Chelsea einigt sich mit Crystal Palace über 50-Millionen-Transfer von Maxence Lacroix
Der FC Chelsea hat sich einem Bericht des italienischen Journalisten Orazio Accomando zufolge mit Crystal Palace auf den Transfer von Innenverteidiger Maxence Lacroix geeinigt. Die Ablösesumme soll umgerechnet rund 50 Millionen Euro betragen. Die offizielle Verkündigung wird „in den kommenden Tagen" erwartet.
Hintergrund und Zusammenhänge
Der 1,88 m große und 24-jährige Abwehrspieler, der 2022 vom VfB Stuttgart zu den Eagles kam, hat sich zu einer festen Größe im Palace-Team entwickelt. Seine Physis und Kopfballstärke machen ihn zu einem herausragenden Premier-League-Verteidiger. In der vergangenen Saison absolvierte Lacroix 31 Ligaspiele, erzielte drei Tore und blieb achtmal ohne Gegentreffer.
Die Defensivprobleme der Blues sind hinlänglich bekannt: 63 Gegentore in der Vorsaison bedeuteten die schlechteste Abwehrbilanz seit über einem Jahrzehnt. Der neue Trainer Xabi Alonso, der offiziell im nächsten Monat vorgestellt werden soll, hat die Verpflichtung eines Innenverteidigers zur Stabilisierung der Abwehr zur Priorität erklärt.
Die Ablöse von 50 Millionen Euro platziert Lacroix im oberen Bereich der Premier-League-Vertediger-Transfers. Zum Vergleich: Josko Gvardiol wechselte für 90 Mio. Euro zu Manchester City, Wesley Fofana für 87 Mio. Euro zu Chelsea. Lacroix' Preisschild spiegelt seine Erfahrung in der Premier League und sein Entwicklungspotenzial wider.
Auswirkungen auf Chelsea und taktische Einordnung
Lacroix wird voraussichtlich neben Levi Colwill oder Benoit Badiashile in der Innenverteidigung auflaufen. Seine Stärke in der Luft (78 % gewonnene Zweikämpfe in der Luft in der Vorsaison) wird Chelseas schwache Defensive bei Standards verbessern. Unter Alonso, der auf ein hohes Pressing setzt, werden Lacroix' Schnelligkeit und sein Spielverständnis entscheidend sein.
- Taktischer Kontext: Lacroix' Fähigkeit, das Spiel von hinten aufzubauen, passt zu Alonsos ballbesitzorientierter Philosophie. In der vergangenen Saison spielte er 88 % seiner Pässe an den Mann, mit durchschnittlich 5,2 langen Bällen pro Spiel.
- Form & Statistiken: Mit Lacroix in der Startelf verbesserte sich Palaces Defensive; in den letzten 15 Spielen, in denen er begann, blieb er sechsmal ohne Gegentor.
- Transfermarkt-Kontext: Die Ablöse von 50 Mio. Euro ist ein Vereinsrekord für einen Verteidiger bei Crystal Palace und übertrifft die 30 Mio. Euro, die sie für Marc Guehi bei dessen Wechsel zu Newcastle erhielten.
- Fantasy Premier League: Lacroix ist für 5,5 Mio. Euro gelistet und wird von 2,1 % der Manager gehalten. Angesichts der Auftaktgegner Chelseas (u.a. Aufsteiger) könnte er eine günstige Differenzial-Option für Defensivpunkte sein.
Wie geht es weiter für Chelsea und Lacroix?
Alonsos offizielle Vorstellung in den kommenden Wochen wird die taktische Ausrichtung bestätigen. Lacroix soll in Kürze den Medizincheck absolvieren, die Bekanntgabe des Deals wird vor Chelseas Sommervorbereitung erwartet. Für Crystal Palace bietet der Verkauf Mittel für einen Ersatz; Gerüchte um Aurele Amenda von Eintracht Frankfurt verdichten sich.
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