Barcelona nimmt Josko Gvardiol für Kader-Umbau ins Visier

Der FC Barcelona hat Manchester City-Verteidiger Josko Gvardiol als Wunschkandidat für das kommende Sommer-Transferfenster ausgemacht, wie Goal.com berichtet. Die Katalanen planen einen großen Umbau in der Abwehr und sehen den kroatischen Nationalspieler als Eckpfeiler ihrer Zukunft.

Der 22-Jährige war im August 2023 für 77 Millionen Pfund von RB Leipzig zu City gewechselt und hat seitdem 34 Pflichtspiele für den englischen Meister absolviert. Trotz seines enormen Talents ist Gvardiol unter Pep Guardiola kein gesetzter Stammspieler – oft rotiert der Coach in seinem System, das taktische Vielseitigkeit fordert.

Gvardiols Rolle bei Manchester City

Seit seiner Ankunft in England spielt Gvardiol meist als Linksverteidiger oder linker Innenverteidiger in Guardiolas flexibler Formation. Die Anpassung an die Premier League verlief solide, aber nicht ohne Hürden. Zwar passen sein Spielaufbau und seine Ballruhe zu Citys Philosophie, doch defensive Aussetzer brachten ihn in wichtigen Spielen schon in Bedrängnis.

In dieser Saison stand Gvardiol in 18 von 23 Premier-League-Partien in der Startelf und erzielte ein Tor und zwei Vorlagen. Seine Passquote von 91,3 Prozent gehört zu den besten im Kader, aber nur 58 Prozent seiner Zweikämpfe gewann er – eine Quote, die Guardiolas anspruchsvollem System langfristig nicht genügen dürfte.

Hinzu kommt die Defensivtiefe von City: Mit Ruben Dias, John Stones, Manuel Akanji und Nathan Ake ist die Konkurrenz groß. Barças Interesse könnte für beide Seiten zum richtigen Zeitpunkt kommen.

Auswirkungen auf Barcelona und die Premier League

Für Barcelona wäre die Verpflichtung Gvardiols ein klares Zeichen. Der Klub kämpft seit Jahren mit finanziellen Problemen, doch Präsident Joan Laporta hat für den Sommer aggressive Investitionen angekündigt. Ein junger, linker Top-Verteidiger passt perfekt in das Profil der Spieler, die das Team für die nächste Dekade führen sollen.

In der Liga steht Barcas Abwehr solide, aber nicht überragend da: 22 Gegentore in 23 Spielen – damit liegt man hinter Real Madrid. Gvardiol würde Konkurrenz für Jules Koundé, Ronald Araújo und Andreas Christensen bedeuten und zudem taktische Flexibilität für eine Dreier- oder Viererkette bieten.

Für Manchester City wäre ein Abgang Gvardiols ein Verlust an Tiefe, aber keine Krise. Der Klub hat mehrere Innenverteidiger-Optionen und könnte die Ablöse in andere Ziele investieren. Allerdings wäre der Verkauf eines Spielers, für den man eine Rekordsumme für einen Verteidiger zahlte, heikel – zumal Konkurrenten Arsenal und Chelsea sich verstärken.

  • Barcelona braucht dringend einen linken Innenverteidiger – Gvardiol ist die Idealbesetzung.
  • City muss nicht verkaufen, aber Spielerwille und ein gutes Angebot könnten die Lage ändern.
  • Die Ablöse könnte bei über 80 Millionen Pfund liegen, da Gvardiols Vertrag bis 2028 läuft.

Ausblick: Ein Sommertransfer bahnt sich an

Die kommenden Wochen werden entscheidend. Barcelona muss zuerst Financial Fairplay-Probleme lösen, bevor ein Angebot kommt. City wird jeden Vorstoß abwehren, bis ein strukturiertes Angebot vorliegt. Falls Gvardiol einen Wechsel wünscht, wird Guardiola ihm wohl keinen Stein in den Weg legen.

Vorerst bleibt der Kroate ein City-Spieler, doch Barças Interesse zeigt, dass der Umbau Fahrt aufnimmt. Die Premier League wird genau verfolgen, wie einer ihrer vielversprechendsten Verteidiger seine Zukunft in Spanien plant.

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