Ken Bates mit 94 gestorben: Ex-Chelsea- und Leeds United-Besitzer tot

Der frühere Chelsea- und Leeds-United-Besitzer Ken Bates ist im Alter von 94 Jahren gestorben, wie der FC Chelsea am Samstag mitteilte. Der Klub bestätigte die Nachricht in einer Stellungnahme und würdigte den Mann, der die Blues von 1982 bis 2003 besaß.

Bates' Einfluss bei Chelsea

Bates kaufte Chelsea 1982 für nur ein Pfund und rettete den Verein so vor dem finanziellen Ruin. Unter seiner Führung stieg Chelsea in die höchste Spielklasse auf und etablierte sich als feste Größe der Premier League. Er trieb den Ausbau des Stamford-Bridge-Stadions und der Jugendakademie voran.

In seiner 21-jährigen Amtszeit gewann Chelsea 1997 und 2000 den FA Cup, 1998 den Ligapokal und 1998 den Europapokal der Pokalsieger. 2003 verkaufte er den Klub an Roman Abramowitsch – ein Schritt, der Chelsea zu einem globalen Schwergewicht machte.

Übernahme von Leeds United

Nach seinem Abschied von Chelsea erwarb Bates 2005 Leeds United. Seine Zeit an der Elland Road war von finanziellen Schwierigkeiten und einem Punktabzug 2007 nach der Insolvenz geprägt. Unter seiner Führung kehrte Leeds 2010 ins Championship zurück, doch Bates verkaufte den Verein 2012.

Sein Vermächtnis in Leeds bleibt zwiespältig: Manche Fans loben ihn, weil er den Klub vor der Auflösung bewahrte, andere kritisieren seinen Umgang mit den Finanzen.

Reaktionen und Nachrufe

In einer Stellungnahme bezeichnete Chelsea Bates als „wahren Pionier“ und „treibende Kraft“ hinter dem modernen Erfolg des Vereins. Ehemalige Spieler wie John Terry und Frank Lampard würdigten ihn in den sozialen Medien. Terry nannte Bates einen „visionären Anführer“, Lampard beschrieb ihn als „Mann, der mir den Start ermöglichte“.

Auch Leeds United veröffentlichte eine Stellungnahme und sprach der Familie von Bates sein Beileid aus. Der Verein würdigte seine Rolle, den Klub durch eine schwierige Zeit gesteuert zu haben.

Ausblick

Die Familie von Bates bittet um Privatsphäre. Ein Gedenkgottesdienst wird voraussichtlich im Stamford Bridge stattfinden. Sein Tod market das Ende einer Ära im englischen Fußball; viele erinnern sich an seine farbenfrohe Persönlichkeit und entschlossene Führung.

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