Liverpool prüfte Sommer-Transfer von Marco Palestra, ehe Chelsea den 43-Millionen-Deal fix machte

Wie The Athletic berichtet, hat Liverpool in diesem Sommer einen Transfer von Atalantas Rechtsverteidiger Marco Palestra geprüft, ehe Chelsea sich die Dienste des 21-Jährigen sicherte. Die Reds hatten nach dem Abgang von Mohamed Salah eigentlich die Außenbahnen umbauen wollen und konnten keine Einnahmen durch Spielerverkäufe generieren – so machte Chelsea den Deal über rund 43 Millionen Pfund perfekt.

  • Spieler: Marco Palestra, 21, Rechtsverteidiger / rechter Schienenspieler, kann auch auf der gegenüberliegenden Seite spielen
  • Beteiligte Vereine: Liverpool prüfte einen Deal; Chelsea verpflichtete ihn von Atalanta
  • Ablöse: Rund 43 Millionen Pfund
  • Quelle: The Athletic
  • Kontext: Liverpool lieh Ronald Araujo vom FC Barcelona aus und hatte zuvor Jeremie Frimpong als Rechtsverteidiger-Absicherung geholt
  • Nächstes Spiel: Liverpool trifft am Wochenende in der Premier League auf Fulham – nach dem 2:1-Sieg in der Champions League gegen Atletico Madrid

Deal-Details

Liverpool wollte in diesem Sommer einen neuen Rechtsverteidiger und prüfte die Möglichkeit einer Verpflichtung von Palestra von Atalanta. Der Klub von der Anfield Road verfolgte den Transfer jedoch nicht mit einem formellen Angebot weiter, und Chelsea kaufte den Italiener schließlich für eine Ablöse von rund 43 Millionen Pfund.

Die Quelle gibt an, dass die Mannschaft von Andoni Iraola sich gegen einen Vorstoß für Palestra entschied, da sie ihr Geld nach Mohamed Salahs Abgang vorrangig in den Umbau der Außenbahnen investieren wollte. Liverpool wiederum konnte keine Einnahmen aus Spielerverkäufen erzielen, was die Sommertransfers prägte.

Der Transfer ist abgeschlossen: Palestra ist ein Chelsea-Spieler, kein Liverpooler. Die Suche der Reds nach einer Verstärkung für die rechte Defensivseite führte sie schließlich zu Ronald Araujo auf Leihbasis vom FC Barcelona – ein gelernter Innenverteidiger, der die Rechtsverteidigerposition absichern kann.

Verletzung und Verfügbarkeit

Conor Bradley, Liverpools junger Rechtsverteidiger, fiel in den vergangenen Monaten verletzt aus. Diese Abwesenheit trug zum Bedarf des Klubs an einer Absicherung auf dieser Position bei, wobei Ex-Trainer Arne Slot in der vergangenen Saison Dominik Szoboszlai und Curtis Jones als Aushilfs-Rechtsverteidiger einsetzte.

Curtis Jones ist in diesem Sommer fest zu Inter Mailand gewechselt und ist kein Liverpooler Kaderspieler mehr. Die Verletzungssituation und Jones' Abgang ließen Liverpool ohne gelernte Optionen auf der rechten Defensivseite zurück.

Warum Liverpools Rechtsverteidiger-Plan scheiterte

Liverpools Entscheidung, die Rechtsverteidigerposition nach Trent Alexander-Arnolds Wechsel zu Real Madrid zu verstärken, war im Grundsatz richtig. Jeremie Frimpong wurde im vergangenen Sommer verpflichtet, doch der Niederländer hat sich in der Premier League noch nicht zurechtgefunden. Die Verletzungsabwesenheit von Conor Bradley in den vergangenen Monaten legte die mangelnde Tiefe zusätzlich offen.

Die Folge war eine Notlösung: Arne Slot setzte in der vergangenen Saison Dominik Szoboszlai und Curtis Jones als Aushilfs-Rechtsverteidiger ein, obwohl beide eigentlich Mittelfeldspieler sind. Jones ist nun fest zu Inter Mailand gewechselt, was die Optionen weiter ausdünnt. Die Leihe von Ronald Araujo vom FC Barcelona bietet Absicherung auf der Rechtsverteidigerposition, obwohl er eigentlich Innenverteidiger ist.

Marco Palestra wäre die natürlichere Lösung gewesen. Der 21-Jährige ist ein vielseitiger Rechtsfuß, ein gelernter Rechtsverteidiger, der auch auf der rechten Schienenspielerposition zu Hause ist und bei Bedarf auf der gegenüberliegenden Seite aushelfen kann. Er ist schnell, technisch stark, kopfballstark, spielt sicher aus der Abwehr heraus und schlägt präzise Flanken. Zudem ist er defensiv zuverlässig.

Dieses Profil passt exakt zu den Anforderungen eines modernen Premier-League-Außenverteidigers – und deshalb ist die Ablöse von 43 Millionen Pfund, die Chelsea zahlte, nicht abwegig. Palestra verbrachte die vergangene Saison auf Leihbasis bei Cagliari und sammelte in 37 Serie-A-Einsätzen fünf Torbeteiligungen sowie sechs Zu-null-Spiele. Für einen 21-jährigen Verteidiger ist diese Zahl an Erstligaminuten beachtlich.

Liverpools Unfähigkeit, Einnahmen durch Spielerverkäufe zu erzielen, ist ein relevanter Faktor. Ohne Abgänge, die die Zugänge hätten ausgleichen können, musste der Klub Prioritäten setzen. Die im Bericht verwendete Formulierung ist bezeichnend: Die Entscheidung war, nach Mohamed Salahs Abgang in den Umbau der Außenbahnen zu investieren. Jedes Pfund, das in offensives Breitenspiel floss, war ein Pfund, das nicht in einen Rechtsverteidiger investiert wurde.

Chelsea hingegen identifizierte Palestra als Ziel und schloss den Deal ab. Ob er sofort zum Stammspieler wird oder behutsam herangeführt wird – die Blues haben einen Spieler mit echtem defensiven und offensiven Potenzial gesichert. Für Liverpool geht die Suche nach einem zuverlässigen Rechtsverteidiger weiter, mit Araujo auf Leihbasis und Frimpong, der sich noch anpassen muss.

Diskussionspunkte

  • Liverpools Entscheidung, offensive Außenbahnen über einen spezialisierten Rechtsverteidiger zu priorisieren, wirkt fragwürdig, falls Frimpong weiter strauchelt und Bradley verletzungsanfällig bleibt.
  • Sich auf Ronald Araujo, einen gelernten Innenverteidiger, als Rechtsverteidiger-Absicherung zu verlassen, ist eine Übergangslösung, keine Lösung – für einen Klub mit Liverpools Ambitionen.
  • Chelsea zahlt 43 Millionen Pfund für einen 21-Jährigen mit 37 Serie-A-Einsätzen: ein kalkuliertes Risiko auf das Potenzial statt auf einen bewiesenen Premier-League-Spieler.
  • Die fehlenden Einnahmen aus Spielerverkäufen zwangen Liverpool, zwischen Angriff und Abwehr zu wählen; sie wählten den Angriff.

Wie es weitergeht

Liverpool trifft am Wochenende in der Premier League auf Fulham, nach dem 2:1-Sieg gegen Atletico Madrid im ersten Champions-League-Spiel. Die Rechtsverteidiger-Frage wird den Klub weiter begleiten. Jeremie Frimpong steht unter Beobachtung, um seinen Kauf zu rechtfertigen, während Ronald Araujo erneut aushelfen könnte. Conor Bradleys Genesungszeit bleibt ein Schlüsselfaktor dafür, ob Liverpool es bereut, nicht stärker um Marco Palestra gekämpft zu haben – der jetzt ein Chelsea-Spieler ist.

Häufig gestellte Fragen

Hat Liverpool Marco Palestra verpflichtet?

Nein. Liverpool prüfte in diesem Sommer einen Deal für Marco Palestra von Atalanta, wie The Athletic berichtet, doch Chelsea kaufte ihn schließlich für rund 43 Millionen Pfund.

Wie viel zahlte Chelsea für Marco Palestra?

Chelsea verpflichtete Marco Palestra für eine Ablöse von rund 43 Millionen Pfund, so The Athletic.

Wer sind Liverpools aktuelle Rechtsverteidiger-Optionen?

Liverpool hat Jeremie Frimpong, Conor Bradley, der verletzt ausfiel, und Ronald Araujo auf Leihbasis vom FC Barcelona – wobei Araujo eigentlich Innenverteidiger ist.

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