Silva verlässt Craven Cottage im Sommer
Marco Silva wird den FC Fulham am Saisonende nach Vertragsablauf verlassen. Der portugiesische Trainer wird stark mit einer Rückkehr in die Heimat in Verbindung gebracht – Benfica soll ihn als neuen Chefcoach verpflichten wollen.
Hintergrund: Erfolgreiche Amtszeit vorzeitig beendet
Silva übernahm Fulham im Juli 2021 und führte den Klub von der Championship zurück in die Premier League. In seiner ersten Saison holte er mit 90 Punkten den Meistertitel in der zweiten Liga und den sofortigen Aufstieg. Es folgten ein zehnter und ein dreizehnter Platz in der Top League. Aktuell rangiert Fulham nach 35 Spielen mit 44 Punkten auf Rang zwölf.
Unter Silva setzte Fulham auf organisiertes Pressing und schnelle Umschaltmomente. Sein bevorzugtes 4-2-3-1-System sorgte für eine solide Defensive, erlaubte aber auch Kreativspielern wie Andreas Pereira und Willian Entfaltungsfreiheit. Allerdings offenbarte die Mannschaft vor dem Tor oft Schwächen – nur 46 Saisontore sind der zweitschwächste Wert der unteren Tabellenhälfte.
Silvas Bilanz bei Fulham: 157 Pflichtspiele, 68 Siege, 33 Unentschieden, 56 Niederlagen – eine Erfolgsquote von 43,3 Prozent. Sein Abschied hinterlässt eine große Lücke, zumal der Klub innerhalb von fünf Jahren den vierten festen Trainer suchen muss.
Auswirkungen auf Fulham und Benfica
Für Fulham bedeutet Silvas Abgang einen herben Kontinuitätsverlust. Der Klub muss nun einen Nachfolger finden, der den Premier-League-Status halten und auf Silvas Arbeit aufbauen kann. Kandidaten sind unter anderem Ex-Wolves-Trainer Julen Lopetegui und der ehemalige Chelsea-Coach Graham Potter.
Benfica dagegen sieht in Silva den Wunschkandidaten für die Nachfolge von Roger Schmidt, der trotz des Meistertitels in der Vorsaison unter Druck steht. Silva kennt den portugiesischen Fußball in- und auswendig – er trainierte bereits Estoril, Sporting Lissabon und Porto. Mit Sporting gewann er 2020/21 die Primeira Liga, was seinen Ruf untermauert.
Das Timing ist entscheidend: Benfica liegt aktuell auf Rang zwei der Primeira Liga, drei Punkte hinter Spitzenreiter Porto bei noch zwei ausstehenden Spielen. Je früher Silva verpflichtet wird, desto besser kann der Klub den Sommer-Umbau planen – möglicherweise mit Spielern von Fulham oder anderen Portugal-Profis, die der Trainer kennt.
Ausblick: Sommerlicher Umbau in West-London
Fulham muss zügig einen neuen Trainer präsentieren, bevor das Transferfenster öffnet. Die Transferstrategie könnte sich je nach Philosophie des neuen Coaches ändern. Leistungsträger wie João Palhinha und Antonee Robinson könnten bei Interesse abgegeben werden, Silvas Abschied könnte einen Mini-Exodus auslösen.
Für Benfica wäre Silvas Verpflichtung ein Statement: Die Rückkehr zur nationalen Dominanz und bessere europäische Auftritte sind das Ziel. Die Fans erwarten offensiven Fußball, wie Silva ihn in Sporting und in guten Phasen bei Fulham spielen ließ.
Nachdem Silvas Vertragsende nun bestätigt ist, werden die nächsten Wochen für beide Klubs wegweisend sein. Fulham steht vor dem Neuaufbau ohne den Trainer, der die Premier-League-Zugehörigkeit wiederherstellte. Benfica hofft auf einen erfolgsverwöhnten Coach, der den Klub nach vorne bringt.
Verwandte Artikel
Eingeordnet unter: Trainer-News | LA Premier League Home