Manchester United steigt in Rennen um Alex Scott ein – Chelsea trifft auf Bournemouths Widerstand
Manchester United hat sich in einen Transferpoker eingeschaltet, der zu einem der wegweisenden Duelle dieses Fensters werden könnte. Die Red Devils wollen offenbar Chelsea den Rang ablaufen und Bournemouths Mittelfeldspieler Alex Scott verpflichten. Der 20-jährige englische U21-Nationalspieler hat sich bei den Cherries zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt.
Scotts beeindruckende Form
Seit seinem Wechsel für 25 Millionen Pfund von Bristol City im vergangenen Sommer hat sich Scott unter Trainer Andoni Iraola einen Stammplatz im Mittelfeld erkämpft. Seine Fähigkeit, mit dem Ball nach vorne zu gehen, kombiniert mit einer hervorragenden Übersicht und einem präzisen Passspiel, hat Vergleiche mit einem jungen Jack Grealish hervorgerufen. In dieser Saison verbuchte Scott drei Vorlagen in 18 Premier-League-Einsätzen, doch seine zugrundeliegenden Statistiken sind noch beeindruckender: Er zählt zu den besten zehn Prozent der Premier-League-Mittelfeldspieler bei progressiven Läufen und abgeschlossenen Dribblings.
Scotts Vielseitigkeit ist ein weiteres Plus. Er agierte bereits als Box-to-Box-Spieler, als offensiver Mittelfeldspieler und sogar auf dem linken Flügel – und passte sich problemlos Iraolas hochintensivem Pressingsystem an. Seine Arbeit gegen den Ball (durchschnittlich 2,1 Tacklings pro Spiel) macht ihn zu einem natürlichen Kandidaten für die anspruchsvolle Premier League.
Transferkampf verschärft sich
Chelsea galt lange als Topfavorit auf Scotts Unterschrift, doch Bournemouth zeigte sich als hartnäckiger Verhandlungspartner und lehnte ein erstes Angebot der Blues ab. Die Cherries bewerten Scott aufgrund seines Alters und seines langen Vertrags (er unterschrieb im letzten Sommer einen Fünfjahresvertrag) auf mindestens 40 Millionen Pfund.
Das Interesse von Manchester United verleiht der Sache eine neue Dimension. Die Red Devils suchen einen kreativen Mittelfeldspieler, der Kobbie Mainoo ergänzen und Bruno Fernandes entlasten kann. Scotts Profil passt ins Schema, und Uniteds finanzielle Schlagkraft – gestützt durch die Investition von Sir Jim Ratcliffe – könnte Chelsea überbieten.
- Bournemouth steht nicht unter Verkaufsdruck, Scotts Vertrag läuft bis 2028.
- Chelseas Bemühungen stocken wegen der hohen Forderungen der Cherries.
- United könnte einen Spieler-plus-Geld-Deal anbieten, um die Ablösesumme zu drücken.
Was das für die Klubs bedeutet
Für Bournemouth wäre ein Abgang von Scott ein Schlag, doch der Klub hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass er Top-Talente verkaufen und dennoch die Klasse halten kann. Die Einnahmen könnten in defensive Verstärkungen und einen Stürmer investiert werden, auch die Zukunft von Dominic Solanke ist ungewiss.
Für United wäre die Verpflichtung von Scott ein Signal für den Wandel hin zu jungen, einheimischen Talenten unter der sportlichen Führung von Ineos. Es würde zudem die Tiefe im Mittelfeld erhöhen, das bisher stark auf Mainoo und Fernandes angewiesen war. Allerdings müssen die Red Devils aufgrund von Financial Fair Play möglicherweise Spieler wie Jadon Sancho oder Mason Greenwood verkaufen, um den Deal zu finanzieren.
Chelsea könnte sich anderen Zielen zuwenden, falls Bournemouth hart bleibt. Das Mittelfeld der Blues ist bereits mit Enzo Fernández, Moisés Caicedo und Conor Gallagher gut besetzt, doch Scotts Vielseitigkeit könnte dennoch reizvoll sein.
Fantasy-Premier-League-Manager sollten aufmerken: Scott ist für 5,0 Millionen Pfund gelistet und nur bei 0,2 Prozent der Spieler im Kader. Falls er zu einem Top-Klub wechselt, könnte seine Offensivausbeute steigen – ein möglicher Differenzierer für die Schlussphase.
Wie es weitergeht
Das Transferfenster geht in die letzten zwei Wochen, und sowohl Manchester United als auch Chelsea werden voraussichtlich formelle Angebote abgeben. Bournemouths Haltung wird den Ausgang bestimmen – falls sie auf einer Ablöse von über 40 Millionen Pfund bestehen, könnte das die Entschlossenheit beider Klubs auf die Probe stellen. Scott selbst soll an einem Wechsel zu einem Champions-League-Klub interessiert sein, was United oder Chelsea in die Karte spielen könnte, falls einer von ihnen die europäische Königsklasse erreicht.
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