Arsenal verlangt 20 Mio. für Gabriel Jesus – Abschied im Sommer

Der FC Arsenal plant, sich im Sommer von Gabriel Jesus zu trennen und will für den brasilianischen Stürmer bis zu 20 Millionen Pfund Ablöse kassieren, wie der The Athletic berichtet. Mehrere Klubs haben bereits Kontakt mit dem englischen Meister aufgenommen, um ihr Interesse zu bekunden.

Der 27-Jährige, der im Juli 2022 für 45 Millionen Pfund von Manchester City zu Arsenal wechselte, ist in der Hackordnung von Mikel Arteta weit nach unten gerutscht. Jesus kämpft in dieser Saison um Spielzeit, da Kai Havertz sich als zentrale Option etabliert hat und die Form von Gabriel Martinelli und Bukayo Saka seine Einsatzchancen schmälert.

Hintergrund: Die Zeit von Gabriel Jesus bei Arsenal

Jesus kam mit dem Ruf eines erfahrenen Premier-League-Siegers an die Emirates, hatte er doch in seiner Zeit bei City vier Meisterschaften gewonnen. Seine erste Saison bei Arsenal war vielversprechend: 11 Tore und 6 Vorlagen in der Liga, als die Gunners überraschend um den Titel mitspielten. Doch Verletzungen bremsten ihn in der zweiten Spielzeit, in der er nur auf 27 Pflichtspieleinsätze kam.

In dieser Saison traf Jesus nur viermal in 20 Ligaspielen, sein letztes Tor liegt Mitte März zurück. Sein Einfluss auf das Spiel ist geschwunden, und Artetas taktische Weiterentwicklung bevorzugt oft einen physischeren Stürmer. Seine Vielseitigkeit im Angriff bleibt zwar ein Plus, aber 2024/25 stand er nur zwölfmal in der Startelf der Premier League.

Die Bewertung mit 20 Millionen Pfund spiegelt sowohl seine aktuelle Form als auch den Wunsch wider, einen endgültigen Abgang zu ermöglichen. Arsenal wird die 45 Millionen Pfund kaum wieder hereinholen, doch die Summe gilt als angemessen für einen Spieler seiner Erfahrung, auch wenn sein Vertrag noch bis 2026 läuft.

Transfer-Markt und taktische Auswirkungen

Die Entscheidung von Arsenal, einen Preis für Jesus festzulegen, signalisiert einen klaren Strategiewechsel. Der Klub priorisiert ein jüngeres, dynamischeres Stürmerprofil, das Havertz und Martinelli ergänzt. Mögliche Ziele könnten ein körperlicher Stürmer sein, der den Ball halten kann – passend zu Artetas Wunsch nach einem Plan B gegen tief stehende Gegner.

Finanziell ist die Ablöse von 20 Millionen für heutige Verhältnisse bescheiden. Zum Vergleich: Chelsea verpflichtete Nicolas Jackson 2023 für 32 Millionen Pfund, Manchester United zahlte 72 Millionen für Rasmus Højlund. Jesu Abgang würde wöchentlich rund 160.000 Pfund Gehalt freisetzen und Arsenals Financial-Fairplay-Spielraum erweitern.

Mehrere Premier-League-Klubs und ausländische Vereine haben bereits angefragt. Newcastle United, Everton und Aston Villa beobachten die Lage, während auch Klubs aus der saudischen Liga als mögliches Ziel gelten. Jesus' Fähigkeit, auf beiden Flügeln oder als zentraler Stürmer zu spielen, macht ihn zu einer attraktiven Option für Teams, die Angriffsstärke brauchen.

Auswirkungen auf die Fantasy Premier League

Jesus' möglicher Abgang könnte erhebliche FPL-Konsequenzen haben. Aktuell ist er bei 8,2 Prozent der Manager im Kader, blieb mit nur 98 Punkten aber hinter den Erwartungen zurück. Arsenals Angriff würde berechenbarer – Havertz wäre noch klarer die erste Wahl im Sturm. Sein Besitzanteil stieg nach seiner jüngsten Form bereits auf 34 Prozent.

Für FPL-Manager bieten Arsenals kommende Spiele gegen Wolverhampton, Aston Villa und Tottenham zwar Angriffspotenzial, aber ohne Jesus steigt die Abhängigkeit von Saka und Martinelli. Jesu Abgang würde auch Leandro Trossard und Jorginho mehr Spielzeit bringen, doch beide sind nicht dieselbe Torgefahr.

Wie geht es weiter mit Jesus und Arsenal?

Arsenal wird die Verhandlungen wohl nach Saisonende formalisieren, das Transferfenster öffnet im Juni. Jesus soll verkauft werden, sofern keine dramatische Formwende eintritt. Der Klub sucht einen neuen Stürmer, Gespräche mit Vertretern von Sporting Lisbons Viktor Gyökeres wurden bereits gemeldet.

Die 20-Millionen-Ablöse sichert einen schnellen Abgang, Arsenal will eine langwierige Hängepartie vermeiden. Jesu neuer Klub erbt einen Spieler, der beweisen will, dass er noch zur Spitze gehört. Für Arsenal ist der Erlös Grundstock für einen wichtigen Neuaufbau – schließlich wollen sie ihren Premier-League-Titel verteidigen.

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