Das Premier-League-Spiel am Montagabend zwischen Everton und Manchester City endete mit einem 2:1-Sieg für die Toffees, aber das Spiel wurde von einem umstrittenen Tor überschattet, das die Debatte über die Abseitsregel neu entfacht hat. Everton-Stürmer Thierno Barry erzielte das vermeintliche Siegtor, nachdem er einen Pass von Manchester City-Verteidiger Marc Guehi erhalten hatte, der zu diesem Zeitpunkt im Abseits stand. Das Tor zählte, und die Entscheidung hat Fans und Experten gespalten.

Der Vorfall

In der 67. Minute, bei einem Spielstand von 1:1, versuchte Manchester City, von hinten heraus zu spielen. Ein ungenauer Pass aus dem Mittelfeld von City wurde von Evertons Dominic Calvert-Lewin abgefangen, der den Ball sofort nach vorne spielte. Marc Guehi, der sich in eine Abseitsposition begeben hatte, fing den für Barry bestimmten Pass ab. Anstatt zu schießen, legte Guehi den Ball jedoch versehentlich für Barry auf, der sich in einer regulären Position befand und einschob. Der Assistent ließ die Fahne unten, und nach einer kurzen VAR-Überprüfung wurde das Tor gegeben.

Ist die Regel fair?

Laut den Spielregeln wird ein Spieler in einer Abseitsposition nur bestraft, wenn er aktiv ins Spiel eingreift. Der entscheidende Begriff ist „Eingreifen in das Spiel eines Gegners“ oder „Vorteil aus dieser Position ziehen“. In diesem Fall hat Guehi den Ball nicht mit der Absicht berührt, ihn zu spielen; vielmehr versuchte er, ihn zu vermeiden. Allerdings täuschte seine Bewegung und Position die Everton-Abwehr. Viele argumentieren, dass Guehi einen Vorteil aus dem Abseits gezogen hat, da er schneller reagieren konnte als jeder andere Spieler in regulärer Position. Andere behaupten, dass das Tor zählen sollte, weil er den Ball nicht absichtlich gespielt hat. Der Vorfall hat erneut die Grauzonen der Abseitsregel aufgezeigt.

Andere wichtige Entscheidungen

Das Spiel enthielt auch mehrere andere strittige Momente. In der ersten Halbzeit wurde Manchester City ein Tor wegen einer knappen Abseitsstellung von Erling Haaland aberkannt, was nach einer langen VAR-Überprüfung bestätigt wurde. Später wurde Everton ein Elfmeter verweigert, als ein City-Verteidiger den Ball im Strafraum mit der Hand berührte, der Schiedsrichter dies jedoch als unbeabsichtigt einstufte. Diese Entscheidungen haben die Frustration für beide Fangruppen erhöht.

Expertenanalyse

Der ehemalige Premier-League-Schiedsrichter Mark Clattenburg äußerte sich zum Guehi-Vorfall: „Nach dem Buchstaben des Gesetzes ist es ein Tor. Guehi hat den Ball nicht absichtlich gespielt, und Barry war nicht im Abseits. Allerdings wird der Geist des Gesetzes in Frage gestellt. Es ist eine Situation, in der vielleicht der gesunde Menschenverstand hätte walten sollen, aber die Regeln sind klar.“ Experten haben eine Überprüfung der Abseitsregel gefordert, um solche kontroversen Tore in Zukunft zu verhindern.

Ausblick

Evertons Sieg bringt sie auf den 10. Platz, während Manchester City auf den 4. Platz abrutscht und eine Gelegenheit verpasst, den Abstand zum Spitzenreiter Arsenal zu verringern. Das Ergebnis hat erhebliche Auswirkungen auf den Titelkampf und den Abstiegskampf. Was die Abseitsdebatte betrifft, so wird sie in den kommenden Tagen sicherlich weitergehen, wobei Fans und Analysten gleichermaßen Klarheit von den Fußballbehörden fordern.

Was denkst du? Sollte Guehis Position als Vorteil betrachtet werden? Lass es uns in den Kommentaren unten wissen.