Newcastle United bietet 12 Mio. € für Gladbach-Keeper Nicolas
Newcastle United hat ein Angebot in Höhe von zwölf Millionen Euro für Borussia Mönchengladbachs Torhüter Moritz Nicolas eingereicht, wie die Bild berichtet. Die Magpies suchen vor dem Sommer-Transferfenster nach Verstärkung zwischen den Pfosten.
Hintergrund und Karriereverlauf
Der 27-jährige Nicolas steht seit seinem Wechsel von Rot-Weiss Essen 2021 bei Gladbach unter Vertrag. Anfangs war er Ersatz, hat sich aber allmählich als zuverlässige Größe etabliert. In dieser Saison absolvierte er zwölf Bundesliga-Einsätze und blieb viermal ohne Gegentor.
Das Interesse von Newcastle kommt zu einer Zeit, in der der Klub Konkurrenz für Stammkeeper Nick Pope sucht. Der englische Nationaltorhüter ist seit seinem Zehn-Millionen-Pfund-Wechsel von Burnley eine Schlüsselfigur, doch Verletzungen haben seinen Rhythmus gestört. In Popes Abwesenheit vertrat Martin Dúbravka ihn, wobei Fragezeichen über dessen langfristige Eignung bleiben.
Transfermarkt-Kontext
Die angebotenen zwölf Millionen Euro spiegeln den aktuellen Markt für Torhüter aus dem Mittelfeld der Bundesliga wider. Zum Vergleich: Manchester United zahlte im letzten Sommer 18 Millionen Pfund für André Onana, während Tottenham Guglielmo Vicario für 17 Millionen Pfund verpflichtete. Nicolas' Bewertung erscheint angesichts seines Alters und seiner Erfahrung angemessen.
Gladbach wird voraussichtlich Widerstand leisten, da der deutsche Klub Nicolas als wichtigen Spieler im Kader betrachtet. Der Verein befindet sich unter dem neuen Trainer Gerardo Seoane in einer Übergangsphase, was einen Verkauf unwahrscheinlich macht, es sei denn, ein deutlich höheres Angebot geht ein.
Wie Nicolas in Newcastles System passt
Nicolas ist bekannt für seine präsente Erscheinung im Strafraum und eine gute Ballverteilung – Eigenschaften, die mit Eddie Howes Vorliebe für den Spielaufbau von hinten harmonieren. Er kommt auf durchschnittlich 4,2 lange Bälle pro Spiel bei einer Genauigkeit von 62 Prozent, etwas niedriger als Popes 5,1 pro Spiel bei 68 Prozent.
- Nicolas ist 1,93 m groß und bietet Überlegenheit bei Flanken und Standardsituationen.
- Seine Fangquote liegt in dieser Saison bei 73 Prozent, leicht über dem Bundesliga-Durchschnitt von 70 Prozent.
- Seine Passquote von 78 Prozent deutet auf Ruhe unter Druck hin.
Auswirkungen auf Newcastles Kaderdichte
Newcastle hat derzeit Pope als Nummer eins, mit Dúbravka und Loris Karius als Backup. Karius' Vertrag läuft jedoch im Sommer aus, während Dúbravka mit einem Wechsel in den Nahen Osten in Verbindung gebracht wird. Die Verpflichtung von Nicolas würde junge Konkurrenz bringen und die Tiefe für eine mögliche Europapokal-Saison sichern.
Die Magpies haben in den letzten Fenstern schwer in die Abwehr investiert, mit Sven Botman und Nick Pope. Ein neuer Torwart würde den Umbau der letzten Linie abschließen und Howe mehrere zuverlässige Optionen geben.
Fantasy Premier League (FPL)-Perspektive
Nicolas ist derzeit nicht im FPL, aber ein Wechsel zu Newcastle könnte ihn zu einer interessanten Budget-Option machen. Pope ist mit 5,0 Millionen Pfund bewertet und hat eine Besitzquote von 12,4 Prozent, während Dúbravka bei 4,5 Millionen Pfund und nur 0,8 Prozent liegt. Sollte Nicolas kommen, würde er wohl zunächst als Ersatz starten, was seine unmittelbare FPL-Tauglichkeit einschränkt. Bei einer Verletzung Popes könnte Nicolas jedoch zu einem Differenzial-Pick zu einem ähnlichen Preis werden.
Newcastles anstehende Spiele umfassen Partien gegen Sheffield United (H), Brentford (A) und Liverpool (H) – nicht das einfachste Programm, aber die Abwehr war stabil und holte in dieser Saison zehn weiße Westen.
Wie geht es weiter für Newcastles Transferfenster?
Das Angebot für Nicolas ist einer von mehreren Schritten, die Newcastle plant. Der Klub wird auch mit einem Mittelfeldspieler und einem Rechtsaußen in Verbindung gebracht. Aufgrund von Financial-Fairplay-Beschränkungen muss Eddie Howe die Investitionen auf mehrere Positionen verteilen. Falls Gladbach dieses Angebot ablehnt, könnte Newcastle zu Alternativen wie Leeds Uniteds Illan Meslier übergehen – allerdings wechselte der erst kürzlich zu Arsenal – oder Feyenoords Justin Bijlow.
Nicolas selbst hat sich zufrieden in Gladbach geäußert, würde aber vermutlich einen Premier-League-Wechsel begrüßen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Newcastle sein Angebot erhöht oder den Fokus anderswohin verlagert.
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