Arsenal Top-Kandidat im Rennen um Lamine Camara – auch Chelsea und Liverpool dran
Der FC Arsenal ist einem Bericht zufolge Top-Kandidat auf die Verpflichtung von Lamine Camara. Der 20-jährige Senegalese von der AS Monaco wird mit 55 Millionen Euro bewertet. Auch Chelsea und Liverpool zeigen Interesse an einem Wechsel im Januar.
Hintergrund: Das Mittelfeld-Problem
Arsenals Mittelfeld ist in dieser Saison ein Dauerthema. Die anhaltenden Verletzungen von Thomas Partey und die Sorgen um das Alter von Jorginho haben die Suche nach einer langfristigen Lösung angestoßen. Camara, der in der Ligue 1 mit energischen Auftritten als Box-to-Box-Spieler überzeugt, passt ins Profil eines modernen Mittelfeldspielers, der in beide Richtungen Akzente setzen kann.
Die Gunners beobachten den Spieler seit einiger Zeit, und die neuesten Berichte deuten darauf hin, dass sie bereit sind, beim Wiederöffnen des Transferfensters konkret zu werden. Da Chelsea Enzo Fernandez am Ende des Sommerfensters an Manchester City abgegeben hat, suchen sie ebenfalls einen Partner für Moises Caicedo im Mittelfeld. Auch Camara wurde als Ziel identifiziert.
Liverpool plant derweil die Zukunft nach der aktuellen Zentrale, denn Wataru Endo und Thiago Alcantara werden nicht jünger. Die Reds zeigten bereits Interesse an Camara, aber Arsenal soll nun die Nase vorn haben.
Taktische Passform
Arsenal-Trainer Mikel Arteta bevorzugt einen ballbesitzorientierten Stil, und Camaras Fähigkeit, den Ball unter Druck zu erhalten und das Spiel nach vorne zu bringen, könnte ihn zu einem idealen Kandidaten machen. In der letzten Saison kam er in der Ligue 1 auf 1,8 Key Passes und 1,5 erfolgreiche Dribblings pro 90 Minuten, defensiv steuerte er 2,3 Tackles pro Spiel bei.
Seine Vielseitigkeit erlaubt ihm, als Achter oder als tiefer Spielmacher zu agieren, was Arteta Flexibilität bei Rotationen im Mittelfeld bietet. Das könnte im Titelrennen entscheidend sein – Arsenal ist aktuell Zweiter, zwei Punkte hinter Spitzenreiter Manchester City.
Auswirkungen und Transfermarkt-Kontext
Ein Wechsel im Januar wäre ein klares Zeichen, aber Monaco ist für harte Verhandlungen bekannt. Camaras Vertrag läuft bis 2028, was dem Ligue-1-Klub eine erhebliche Verhandlungsposition verschafft. Die Ablöse von 55 Millionen Euro ähnelt dem Betrag, den Chelsea 2023 für Enzo Fernandez zahlte, und unterstreicht die Marktbewertung für Top-Talente im Mittelfeld.
- Gebühren-Kontext: Mit 55 Mio. Euro wäre Camara der Rekordeinkauf für ein Mittelfeld bei Arsenal und würde die 41 Mio. Euro für Granit Xhaka (2016) übertreffen.
- FPL-Auswirkung: Sollte der Transfer klappen, könnte Camara eine Alternative im Mittelfeld sein, der Preis wäre um 12-13 Mio. Euro. Seine Offensivwerte in der Ligue 1 sind allerdings bescheiden.
- Auswirkungen aufs Titelrennen: Die Verstärkung im Januar könnte für Arsenals Herausforderung entscheidend sein, gerade da Partey und Mohamed Elneny durch den Afrika-Cup ausfallen.
Wie geht es im Januar weiter?
Arsenal plant, sein Interesse Anfang Januar mit einem Angebot zu konkretisieren. Monaco sträubt sich gegen einen Verkauf in der Winterpause, aber ein substantielles Angebot könnte sie umstimmen. Chelseas Bedarf an Mittelfeld-Tiefe und Liverpools Wunsch, ihre Zentrale neu aufzubauen, könnten zu einem Bieterkampf führen.
Wenn Arsenal es ernst meint, Tiefe und Qualität ins Mittelfeld zu bringen, müssen sie schnell und entschlossen handeln. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, ob Camara der nächste Neuzugang in Artetas aufstrebendem Kader wird.