PSG fordert 145 Millionen für Bradley Barcola – Liverpool und Arsenal halten Ausschau
Paris Saint-Germain hat Flügelstürmer Bradley Barcola mit einer Ablöseforderung von 145 Millionen Pfund belegt. Sowohl Liverpool als auch Arsenal zeigen anhaltendes Interesse an dem 22-jährigen französischen Nationalspieler, wie Montagszeitungen berichten.
Hintergrund: Ein aufstrebender Stern in Paris
Barcola wechselte im August 2023 für rund 45 Millionen Euro von Lyon zu PSG und etablierte sich schnell unter Luis Enrique. In seiner Debütsaison erzielte er fünf Tore und neun Vorlagen in allen Wettbewerben und zeigte dabei die direkte Spielweise und Technik, die ihn zu einem der vielversprechendsten Talente der Ligue 1 machen. In dieser Saison steigerte er seine Ausbeute: Sechs Ligatore und acht Vorlagen stehen bereits zu Buche, er ist ein wichtiger Faktor in PSGs Titelverteidigung.
Der französische Meister steht nicht unter Verkaufsdruck. Barcolas Vertrag läuft bis 2028, was dem Club in Verhandlungen eine starke Position verschafft. Die 145-Millionen-Bewertung spiegelt sowohl sein langfristiges Potenzial als auch PSGs Wunsch wider, einen ordentlichen Gewinn auf die ursprüngliche Investition zu erzielen – insbesondere angesichts der Notwendigkeit, die Financial Fairplay-Regeln der UEFA nach hohen Ausgaben in den letzten Transferfenstern einzuhalten.
Wie Barcola zu Liverpool oder Arsenal passen würde
Für Liverpool würde Barcola Tempo und Breite auf der linken Seite bringen. Unter Arne Slot setzen die Reds oft auf eine flexible Offensivreihe mit Mohamed Salah, der von rechts nach innen zieht, Luis Díaz, der links für die Breite sorgt, und Darwin Núñez oder Diogo Jota in der Mitte. Barcolas linker Fuß und direkter Stil würden eine natürliche Alternative oder Ergänzung zu Díaz darstellen, der mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wird. Mit 2,8 Dribblings pro 90 Minuten in der Ligue 1 in dieser Saison gehört er zu den besten Flügelspielern in Europas Top-5-Ligen – eine Statistik, die zu Slots Vorliebe für risikoreiches, offensives Spiel passt.
Arsenal hingegen sucht seit dem Abgang von Nicolas Pépé und der wechselhaften Form von Gabriel Martinelli einen weiteren Außenstürmer, um Bukayo Saka zu ergänzen. Barcolas Fähigkeit, auf beiden Flügeln zu spielen – bei PSG kam er auch rechts zum Einsatz – würde Mikel Arteta taktische Flexibilität bieten. Das System der Gunners setzt auf invertierte Außenverteidiger und überlappende Läufe der Mittelfeldspieler; Barcolas enge Ballführung und Bereitschaft, Gegner auszuspielen, würde dem Aufbauspiel eine weitere Dimension verleihen, besonders gegen defensive Gegner.
- Barcola kommt in dieser Ligue-1-Saison auf durchschnittlich 1,7 Schlüsselpässe pro Spiel, alle 53 Minuten kreiert er eine Chance.
- Er absolviert 64 % seiner Dribblings erfolgreich – ein Wert vergleichbar mit Vinícius Júnior (66 %) in La Liga.
- Defensiv steuert er 1,4 Tacklings und 0,9 Balleroberungen pro Spiel bei – solide für einen Flügelspieler, aber nicht elitär.
Auswirkungen auf das Fantasy Premier League
Für FPL-Manager würde ein Wechsel zu einem der beiden Clubs Barcola sofort interessant machen. Bei PSG liegt seine Besitzquote in Ligue-1-Fantasy-Spielen bei etwa 12 %, ein Wechsel in die Premier League würde ihn einem breiteren Publikum bekannt machen. In Liverpool könnten die kommenden Spiele günstig sein: In drei der nächsten fünf Partien treffen die Reds auf Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel, vorausgesetzt ein Winterwechsel. Bei Arsenal trifft der Rest des Spielplans auf mehrere Teams, die viele Chancen über die Flügel zulassen, wie Nottingham Forest und Wolverhampton. Ein Preis von etwa 7,0–8,0 Millionen Pfund würde ihn in das mittlere Preissegment einordnen, in Konkurrenz zu Spielern wie Brennan Johnson und Jarrod Bowen.
Allerdings stellt die 145-Millionen-Bewertung ein großes Hindernis dar. Nur wenige Premier-League-Transfers überstiegen diese Summe: Enzo Fernández (107 Mio.), Moisés Caicedo (115 Mio.), Declan Rice (105 Mio.) und Jack Grealish (100 Mio.). Barcola wäre der teuerste Premier-League-Transfer aller Zeiten und würde alle bisherigen Rekorde brechen. Sowohl Liverpool als auch Arsenal müssten ihren Clubrekord brechen – Liverpools bisheriger Rekord liegt bei 85 Millionen für Darwin Núñez, Arsenals bei 105 Millionen für Rice.
Wie geht es weiter: Verhandlungen oder alternative Ziele?
Angesichts der hohen Ablöse ist es wahrscheinlich, dass beide Clubs günstigere Optionen prüfen. Liverpool wird auch mit Wolves Pedro Neto und Crystal Palace Michael Olise in Verbindung gebracht, während Arsenal weiterhin an Athletic Clubs Nico Williams interessiert ist. PSGs harte Haltung deutet darauf hin, dass ein Deal im Januar unwahrscheinlich ist, es sei denn, ein Spieler-plus-Geld-Angebot kommt – vielleicht mit Luis Díaz oder Martinelli als Tauschobjekte, obwohl keiner von beiden einen Wechsel angedeutet hat.
Für Barcola dürfte ein Verbleib bei PSG bis zum Sommer das realistischste Szenario sein, da das Transferfenster dann mehr Flexibilität für beide Seiten bietet. Doch das Interesse zweier der größten Premier-League-Clubs unterstreicht seinen rasanten Aufstieg. Setzt er seinen aktuellen Weg fort, könnte die 145-Millionen-Etiketierung bald weniger wie eine Abschreckung wirken, sondern eher wie ein Hinweis auf sein Potenzial.
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