McNultys brutales Urteil über jedes Premier-League-Team

BBC-Sport-Chefreporter Phil McNulty hat sein endgültiges Saisonfazit veröffentlicht und bewertet die Spielzeit jedes Premier-League-Klubs – inklusive Rückblick auf seine Prognosen vor der Saison. Das Urteil fällt für manche vernichtend aus, für andere glänzend.

Die Überflieger: Wer die Erwartungen übertroffen hat

Aston Villa landete unter Unai Emery auf Platz vier und sicherte sich die Champions League – ein Erfolg, den McNulty als „herausragend" bezeichnet. Die defensive Organisation und die Heimstärke (14 Siege im Villa Park) waren entscheidend.

Brighton erreichte trotz Abgängen wichtiger Spieler einen Platz in der oberen Tabellenhälfte – dank Roberto De Zerbis taktischer Flexibilität. Der xG-Wert von +14,3 ist der fünftbeste der Liga und belegt die konstante Qualität.

Crystal Palace verwandelte sich unter Oliver Glasner: Vom 16. Platz im Februar auf Rang zehn zum Saisonende. Mit 1,9 Punkten pro Spiel seit seiner Verpflichtung liegt man auf dem Niveau der Top-Vier.

Die Shambles: Wer abgestürzt ist

Sheffield Uniteds Saison mit nur 16 Punkten wird als „katastrophal" eingestuft – die drittschlechteste in der Premier-League-Geschichte. Die Tordifferenz von -69 offenbart das defensive Chaos unter mehreren Trainern.

Nottingham Forests Punktabzug und der 17. Platz werden als „selbstverschuldetes Chaos" beschrieben. Die Verstöße gegen die Profit-and-Sustainability-Regeln kosteten vier Punkte und Stabilität.

Evertons 15-Punkte-Abzug und der knappe Klassenerhalt trotz Sean Dyches Widerstandsfähigkeit werden kritisiert – die „Inkompetenz neben dem Platz" steht im Fokus. Das Gehaltsbudget-Umsatz-Verhältnis von 95% ist nicht nachhaltig.

Prognosen überprüft: Treffer und Fehler

McNulty sagte Manchester Citys Titelgewinn und Arsenals Herausforderung richtig voraus. Daneben lag er mit Chelsea, das er in den Top Vier sah und das nur Sechster wurde, sowie mit Liverpool, das mit Rang drei seine Prognose (Platz fünf) übertraf.

  • Treffer: Citys dritte Meisterschaft in Folge trotz Punktverlusten im Dezember.
  • Fehler: Unterschätzung von Aston Villas Aufstieg auf Platz vier dank defensiver Stabilität (12 Zu-Null-Spiele) unter Emery.
  • Fehler: Überschätzung von Manchester Uniteds Chancen auf die Top Vier – sie wurden Achter mit einer Tordifferenz von -1.

Ausblick: Lehren für 2025/26

Klubs wie Chelsea und Manchester United müssen strukturelle Schwächen beheben – Chelseas 58 Gegentore waren die meisten seit 1994. Arsenal fehlt für den Titel ein Stoßstürmer, um die Lücke zu City zu schließen. Für Forest und Everton ist finanzielle Nachhaltigkeit der einzige Weg zum Überleben.

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