Sean Dyche wird zum Top-Favoriten – Pierre Sage steht bei Crystal Palace vor dem Aus
Crystal Palace steuert auf den nächsten Trainerwechsel zu. Laut iNews ist Sean Dyche der frühe Favorit auf die Nachfolge von Pierre Sage. Die 0:2-Heimniederlage am Sonntag gegen Newcastle United löste die jüngste Krise aus. Auch Thomas Frank, Kieran McKenna und Victor Matos werden gehandelt.
- Schlagzeile: Pierre Sage steht nach kurzer Amtszeit vor dem Aus bei Crystal Palace, Sean Dyche ist der frühe Favorit auf den Job.
- Auslöser: Die 0:2-Heimniederlage gegen Newcastle United am Sonntag – die Stimmung im Stadion war längst giftig.
- Weitere Kandidaten: Thomas Frank, Kieran McKenna und Victor Matos werden ebenfalls genannt.
- Kosten des Scheiterns: Palace zahlte rund 4 Mio. Pfund, um Sage aus Lens loszueisen – und würde einen der kurzlebigsten Trainer der Vereinsgeschichte verlieren.
- Was auf dem Spiel steht: Eine Abwehr, die statistisch die schlechteste der Premier League ist, und eine Transferbilanz mit magerer Ausbeute.
Das wurde gesagt
„Die Stimmung war giftig, die Fans hatten begonnen, sich abzuwenden.“
„Die vorherrschende Stimmung ist, dass Sage von Chairman Steve Parish und Sportdirektor Matt Hobbs übel im Stich gelassen wurde.“
„Sage war nie die erste Wahl des Vorstands.“
„Eine beeindruckende Haltung.“
Die Zitate zeichnen einen Klub, der gespalten ist, was die Schuldfrage angeht. Das Mitleid mit Pierre Sage ist echt – er übernahm eine verfahrene Situation und blieb ruhig –, doch derselbe Bericht zeigt klar auf Steve Parish und Matt Hobbs, deren Transferpolitik ihn schutzlos zurückließ.
Am deutlichsten ist der Satz, dass Sage nie die erste Wahl des Vorstands war. Ein Klub, der ohne Überzeugung verpflichtet, verliert diese Überzeugung meist schnell – und die Ereignisse vom Sonntag haben diesen Prozess beschleunigt, nicht ausgelöst.
Die Zahlen
- 4 Mio. Pfund: ungefähre Ablöse, die Palace an Lens für Sage zahlte.
- 73 Mio. Pfund: ausgegeben für Dwight McNeil, Anan Khalaili, Quinten Timber und Zavier Gozo – mit magerer Ausbeute.
- 20 Mio. Pfund: Verlust bei Brennan Johnson, der sechs Monate nach seiner Ankunft verkauft wurde.
- 4 Tore: die Bilanz von Jorgen Strand Larsen seit seinem Wechsel von Wolves.
- Zwei Startelfeinsätze: mehr schaffte Takehiro Tomiyasu wegen Fitnessproblemen nicht.
- 0:5: die Pleite bei Brighton, nach der Palace statistisch die schlechteste Abwehr der Premier League stellte.
Die Transferdetails
Maxence Lacroix wechselte zu Chelsea und wurde nie langfristig ersetzt. Palace verpasste Malick Fofana, den Sage nach ihrer gemeinsamen Zeit in Lyon unbedingt wollte, als Sunderland kurz vor Schluss dazwischenfunkte. Axel Disasi kam per Leihe, der 18-jährige Honest Ahanor wurde geholt – eine stabile Lösung bot keiner von beiden.
Immerhin hielt der Klub Adam Wharton in einem Sommer, in dem viele mit seinem Abschied rechneten, und band Dean Henderson mit einem neuen Vertrag. Die Quelle spricht dennoch von einem „katastrophalen Sommer“.
Verletzungen und Verfügbarkeit
- Jean-Philippe Mateta: verletzte sich zu Saisonbeginn, nachdem er mit einem Streit über die Gültigkeit des letzten Vertragsjahres einen Wechsel erzwingen wollte.
- Takehiro Tomiyasu: wegen Fitnessproblemen auf zwei Startelfeinsätze begrenzt.
- Ismaila Sarr: sah einen Wechsel zu Liverpool platzen und war Berichten zufolge am Boden zerstört.
- Marc Guehi: verließ den Klub im Januar – die Abwehrprobleme gärten also lange vor diesem Sommer.
Warum Palaces Defensivstruktur das eigentliche Problem ist – nicht nur der Trainer
Das schneidendste Bild des Berichts vergleicht das Vereinsmaskottchen Phoenix, das „verängstigt, orientierungslos und in Panik“ wirke, mit Palaces Abwehrreihe. Das ist nicht nur ein Scherz. Die 0:5-Pleite bei Brighton gilt als Beleg für einen strukturellen Dauerschaden und nicht als Ausrutscher – zumal in einer Dreierkette, die mit Chris Richards im Zentrum und einem noch nicht angekommenen Disasi instabil wirkt.
Das Muster wiederholt sich. Palace zeigte „mehr positive Ansätze in Europa gegen Besiktas“ und schaffte es trotzdem nicht, eine Führung gegen zehn Mann zu verteidigen. Eine Mannschaft ohne Selbstvertrauen verliert Punkte; eine Mannschaft ohne Ordnung wiederholt dieselben Fehler. Palace macht Letzteres die ganze Saison.
Wer auch kommt – Dyche, Frank, McKenna oder Matos –, erbt dieselbe Formation und dasselbe Personal. Solange die Transferstrategie Stückwerk bleibt, wird die Trainerbank weiterhin der einfachste Ort sein, auf den man zeigen kann.
Diskussionspunkte
- Wenn Sage nie die erste Wahl des Vorstands war, warum wurde er dann überhaupt verpflichtet? Diese Frage richtet sich an Steve Parish und Matt Hobbs, nicht an den Mann, der geht.
- Sean Dyche würde einer kollabierten Dreierkette Ordnung bringen – aber hat dieser Kader die Ruhe, so zu spielen, wie Palace es angeblich will?
- 73 Mio. Pfund für McNeil, Khalaili, Timber und Gozo mit fast null Ertrag – das ist der eigentliche Skandal, und kein Trainerwechsel behebt ihn allein.
- Der Verkauf von Brennan Johnson mit 20 Mio. Pfund Verlust nach sechs Monaten sollte die Fans mehr beunruhigen als die nächste Entlassung.
Wie es weitergeht
Palace muss entscheiden, ob Sage das nächste Spiel betreut oder sofort geht. Geht er, wird er nach Frank de Boer und Sam Allardyce einer der kurzlebigsten Trainer der Vereinsgeschichte. Die nächste Verpflichtung des Vorstands wird an dem Maßstab gemessen, den er sich mit der überzeugungslosen Einstellung von Sage selbst gesetzt hat.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist der Favorit auf das Traineramt bei Crystal Palace?
Laut iNews ist Sean Dyche der frühe Favorit; auch Thomas Frank wird gehandelt, Kieran McKenna als Kandidat genannt.
Warum steht Pierre Sage bei Crystal Palace unter Druck?
Die 0:2-Heimniederlage am Sonntag gegen Newcastle United sorgte für eine giftige Stimmung im Selhurst Park. Der Bericht besagt, dass die vorherrschende Meinung ist, Sage sei vom Vorstand und der Transferpolitik übel im Stich gelassen worden.
Wie viel zahlte Crystal Palace für Pierre Sage?
Palace zahlte rund 4 Mio. Pfund, um Sage aus Lens zu holen – was das Tempo dieses wahrscheinlichen Endes für den Klub noch schmerzhafter macht.
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