutralisiert. Das Ergebnis ist ein zerrissener Angriff, der von individueller Brillanz statt strukturiertem Aufbauspiel lebt.

  • Passives Pressing: Palaces Mittelfeld erlaubt Gegnern durchschnittlich 14,3 Pässe pro defensiver Aktion (PPDA) – der dritthöchste Wert der Liga. Sie stehen ab und laden Druck ein.
  • Keine Ballprogression: Doucouré und Lerma kamen in der letzten Saison zusammen auf nur 2,1 progressive Pässe pro 90 Minuten – einer der niedrigsten Werte für Mittelfeldpaare.
  • Defensive Fragilität: Palace hat 12 Gegentore in fünf Spielen kassiert, davon 7 aus zentralen Bereichen, wo das Mittelfeld die Abwehr schützen sollte.

Gegenargument und Widerlegung

Das Gegenargument lautet, dass Palaces Mittelfeld reaktiv angelegt ist, um Druck aufzunehmen und auf Konter zu lauern. Aber das funktioniert nur, wenn man das Personal dafür hat. Doucouré und Lerma sind nicht Kanté; ihnen fehlt die Positionsdisziplin und Antizipation. Sie werden ständig aus der Position gezogen und hinterlassen Lücken.

Darüber hinaus ist die Idee, dass Palace ein Konterteam ist, ein Mythos. In der letzten Saison erzielten sie nur 5 Tore aus schnellen Gegenstößen – der vierthöchste Wert? Nein, der viertniedrigste der Liga. Ihr Mittelfeld schützt weder noch kreiert es. Es ist ein Vakuum.

Fazit: Palace landet in den unteren sechs

Wenn Patrick Vieira – oder wer auch immer das Sagen hat – das Mittelfeld nicht umkrempelt, wird Palace in den Abstiegskampf gezogen. Sie könnten überleben, aber nur, weil andere noch schlechter sind. Meine Prognose: Crystal Palace beendet die Saison auf Platz 16 oder schlechter, mit einer Tordifferenz von -15 oder schlimmer. Wenn sie im Januar keinen progressiven, defensiv klugen Mittelfeldspieler verpflichten, geraten sie in ernsthafte Schwierigkeiten. Merken Sie sich meine Worte.

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