Palace steigt ins Rennen um PSG-Stürmer ein
Crystal Palace ist einer mehrerer Klubs, die PSG-Stürmer Randal Kolo Muani beobachten. Berichten zufolge sind die Ligue-1-Meister bei einer Ablöse von rund 40 Millionen Euro (33 Mio. Pfund) gesprächsbereit. Der 26-jährige französische Nationalspieler kommt unter Luis Enrique nur selten zum Zug, weshalb PSG über einen Verkauf nachdenkt.
Palace hat intern Interesse signalisiert, aber noch kein offizielles Angebot abgegeben. Die Eagles suchen nach Verstärkung für die Offensive, nachdem die erste Saisonhälfte durchwachsen war und Jean-Philippe Mateta den Großteil der Tore erzielte.
Kolo Muanis Saison bisher
Kolo Muani absolvierte 14 Ligue-1-Einsätze in dieser Spielzeit, erzielte zwei Tore und bereitete eines vor. In allen Wettbewerben kommt er auf vier Tore und drei Vorlagen in 22 Partien. Das ist ein deutlicher Rückgang zu seiner 2022/23er-Saison bei Eintracht Frankfurt, als er 15 Bundesliga-Tore und 11 Vorlagen beisteuerte – Grundlage für seinen 75-Millionen-Wechsel zu PSG im vergangenen Sommer.
In der Champions League wurde Kolo Muani meist nur eingewechselt und kam in der Gruppenphase auf durchschnittlich 38 Minuten pro Einsatz. Das Fehlen einer festen Rolle in PSGs flexiblem System – oft als falscher Neuner oder linker Flügel eingesetzt – bremste seine Produktivität. Dennoch bleiben sein körperliches Profil und sein Pressing für Premier-League-Klubs attraktiv.
Taktische Passform in Selhurst Park
Oliver Glasners Crystal Palace agiert meist im 3-4-2-1-System mit Mateta als einziger Spitze. Kolo Muani böte eine Alternative: Er kann in der gesamten Offensive spielen, auf die Flügel ausweichen oder als zweiter Stürmer agieren. Seine Schnelligkeit im Umschaltspiel und sein hohes Pressing könnten Palaces Konterstil zugutekommen, vor allem gegen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte.
Palace ist in dieser Saison stark bei Standards: Neun Tore nach ruhenden Bällen bedeuten den viertbesten Wert der Liga. Ein Stürmer mit Kolo Muanis Kopfballstärke (82. Perzentil bei Kopfballtoren unter Stürmern in Europas Top-5-Ligen) könnte diese Gefahr weiter erhöhen.
Transfer-Hintergrund
PSGs Bereitschaft, Kolo Muani für 40 Mio. Euro abzugeben, entspricht einem deutlichen Abschlag von den 75 Mio. Euro, die sie an Frankfurt zahlten. Der Preisverfall von 35 Mio. Euro spiegelt seinen verminderten Stellenwert wider. Für Palace wäre eine solche Ablöse ein Klubrekord und würde die 30 Mio. Pfund für Eberechi Eze (2023) übertreffen.
- 40-Millionen-Forderung würde Palaces Transferrekord von 30 Mio. Pfund (34 Mio. Euro) sprengen
- Kolo Muani erzielte in zwei Bundesliga-Saisons 23 Tore, bevor er zu PSG wechselte
- Er gehörte zum französischen WM-Kader 2022 und stand im Finale in der Startelf
Fantasy Premier League (FPL)
Bei einem möglichen Preis von rund 7,0-7,5 Mio. Pfund als Neuzugang bei Palace wäre Kolo Muani eine attraktive Option im FPL-Mittelfeld. Palace hat nach dem 25. Spieltag günstige Partien, darunter vier Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte in sechs Spielen. Seine Besitzerquote wäre anfangs niedrig, was Differenzialpotenzial für Manager bietet, die einen günstigen Stürmer mit Perspektive suchen.
Konkurrenz und Wahrscheinlichkeit
Palace ist nicht allein im Rennen: Mehrere Serie-A-Klubs wie Juventus und AC Mailand werden mit Kolo Muani in Verbindung gebracht, auch Borussia Dortmund beobachtet die Situation. Allerdings könnte die Finanzkraft der Premier League Palace einen Vorteil verschaffen, falls sie PSGs Preisvorstellung erfüllen. Glasners persönliche Beziehung zum Spieler aus gemeinsamen Bundesliga-Zeiten könnte ebenfalls helfen.
Ein Deal ist nicht unmittelbar bevorstehend, Palace wird vor einer Entscheidung noch andere Optionen prüfen. Bei nur noch sieben Tagen im Winterfenster wird die Zeit knapp. Sollte der Transfer zustande kommen, wäre das ein Signal von Palaces Ambitionen für eine Top-Ten-Platzierung – derzeit rangiert man auf Rang 14, sechs Punkte vor dem Tabellen-18. FC Everton.
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