Arsenal erhöht Angebot: 72,5 Mio für Guimaraes
Arsenal verstärkt seine Bemühungen um Newcastle-Mittelfeldspieler Bruno Guimaraes. Laut brasilianischen Medien haben die Gunners ein verbessertes Angebot in Höhe von umgerechnet 72,5 Millionen Euro abgegeben. Trainer Mikel Arteta will seine Mittelfeldoptionen gezielt verstärken.
Die Gunners beobachten den 26-jährigen Brasilianer bereits seit dem Sommer. Der neue Vorstoß zeigt ihre Entschlossenheit, den Transfer noch in diesem Fenster unter Dach und Fach zu bringen. Guimaraes war im Januar 2022 für rund 40 Millionen Euro von Lyon zu Newcastle gewechselt und hat sich dort zum Leistungsträger entwickelt.
Was bringt Guimaraes Arsenal?
Bruno Guimaraes ist ein flexibler zentraler Mittelfeldspieler, der sowohl als tiefer Spielmacher als auch in einer Box-to-Box-Rolle glänzt. Seine technische Qualität, das Passspektrum und die Fähigkeit, Linien zu durchbrechen, würden Arsenals Mittelfeld eine neue Dimension verleihen. In Newcastle war er maßgeblich am Aufschwung unter Eddie Howe beteiligt.
Taktisch passt Guimaraes perfekt zu Artetas Vorliebe für Mittelfeldspieler, die das Tempo kontrollieren und den Ball unter Druck nach vorne bringen können. Angesichts von Thomas Parteys Verletzungsgeschichte und Jorginhos fortgeschrittenem Alter würde ein Spieler von Guimaraes' Kaliber für langfristige Stabilität sorgen. Sein Wechsel könnte Martin Ødegaard mehr Freiheiten in der Offensive geben, während Guimaraes tiefere Aufgaben übernimmt.
Defensiv kommt Guimaraes auf durchschnittlich mehr als zwei Tacklings pro Spiel und ist stark in Kopfballduellen – ein Gewinn für die Defensivarbeit. Im Ballbesitz liegt seine Passquote bei über 85 Prozent, und er gehört zu den besten Mittelfeldspielern der Premier League bei progressiven Pässen. Diese Eigenschaften passen nahtlos zu Arsenals ballbesitzorientiertem Stil.
Transfermarkt-Kontext
Das 72,5-Millionen-Angebot unterstreicht Arsenals finanzielle Bereitschaft, den Kader zu verstärken. Die Summe ist beachtlich, spiegelt aber den überhitzten Markt für Top-Mittelfeldspieler wider. Declan Rice kostete Arsenal im vergangenen Sommer 105 Millionen Euro, weshalb die Bewertung für Guimaraes wettbewerbsfähig erscheint.
Newcastle steht nicht unter Druck, Guimaraes zu verkaufen, da sein Vertrag bis 2026 läuft. Allerdings könnten Financial-Fairplay-Auflagen eine Rolle spielen, falls die Magpies ihre Bücher ausgleichen müssen. Arsenals verbessertes Angebot könnte ihre Widerstandsfähigkeit auf die Probe stellen – vor allem, wenn der Spieler einen Wechsel wünscht.
Arsenals Rekordtransfer bleibt Rice, doch eine Ausgabe von 72,5 Millionen Euro würde zu den teuersten Transfers des Klubs zählen. Die Gunners haben in den vergangenen Fenstern gezeigt, dass sie bereit sind, tief in die Tasche zu greifen, wenn sie einen Wunschspieler identifiziert haben.
Auswirkungen auf Arsenals Saison
Arsenal kämpft an mehreren Fronten: im Premier-League-Titelrennen und in der Champions League. Zusätzliche Tiefe und Qualität im Mittelfeld sind aufgrund der Termindichte entscheidend. Guimaraes' Erfahrung in Druckspielen, auch in der Königsklasse, wäre wertvoll.
Aus Fantasy-Premier-League-Sicht ist Guimaraes derzeit bei unter fünf Prozent der Manager im Kader und kostet 5,6 Millionen Pfund. Sollte der Wechsel zustande kommen, könnte sein Preis steigen, aber er böte als Mittelfeldspieler mit konstanten Punkten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Arsenals kommende Spiele gegen Burnley, Sheffield United und Brentford könnten ihn für FPL-Manager attraktiver machen.
Wie geht es weiter?
Der Ball liegt nun bei Newcastle. Arsenal hat mit einem substantiellen Gebot seine Absichten klargemacht, aber Verhandlungen über die endgültige Ablöse und mögliche Bonuszahlungen stehen wohl an. Eddie Howe betonte stets, seine Schlüsselspieler halten zu wollen, doch jeder Spieler hat seinen Preis.
Sollte der Deal zustande kommen, würde Guimaraes vermutlich zum ersten Partner von Rice im Mittelfeld werden, während Ødegaard eine offensivere Rolle einnimmt. Arteta hätte dann ein formidables Trio, das Spiele dominieren kann. Die Alternative wäre, dass Newcastle das Angebot ablehnt und Arsenal sich anderen Zielen wie Joao Palhinha oder Martin Zubimendi zuwendet. Da das Transferfenster in seine letzten Wochen geht, wird bald eine Entscheidung erwartet.
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