WM-Folgen: Welche Premier-League-Klubs am stärksten betroffen sind
Die WM 2022 in Katar ist beendet, doch für die Klubs der Premier League beginnen die Auswirkungen erst richtig. Während sich die Teams zur Vorbereitung versammeln, müssen einige Vereine Spieler managen, die tief ins Turnier eingestiegen sind – mit Folgen für Erschöpfung, Verletzungen und knappe Vorbereitungszeit.
Insbesondere der FC Arsenal scheint am stärksten betroffen. Gleich mehrere Leistungsträger waren in Katar stark gefordert. Trainer Mikel Arteta steht vor einer schwierigen Aufgabe, damit seine Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte stark startet.
Warum Arsenal besonders hart getroffen wird
Arsenal schickte mehrere Stammspieler zur WM, von denen viele viel Spielzeit bekamen. Bukayo Saka und Aaron Ramsdale waren für England unverzichtbar, Gabriel Jesus spielte für Brasilien, bis ihn eine Verletzung stoppte. Auch Granit Xhaka und Thomas Partey vertraten ihre Nationen, wobei Partey durch Ghanas Vorrundenaus etwas mehr Pause hatte.
Die kumulative Belastung dieser Spieler bedeutet, dass Arteta nur wenig Zeit mit ihnen in der Vorbereitung hat. Arsenals straffer Spielplan mit Europa League setzt Fitness und Rotation voraus.
Taktisch betrachtet basiert Arsenals Pressing auf Energie und Abstimmung. Spieler wie Saka und Xhaka sind in beide Phasen eingebunden. Kehren sie erschöpft oder mit kleineren Blessuren zurück, muss Arteta möglicherweise umstellen oder mehr auf Ersatzleute setzen als geplant.
- Arsenals WM-Fahrer kamen in Katar auf insgesamt über 1.500 Spielminuten.
- Fünf Arsenal-Spieler erreichten das Viertelfinale oder standen noch tiefer im Turnier, was die Erholungszeit verkürzte.
- Gabriel Jesus zog sich eine Knieverletzung zu, die ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzt.
Auswirkungen auf den Premier-League-Titelkampf
Die WM könnte den Titelkampf neu gestalten. Arsenal führt die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung vor Manchester City an. Doch auch Pep Guardiolas Team hatte viele WM-Fahrer, etwa Julián Álvarez, der mit Argentinien triumphierte.
Die Geschichte zeigt: Nach der WM 2014 schnitten Teams mit weniger Turnierbelastung oft besser ab. Damals profitierten Chelsea und Manchester City im Vergleich zu Arsenal und Liverpool.
Für Arsenal wird es entscheidend sein, taktische Kohärenz zu bewahren und die Minuten zu managen. Wie Arteta wechselt und im Pokal rotiert, könnte ausschlaggebend sein. Fallen seine Schlüsselspieler in ein WM-Tief, kann die Spitze schnell schmelzen.
Fantasy-Manager sollten beachten: Arsenal-Akteure könnten anfangs rotiert werden. Bukayo Saka (aktuell 8,6 Mio., 42 % Besitz) könnte zunächst weniger Spielzeit bekommen, Gabriel Martinelli (21 % Besitz) bietet vielleicht kurzfristig mehr Wert.
Wie es für Arsenal und andere Klubs weitergeht
Direkt nach dem Restart wartet auf Arsenal das Nord-London-Derby gegen Tottenham. Arteta muss seine Rückkehrer integrieren, ohne den Lauf zu bremsen. Die medizinische Abteilung wird die Belastung genau überwachen, und die Entscheidung über einen Ersatz für Gabriel Jesus dürfte die Januar-Transfers prägen.
Auch andere Klubs wie Manchester City und Liverpool haben Sorgen, doch Arsenals starke Abhängigkeit von einer Kerngruppe macht sie besonders verletzlich. Die nächsten vier Wochen werden zeigen, ob die WM tiefe Narben hinterlässt oder ob Artetas Kaderbreite ausreicht.
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