Everton jagt Gabriel Jesus – 20-Millionen-Deal?
Everton zeigt offenbar Interesse an einer Verpflichtung von Arsenal-Stürmer Gabriel Jesus. Manager David Moyes will mit dem Brasilianer die anhaltenden Probleme im Angriff lösen, berichtet Football Insider.
Die Toffees tun sich in dieser Saison schwer mit dem Toreschießen. Der 27-Jährige, dessen Marktwert auf rund 20 Millionen Pfund geschätzt wird, ist als Verstärkung für den Merseyside-Klub ins Visier gerückt.
Warum Moyes einen Stürmer braucht
Seit seiner Rückkehr an die Goodison Park hat Moyes zwar taktische Anpassungen vorgenommen, doch das Fehlen eines zuverlässigen Torjägers bleibt ein eklatantes Manko. Everton liegt derzeit auf Platz 16 der Premier League und hat in 28 Spielen nur 27 Tore erzielt – die drittschlechteste Bilanz der Liga.
Dominic Calvert-Lewin kommt in dieser Saison auf lediglich fünf Ligatreffer, und der im Sommer geholte Beto konnte sich nicht als Stammkraft durchsetzen. Zwar haben die Toffees mit Thierno Barry vom FC Villarreal schon einen Stürmer verpflichtet, doch der Ivorer braucht noch Eingewöhnungszeit.
Moyes ist bekannt dafür, seine Mannschaft um einen zentralen Angreifer zu bauen – oft einen Zielspieler oder einen beweglichen Stürmer, der die Spitze belebt. Während seiner ersten Amtszeit bei Everton verließ er sich auf die Physis von Spielern wie Duncan Ferguson oder Romelu Lukaku. Gabriel Jesus ist zwar kein klassischer Mittelstürmer, bietet aber Vielseitigkeit und eine nachgewiesene Qualität in der Premier League.
Gabriel Jesus bei Arsenal
Der 27-Jährige war 2022 für 45 Millionen Pfund von Manchester City zu Arsenal gewechselt. Seitdem absolvierte er 67 Pflichtspiele und erzielte 19 Tore. Doch eine Knieverletzung im November 2024 warf ihn für vier Monate zurück, und unter Mikel Arteta kämpft er um einen Stammplatz.
Da Kai Havertz inzwischen als Arsenals erster Stürmer gesetzt ist und Talente wie Eddie Nketiah und Folarin Balogun Spielzeit fordern, wird Jesus mit einem Abschied vom Emirates in Verbindung gebracht. Arsenal dürfte eine Ablöse von rund 20 Millionen Pfund verlangen – ein deutlicher Abschlag auf die vor drei Jahren gezahlte Summe.
Jesus' Vielseitigkeit ist sein großer Vorteil: Er kann in der gesamten Offensive eingesetzt werden und überzeugt durch Pressing, hohe Arbeitsrate und gutes Kombinationsspiel. Für Everton wäre er eine Alternative zu Calvert-Lewin, der eher als Vollstrecker im Strafraum agiert.
Bedeutung für Fantasy Premier League
Für FPL-Manager könnte ein Wechsel zu Everton Jesus' Fantasy-Potenzial neu entfachen. Aktuell ist er nur bei 3,2 Prozent der Manager im Kader und kommt auf durchschnittlich 3,9 Punkte pro Spiel – auch aufgrund seiner geringen Einsatzzeiten. Sollte er bei Everton die Sturmspitze übernehmen, wäre sein Preis von rund 7,0 Millionen Pfund interessant, besonders mit Blick auf die kommenden Spiele gegen Bournemouth (H), Wolves (A) und Burnley (H).
- Geringe Besitzerquote: Nur 3,2% der FPL-Manager setzen auf Jesus – ein möglicher Differenzialfaktor.
- Preisverfall: Sein aktueller Preis von 6,8 Mio. Pfund spiegelt die mangelnde Spielzeit wider; ein Wechsel könnte ihn steigen lassen.
- Spielplan: Everton hat in den nächsten fünf Spieltagen drei machbare Partien, was seinen Wert steigert.
Was das für Arsenal und Everton bedeutet
Arsenal, im Titelrennen, wird Jesus vermutlich ziehen lassen, wenn ein akzeptables Angebot eingeht. Der Verkauf würde Arteta finanzielle Mittel für Verstärkungen im Mittelfeld oder auf den Flügeln verschaffen, um für die Champions League gerüstet zu sein.
Für Everton wäre die Verpflichtung von Jesus ein klares Statement unter Moyes. Allerdings ist der Deal noch nicht in trockenen Tüchern. Andere Klubs könnten einsteigen, und Jesus' Gehaltsforderungen könnten ein Hindernis darstellen. Die Toffees müssen die finanziellen Fairplay-Regeln beachten; eine Ablöse von 20 Millionen plus hohes Gehalt könnte Abgänge erzwingen.
Historische Parallelen
Everton hat schon oft Spieler wiederbelebt, die bei anderen Klubs aussortiert waren. Das jüngste Beispiel: Dele Alli, der 2022 ausgeliehen wurde – allerdings erfolglos. Gelungener war die Verpflichtung von James Rodriguez 2020, der für Kreativität sorgte, ehe Verletzungen ihn bremsten. Jesus würde hoffen, in die Fußstapfen von Spielern wie Tim Cahill oder Mikel Arteta zu treten, die unter Moyes bei Everton glänzten.
Wie es weitergeht
Im Sommer-Transferfenster dürfte Everton seine Bemühungen verstärken. Football Insider berichtet von ersten Kontakten, Moyes drängt auf eine schnelle Lösung, damit der Spieler in der Vorbereitung integriert werden kann. Arsenal wartet derweil auf weitere Angebote – ein Bieterkampf könnte den Preis in die Höhe treiben. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.
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