Fünf Abgänge: Guardiolas Einfluss schwindet
Manchester City hat den Abschied von fünf Führungskräften aus dem Trainerteam von Pep Guardiola offiziell bestätigt, darunter Co-Trainer Juanma Lillo und Standardspezialist Carlos Vicens. Der Exodus markiert den Anfang vom Ende der sechsjährigen Amtszeit des Katalanen im Etihad.
Der Verein gab die Abgänge am Montagmorgen in einer kurzen Stellungnahme bekannt und bedankte sich bei den scheidenden Mitarbeitern für ihre Beiträge zu vier Meistertiteln und dem Champions-League-Triumph.
Warum dieser Exodus eine Zeitenwende bedeutet
Guardiola hat stets die Bedeutung seines vertrauten Kreises betont. Lillo, sein langjähriger Weggefährte, war maßgeblich für Citys taktische Flexibilität verantwortlich, während Vicens den Klub zu Standardspezialisten machte – City erzielte in der Vorsaison 18 Tore aus ruhenden Bällen, der drittbeste Wert der Liga.
Die Abgänge kommen in einer durchwachsenen Saison. City gewann nur drei der letzten acht Ligaspiele und liegt sieben Punkte hinter Spitzenreiter Arsenal. Die Defensivbilanz hat sich verschlechtert: 1,4 Gegentore pro Spiel in dieser Saison gegenüber 0,9 in der Vorsaison.
Auch die Transferstrategie deutet auf einen Wandel hin. Sportdirektor Txiki Begiristain, ein weiterer Guardiola-Vertrauter, wird voraussichtlich im Sommer gehen. Jüngere Transfers wie Julián Álvarez und Mateo Kovačić lassen einen Abschied vom komplexen Positionsspiel erkennen, das Guardiolas Glanzjahre prägte.
Auswirkungen auf Citys Spielweise und FPL-Manager
Der Umbau im Trainerstab wirft Fragen zu Citys Spielstil auf. Ohne Vicens könnte die Effizienz bei Standards nachlassen – ein Problem für FPL-Manager, die auf Ruben Dias und John Stones setzen. In der Vorsaison erzielte City 22 % seiner Tore nach ruhenden Bällen.
Guardiola selbst könnte über seinen bis 2027 laufenden Vertrag hinaus nicht bleiben. Nachfolger wie Mikel Arteta oder Roberto De Zerbi brächten andere Philosophien mit und würden den Kader wohl umbauen.
- Standardschwäche ohne Vicens – FPL-Besitzer von Dias und Stones sollten aufpassen.
- Guardiolas möglicher Abschied nächsten Sommer könnte einen Kaderumbau einleiten, besonders im Mittelfeld und der Abwehr.
- Citys Transferziele könnten sich von Guardiola-technischen Spielern hin zu direkteren Typen verschieben – bereits sichtbar am Interesse an Nottingham Forests Elliot Anderson.
Wie es weitergeht: Ein Nachfolgeplan zeichnet sich ab
Der Klub wird voraussichtlich innerhalb weniger Wochen einen neuen Standardspezialisten und Co-Trainer verpflichten. Doch der größere Kontext deutet auf einen schrittweisen Übergang weg von Guardiolas Methoden hin. Mit einem Sommerbudget von 300 Millionen Pfund soll City Sportdirektor und Cheftrainer nach einer zukünftigen Vision aussuchen.
Die drängende Frage bleibt: Kann Guardiola sein Team ohne seine treuen Assistenten neu motivieren, oder wird die Saison 2025/26 als Jahr in Erinnerung bleiben, in dem die Dynastie zu bröckeln begann?
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