Forest plant Mittelfeld-Umbau nach Anderson-Abgang

Nottingham Forest plant nach dem Abgang von Elliot Anderson eine deutliche Umgestaltung des Mittelfelds. Wie aus Berichten hervorgeht, drängt der Klub auf zwei Neuzugänge für die Zentrale, um Nuno Espirito Santos Kader für den Rest der Saison zu verstärken.

Die Nachricht kommt, während Forest weiter um den Klassenerhalt in der Premier League kämpft. Der Klub steht knapp außerhalb der Abstiegszone mit einem schmalen Punktevorsprung. Andersons Weggang hat eine Lücke im Mittelfeld gerissen, die der Verein nun prioritär schließen will.

Wie Andersons Abgang Forests Taktik beeinflusst

Anderson, der im vergangenen Sommer vom Newcastle United kam, war bei Forest als Box-to-Box-Spieler gesetzt. Sein Abgang nimmt Nuno eine dynamische, ballführende Option, die Linien durchbrechen und Umschaltbewegungen einleiten konnte.

Forests Mittelfeld war in dieser Saison eine wechselhafte Angelegenheit. In den letzten Wochen spielte das Team oft mit einer Doppelsechs aus Ryan Yates und Danilo, während Morgan Gibbs-White als Zehner agierte. Diese Formation kämpfte jedoch mit der Konstanz, vor allem gegen pressestarke Gegner. Andersons Energie und Dribbelstärke halfen, Druck zu entlasten – Qualitäten, die dem Kader nun fehlen.

Statistisch gesehen hatte Forest in den letzten fünf Spielen im Schnitt 46 % Ballbesitz und gehört damit zu den ballärmsten Teams der Liga. Besonders Mittelfeldverluste waren ein Problem: Mehrere hochkarätige Chancen entstanden aus Ballverlusten im Zentrum. Die Neuzugänge müssen diese Schwachstelle adressieren.

Transferstrategie: Zwei Mittelfeldspieler gesucht

Die Scouting-Abteilung um Sportdirektor Ross Wilson soll zwei Mittelfeldspieler ins Visier genommen haben. Die genauen Profile sind noch nicht bekannt, doch der Fokus liegt vermutlich auf einem defensiv denkenden Sechser sowie einem offensiveren Spieler, der Andersons kreativen Output ersetzt.

Forest war in den vergangenen Januar-Transferfenstern stets aktiv. In der ersten Premier-League-Saison holte der Klub elf Neue. Diesmal setzt man offenbar auf Qualität statt Quantität: Zwei strategische Verstärkungen sollen gezielt Lücken stopfen.

Finanziell hat Forest etwas Spielraum. Der Anderson-Transfer soll eine stattliche Ablöse eingebracht haben, die nun reinvestiert werden kann. Zudem müssen die „Profitability and Sustainability Rules“ (PSR) beachtet werden, weshalb Zahlungen wohl in Raten oder per Leihe mit Kaufoption strukturiert werden.

Auswirkungen auf den Abstiegskampf

Forest belegt derzeit den 17. Tabellenplatz, punktgleich mit dem 18. Luton Town, aber mit besserer Tordifferenz. In den nächsten sechs Spielen warten Duelle mit den Abstiegskonkurrenten Sheffield United und Burnley – das Januar-Fenster wird daher entscheidend sein.

Bleibt das Mittelfeld unverstärkt, droht Forest in der Schlussphase der Saison verwundbar zu sein. Das Team gewann nur drei der letzten zwölf Ligaspiele und rutschte so in den Abstiegskampf. Mit Anderson fehlt nun eine wichtige Stütze; die verbliebenen Mittelfeldspieler müssen bis zu den Neuzugängen mehr Verantwortung übernehmen.

Gelingt dagegen die doppelte Verstärkung, könnte Stabilität und Kreativität den Aufstieg in der Tabelle bringen. Forests Heimstärke im City Ground war stets ein Trumpf – ein neu belebteres Mittelfeld könnte helfen, wichtige Punkte einzufahren.

Wie geht es weiter für Forest?

Das Transferfenster ist noch bis Ende Januar geöffnet, sodass Forest Zeit hat, seine Ziele zu identifizieren und zu verpflichten. In den kommenden Tagen dürfte es Aktivitäten geben, während der Klub die Suche nach zwei Mittelfeldverstärkungen forciert. Der Erfolg dieser Einkäufe wird wohl mitentscheiden, ob Forest in der Premier League bleibt oder direkt wieder in die Championship absteigt.

Nuno Espirito Santo wird auf schnelle Abschlüsse hoffen, damit die Neuen vor dem entscheidenden Endspurt eingespielt werden können. Der Abstiegskampf wird immer intensiver – jeder Punkt und jeder Neuzugang zählt.

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