Mohamed Salah Liverpool-Wende: Neue Vertragsgespräche nach Slot-Aus?

Liverpool überdenkt offenbar seine Haltung zur Zukunft von Mohamed Salah an der Anfield Road. Wie Sonntagszeitungen berichten, könnte dem ägyptischen Flügelstürmer nach der Entlassung von Trainer Arne Slot nun doch ein neuer Vertrag angeboten werden – obwohl ein Abschied im Sommer zuvor als sicher galt.

Die dramatische Kehrtwende in der Transferpolitik erfolgt nur wenige Tage, nachdem Slot trotz des Gewinns der Premier-League-Meisterschaft in der Vorsaison entlassen wurde. Berichten zufolge sieht die Klubführung Salah nun als zentralen Bestandteil des Neuaufbaus unter einem neuen Trainer.

Vom Abgang zum Bleiben

Während der Saison 2025/26 hatten sich die Spekulationen verdichtet, dass Salah Liverpool nach Vertragsablauf 2027 verlassen würde. Der 33-Jährige wurde stark mit einem Wechsel nach Saudi-Arabien in Verbindung gebracht – ein Transfer, der unter Slot fast sicher schien. Doch mit Slots Abgang scheinen die Transferpläne des Klubs durcheinandergeraten zu sein.

Salahs aktuelle Form ist weiterhin beeindruckend: 15 Liga-Tore in 25 Einsätzen in dieser Saison. Seine Bedeutung für Liverpools Angriffsspiel ist nicht zu unterschätzen; seit seinem Wechsel 2017 war er direkt an über 40 Prozent aller Premier-League-Tore des Klubs beteiligt.

Historisch gesehen ließ Liverpool seine Stars selten vertraglich auslaufen. Der Entscheid, Sadio Mané 2022 an Bayern München abzugeben, war eine seltene Ausnahme. Salahs Situation ähnelt nun der von Virgil van Dijk im Jahr 2024, als der Klub nach langen Verhandlungen schließlich eine Verlängerung vereinbarte.

Auswirkungen auf Taktik und Transfer

Der Verbleib von Salah würde für Kontinuität im Angriff sorgen. Unter Slot spielte Liverpool ein hochpressendes System, das von Salahs klugen Läufen in die Tiefe profitierte. Ein Trainerwechsel könnte die Rückkehr zur flexiblen 4-3-3-Formation von Jürgen Klopp bedeuten, die Salahs bevorzugte Rolle des von rechts einrückenden Flügelstürmers optimal nutzt.

Auf dem Transfermarkt würde eine Salah-Wende die Mittel für Neuzugänge deutlich reduzieren. Liverpool hatte für den Sommer ein Budget von rund 150 Millionen Pfund eingeplant, das teilweise aus dem erwarteten Verkauf von Salah stammte. Bleibt er, sinkt diese Summe auf etwa 100 Millionen Pfund.

Für Fantasy-Premier-League-Manager wäre Salahs Verbleib ein Segen. Er befindet sich derzeit im Besitz von 38 Prozent der FPL-Manager zu einem Preis von 12,5 Millionen Pfund. Liverpools günstiges Restprogramm mit Heimspielen gegen untere Tabellenhälften macht ihn zu einem erstklassigen Kapitänskandidaten.

  • Die Klubführung sieht Salah nun als unverzichtbar für den Neuaufbau
  • Ein neuer Trainer könnte die 4-3-3-Formation zurückbringen, die Salah optimal einsetzt
  • Der Verbleib von Salah würde Mittel für andere Positionen wie Innenverteidiger freisetzen

Ausblick: Vertragsverhandlungen und Trainersuche

Liverpools oberste Priorität ist die Ernennung eines neuen Trainers. Ruben Amorim von Sporting Lissabon und Ex-Real-Coach Zinédine Zidane werden gehandelt. Beide Trainer sind für ihr Geschick im Umgang mit Spielern bekannt, was für eine Vertragsverlängerung von Salah entscheidend sein könnte.

Der Klub wird in den kommenden Wochen Gespräche mit Salahs Beratern aufnehmen. Ein neuer Deal könnte eine deutliche Gehaltserhöhung vorsehen, die ihn mit über 400.000 Pfund pro Woche zum bestbezahlten Spieler in Liverpools Geschichte machen würde. Allerdings bleibt die Vertragslaufzeit ein Knackpunkt; zu Beginn der Saison 2026/27 wird Salah bereits 34 Jahre alt sein.

Der Ausgang dieser Gespräche wird weitreichende Folgen für Liverpools Sommer-Transferfenster und die Wettbewerbsfähigkeit in der nächsten Saison haben. Bleibt Salah, kann der Klub für ein weiteres Jahr um ihn herum aufbauen, bevor ein schrittweiser Umbruch beginnt. Geht er, muss Liverpool viel Geld ausgeben, um seine Tore und Vorlagen zu ersetzen.

Eingeordnet unter: Transfergerüchte | LA Premier League Startseite