Man Uniteds Wunschliste: Tchouameni und Scott bleiben heiß begehrt
Manchester United hat weiterhin großes Interesse an den Mittelfeldspielern Aurélien Tchouameni und Alex Scott, wie aus Berichten hervorgeht. Die beiden stehen ganz oben auf der Wunschliste von Trainer Erik ten Hag, der sein Team im Zentrum verstärken will.
Das Mittelfeld bereitet United in dieser Saison große Sorgen. Verletzungen und schwankende Form haben den Klub dazu bewogen, Alternativen zu prüfen. Tchouameni, französischer Nationalspieler bei Real Madrid, bringt Physis und Spielkontrolle mit. Scott, der Bournemouth- und England-U21-Star, überzeugt mit Energie und progressiven Pässen.
Hintergrund und taktische Passform
Uniteds Mittelfeld hat in den letzten Monaten an Balance vermissen lassen. Casemiros Formkurve zeigt nach unten, während Christian Eriksens Vertrag im Sommer ausläuft. Ten Hag wünscht sich ein Mittelfeld, das aggressiv presst und schnell umschaltet. Tchouameni, vornehmlich ein defensiver Mittelfeldspieler, könnte die Absicherung bieten, die Bruno Fernandes und Mason Mount mehr Freiheiten gibt. Scott, eher ein Box-to-Box-Spieler, würde Dynamik und Dribbelstärke aus der Tiefe einbringen.
Statistisch gesehen gehört Tchouameni zu den besten 15 % der Mittelfeldspieler in Europas Top-5-Ligen bei Tacklings pro 90 Minuten, Scott zu den besten 20 % bei progressiven Dribblings. Beide Profile passen zu Ten Hags Vorliebe für energetische, ballgewinnende Mittelfeldspieler, die auch am Ball sicher sind. Der Niederländer hat oft das Ajax-Mittelfeld als Maßstab genannt – mit einem Zerstörer, einem Kreativen und einem Läufer. Scott könnte die Rolle von Ryan Gravenberch bei Ajax übernehmen, Tchouameni ähnelt dem Profil von Edson Álvarez.
Transfermarkt-Dynamik
Die Verpflichtung eines der beiden wird nicht einfach. Tchouameni wechselte 2022 für 80 Millionen Euro von Monaco zu Real Madrid und ist bis 2028 unter Vertrag. Real Madrid steht finanziell nicht unter Druck, allerdings war der Franzose in Carlo Ancelottis Startelf nicht gesetzt. Eine Leihe scheint realistischer als ein fester Transfer.
Alex Scott kostete Bournemouth im August 2023 25 Millionen Pfund von Bristol City und hat einen Vertrag bis 2028. Bournemouth muss nicht verkaufen, aber ein starkes Angebot – wohl über 40 Millionen Pfund – könnte die Haltung ändern. United pflegt gute Beziehungen zu den Cherries nach dem Dean-Henderson-Transfer, was Verhandlungen erleichtern könnte.
Zum Vergleich: Declan Rice wechselte für 105 Millionen Pfund, Moisés Caicedo für 115 Millionen, während Manchester City 30 Millionen für Mateo Kovačić zahlte. Ein Deal für Scott dürfte in der Spanne von 40-50 Millionen Pfund liegen, für Tchouameni wären mindestens 70 Millionen fällig.
Auswirkungen auf Fantasy Premier League
Für FPL-Manager könnte ein Transfer beider Spieler bedeutsam sein. Scott ist aktuell in weniger als 2 % der Teams, kostet aber nur 5,0 Millionen. Er erzielte in 14 Premier-League-Einsätzen 2 Tore und 1 Vorlage (durchschnittlich 3,1 Punkte pro Spiel). Tchouameni würde bei einem Wechsel wohl bei rund 5,5 Millionen liegen – ein günstiger Enabler mit Potenzial für Zu-Null-Punkte und gelegentliche Offensivaktionen.
Uniteds kommende Spiele sind gegen Burnley, Luton und Manchester City. Eine Mittelfeld-Verstärkung könnte die Attraktivität anderer United-Spieler wie Bruno Fernandes (8,4 Millionen) und Marcus Rashford (8,7 Millionen) erhöhen, die von einem stabileren Fundament profitieren würden.
Tabellensituation und Abstiegskampf
United steht aktuell auf Platz sieben der Premier League, neun Punkte hinter Spitzenreiter Arsenal. Ein Top-Mittelfeldspieler ist entscheidend, um den Rückstand auf die Top Vier zu verkürzen. Tchouamenis defensive Disziplin könnte die Tordifferenz von United verbessern, die mit +1 die schlechteste unter den Top Acht ist. Scotts Energie würde das Hochpressen unterstützen und mehr Ballgewinne im letzten Drittel ermöglichen.
Für Bournemouth wäre ein Abgang von Scott ein Verlust, aber der Klub hat unter Andoni Iraola die Erwartungen übertroffen und liegt auf Platz 14 mit sieben Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone. Sollte eine hohe Ablöse erzielt werden, könnte die Reinvestition die Klassenerhalts-Chancen stärken.
Historische Vergleiche
Uniteds Bilanz bei teuren Mittelfeld-Transfers ist durchwachsen. Paul Pogba (Rückkehr für 89 Millionen) lieferte nie konstant, während Bruno Fernandes (47 Millionen) ein voller Erfolg war. Casemiro (70 Millionen) hatte eine starke erste Saison, kämpft aber in der zweiten. Der Klub wird hoffen, die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, indem Spieler verpflichtet werden, die ins System passen, nicht nur Namen.
Wie geht es weiter?
United wird vor dem Januar-Transferfenster erste Anfragen stellen. Aufgrund von Financial Fair Play könnte der Klub eine Leihe mit Kaufoption für Tchouameni oder eine strukturierte Zahlung für Scott priorisieren. Ten Hags langfristige Vision für das Mittelfeld ist klar: jünger, athletischer und technisch versierter. Ob der Vorstand beide Wünsche erfüllen kann, bleibt offen, aber mindestens ein neuer Mittelfeldspieler erscheint bis Februar wahrscheinlich.
- Tchouameni bringt defensive Stabilität und Champions-League-Erfahrung.
- Scott bietet Energie und progressive Dribblings – eine langfristige Investition.
- Beide Verpflichtungen würden Uniteds Mittelfeld-Tiefe und taktische Flexibilität verbessern.
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