Bayern München hat offiziell Kontakt mit Newcastle United aufgenommen, um einen möglichen Sommerwechsel von Flügelspieler Anthony Gordon zu besprechen, wie aus Berichten hervorgeht. Der deutsche Rekordmeister möchte seine Offensivoptionen verstärken und hat den 23-Jährigen als Top-Ziel identifiziert.
Bayerns erste offizielle Annäherung
Wie exklusiv von der Daily Mail enthüllt, hat Bayerns Sportdirektor Christoph Freund Kontakt zu Newcastles Verantwortlichen aufgenommen, um Interesse an Gordon zu bekunden. Der Bundesliga-Meister sieht den ehemaligen Everton-Star als ideale Ergänzung für das Hochpress-System unter Vincent Kompany.
Gordon, der im Januar 2023 für 45 Millionen Pfund von Everton zu Newcastle wechselte, hat am St. James' Park eine herausragende Saison gespielt. Seine Schnelligkeit, sein direktes Dribbling und die verbesserte Effizienz im Abschluss haben die Aufmerksamkeit der europäischen Spitzenklubs auf sich gezogen.
Newcastles Bewertungskonflikt
Allerdings liegen die beiden Klubs bei der Bewertung weit auseinander. Newcastle schätzt Gordon offenbar auf rund 80 Millionen Pfund, was seine Bedeutung für die Mannschaft von Eddie Howe und seinen bis 2028 laufenden Langzeitvertrag widerspiegelt. Bayerns erstes Angebot wird voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen, wahrscheinlich im Bereich von 60 Millionen Pfund.
Newcastles finanzielle Situation wird durch Profit- und Nachhaltigkeitsregeln erschwert, doch die Magpies stehen nicht unter Druck, ihr Kronjuwel zu verkaufen. Sie sehen Gordon als Eckpfeiler ihres Projekts und würden nur ein Angebot akzeptieren, das ihrer Bewertung entspricht.
Gordons herausragende Saison
Der englische Nationalspieler hat in dieser Saison in allen Wettbewerben 12 Tore und 10 Vorlagen erzielt und sich als einer der gefährlichsten Flügelspieler der Premier League etabliert. Seine Vielseitigkeit, auf beiden Flügeln oder als zweite Spitze zu spielen, macht ihn zusätzlich attraktiv.
Bayern braucht Verstärkung auf den Flügeln, nachdem Kingsley Coman verletzt ausfällt und die Zukunft von Leroy Sané ungewiss ist. Gordons Alter, sein Status als Eigengewächs (für Bayern irrelevant, aber für seinen Marktwert förderlich) und seine Premier-League-Erfahrung machen ihn zu einer seltenen Ware.
Was passiert als Nächstes?
Die Verhandlungen werden voraussichtlich in den kommenden Wochen fortgesetzt, wobei Bayern Newcastels Widerstand mit einem strukturierten Angebot testen dürfte. Der Spieler selbst soll einem Wechsel zur Allianz Arena gegenüber aufgeschlossen sein, wird aber keinen Abgang erzwingen.
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