WM 2026: Die Topfavoriten auf den Titel in Nordamerika
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 rückt näher, und das Bild ist jetzt klar: Alle 48 Teams sind bestätigt, die endgültigen Kader wurden am 2. Juni von der FIFA veröffentlicht, und das Turnier wird vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Mit dem erweiterten Format ist das Rennen um die Trophäe weit offen, aber einige Nationen stechen als Favoriten hervor.
Die traditionellen Schwergewichte
Argentinien geht als Titelverteidiger ins Rennen, nachdem es 2022 in Katar den Pokal geholt hat. Der Kern der Mannschaft ist intakt, Lionel Messi zieht mit 38 Jahren immer noch die Fäden, obwohl viel von seiner Fitness abhängt. Die Tiefe des Kaders mit Enzo Fernández und Julián Álvarez macht sie zu einer beeindruckenden Macht. Brasilien, immer Favorit, verfügt über eine Fülle von Angriffstalenten wie Vinícius Jr. und Rodrygo. Unter Trainer Dorival Júnior haben sie defensive Stabilität gezeigt, ohne ihren Schwung zu verlieren. Frankreich, Vizeweltmeister von 2022, bleibt eine Hochburg. Kylian Mbappé führt einen Kader an, der vor Tempo und technischem Können nur so strotzt, wobei die Verletzungen im Mittelfeld ein Problem sind.
England, Halbfinalist 2018 und Viertelfinalist 2022, hat eine goldene Generation. Mit Jude Bellingham, Harry Kane und Phil Foden ist ihre Angriffskraft unübertroffen. Defensive Verletzungen könnten jedoch eine Schwachstelle sein. Deutschland, nach dem frühen Aus 2018 und 2022, hat sich unter Julian Nagelsmann neu aufgebaut. Talente wie Jamal Musiala und Florian Wirtz bringen Kreativität, aber die mangelnde Erfahrung auf höchstem Niveau könnte sich bemerkbar machen.
Aufstrebende Bedrohungen
Spanien bleibt mit seinem ballbesitzorientierten Stil ein Kandidat. Pedri und Gavi orchestrieren das Mittelfeld, während Lamine Yamal für Flair sorgt. Das Fehlen eines knipsenden Stürmers könnte sie behindern. Portugal hat trotz des gealterten Cristiano Ronaldo Tiefe durch Bruno Fernandes, Bernardo Silva und Rafael Leão. Belgiens goldene Generation lässt nach, ist aber mit Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku immer noch gefährlich. Marokko, Halbfinalist 2022, könnte seinen Lauf mit einer soliden Abwehr und schnellen Umschaltbewegungen wiederholen.
Die Niederlande haben unter Ronald Koeman einen ausgewogenen Kader mit Virgil van Dijk in der Abwehr und Memphis Depay im Sturm. Kroatien, mit dem 40-jährigen Luka Modrić, setzt auf Mittelfeldkontrolle, aber es fehlt vielleicht an Durchschlagskraft. Uruguay ist mit Marcelo Bielsas intensivem Pressing ein Geheimfavorit. Darwin Núñez und Federico Valverde bringen Dynamik.
Gastgeber und Geheimfavoriten
Die USA hoffen als Co-Gastgeber auf den Heimvorteil. Angeführt von Christian Pulisic und Weston McKennie haben sie durch die jüngsten Copa-América-Auftritte Schwung. Kanada, der erste Auftritt seit 1986, verlässt sich auf Alphonso Davies und Jonathan David. Mexiko könnte mit Erfahrung und Heimunterstützung überraschen.
Andere Teams wie Japan, Senegal und Ghana haben Qualität, aber keine Turniererfahrung. Das erweiterte 48-Team-Format bringt mehr Variabilität und könnte Außenseitern tiefere Läufe ermöglichen. Mit drei Gastgebern werden Reisen und Klima eine Rolle spielen.
Was die Statistiken sagen
Die letzten Ausgaben zeigen eine Dominanz von Europa und Südamerika: Die letzten acht Sieger kommen von diesen Kontinenten. Seit 2006 hat kein europäisches Team außerhalb Europas gewonnen, während südamerikanische Teams drei der letzten fünf gewonnen haben. Die Austragung in Nordamerika 2026 könnte die Muster verschieben. Wettmärkte führen derzeit Brasilien, Frankreich und Argentinien als gemeinsame Favoriten, dicht gefolgt von England und Deutschland.
Entscheidende Faktoren werden die Kaderbreite aufgrund von fünf Auswechslungen pro Spiel und der erweiterten Bank sein. Teams mit starken Kadern wie Frankreich und England könnten profitieren. Die Gruppenphase mit 16 Dreiergruppen bedeutet nur zwei Spiele zum Weiterkommen, was den Spielraum für Fehler verringert.
Fazit
Die WM 2026 verspricht ein packendes Turnier. Argentinien will verteidigen, Brasilien sucht Erlösung, und England jagt den ersten Titel seit 1966. Die Gastgeber werden gefährlich sein, und Geheimfavoriten könnten auftauchen. Mit den endgültigen Kadern ist die Bühne für ein spektakuläres Turnier in Nordamerika bereitet.
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