Liverpool und Spurs jagen Ruggeri – doch Simeone bleibt hart
Liverpool und Tottenham Hotspur liefern sich ein Rennen um Atletico Madrids Verteidiger Matteo Ruggeri. Doch Trainer Diego Simeone hat einen Verkauf im Januar kategorisch ausgeschlossen.
Der 22-jährige italienische Linksverteidiger hat mit starken Leistungen in La Liga das Interesse der Premier-League-Klubs geweckt. Atleticos harte Haltung könnte einen Winter-Wechsel jedoch zunichtemachen.
Hintergrund: Liverpools langer Anlauf und Spurs' neues Interesse
Liverpool jagt Ruggeri bereits seit Monaten. Sportdirektor Jorg Schmadtke sieht in ihm den langfristigen Nachfolger von Andrew Robertson. Die Reds haben seine Entwicklung genau verfolgt, doch Atletico blieb bisher unnachgiebig.
Tottenhams plötzliches Interesse bringt neue Dynamik. Trainer Ange Postecoglou sucht Konkurrenz für Destiny Udogie und hält Ruggeri für ideal in seinem Pressingsystem. Doch auch Spurs dürften an Simeones Ablehnung scheitern.
Ruggeri wechselte 2023 für rund 18 Millionen Euro von Atalanta zu Atletico. In dieser Saison kam er auf 14 La-Liga-Einsätze (eine Vorlage). Seine Defensivstärke und Offensivläufe haben ihn unter Simeone zu einer wichtigen Rotationsoption gemacht.
Transferkontext und taktische Analyse
Atleticos Widerstand ist angesichts der Tabellensituation nachvollziehbar: Platz drei, vier Punkte hinter Real Madrid, und noch im Champions-League-Achtelfinale. Ein Abgang eines vielseitigen Spielers würde die Kaderbreite schwächen.
Für Liverpool geht es um die Verjüngung der Abwehr. Robertson ist 30 und verletzungsanfällig, Kostas Tsimikas konnte sich nicht als Stammkraft durchsetzen. Ruggeri, der sowohl als Linksverteidiger als auch als linker Schienenspieler agieren kann, böte taktische Flexibilität für Klopps Nachfolger.
Tottenham wiederum priorisiert defensive Verstärkungen. Udogie hat überzeugt, doch Postecoglou braucht Backup für den verletzungsgeplagten Kader. Ruggeris Zweikampfstärke und Flankenqualität passen zu Spurs' Spiel über die Außen.
- FPL-Auswirkungen: Ruggeri würde in der Fantasy Premier League voraussichtlich 5,0–5,5 Millionen kosten. Ab Spieltag 24 warten auf Spurs günstige Gegner – ein möglicher Geheimtipp bei einem Wechsel.
- Historischer Präzedenzfall: Atletico blockierte bereits Transfers wie den von Rodri (2019), bevor sie ihn später verkauften. Ein Sommer-Transfer ist wahrscheinlicher, falls sie die Champions League verpassen.
- Preisvergleich: Atletico würde mindestens 40 Millionen Pfund fordern – ähnlich wie Manchester City für Josko Gvardiol zahlte. Ruggeri wäre damit einer der teuersten Linksverteidiger der Premier-League-Geschichte.
Wie geht es weiter? Sommer-Schlacht wahrscheinlich
Da Simeone eine harte Linie fährt, müssen Liverpool und Tottenham wohl bis zum Sommer warten. Ruggeris Wechselwunsch könnte irgendwann einen Verkauf erzwingen, doch Atletico steht finanziell nicht unter Druck, ihn im Winter abzugeben.
Ruggeris Lager drängt privat auf einen Premier-League-Wechsel, doch die Klub-Äußerungen sind eindeutig: Er ist in diesem Fenster nicht zu verkaufen. Im Juni kommt es dann wohl zum erneuten Duell zwischen den Topklubs.
Vorerst herrscht Patt-Situation. Doch mit zwei Premier-League-Giganten auf der Spur ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende.
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