Arsenal plant 60-Millionen-Offerte für Aston Villa-Verteidiger Ezri Konsa

Arsenal bereitet offenbar ein formelles Angebot für Aston Villa-Innenverteidiger Ezri Konsa vor. Der Premier-League-Spitzenreiter fürchtet, wegen einer Verletzung monatelang auf William Saliba verzichten zu müssen.

Abwehr gerät unter Druck

Saliba war in dieser Saison ein Eckpfeiler der Arsenal-Defensive und stand bis auf ein Spiel in der Startelf. Sein möglicher Ausfall hinterlässt eine große Lücke in der Innenverteidigung von Mikel Arteta. Im verschärften Titelrennen will der Klub daher schnell nachlegen.

Konsa, 26, hat sich bei Villa als konstanter Leistungsträger etabliert. Der englische Nationalspieler kam in dieser Spielzeit zu 21 Pflichtspieleinsätzen und trug maßgeblich zur starken Defensivbilanz bei. Seine Fähigkeit, in einer hohen Kette zu spielen, und seine Ballruhe machen ihn zu einem attraktiven Kandidaten für Artetas System.

Bereits zuvor mussten die Gunners den langwierigen Ausfall von Jurrien Timber verkraften. Gabriel Magalhaes bildete meist die Innenverteidigung mit Saliba, dahinter behalf Arteta mit Benjamin White als Notnagel. Jakub Kiwior und Rob Holding bieten weitere Alternativen, galten aber bislang nicht als Dauerlösung.

Transfermarkt-Dynamik

Die gemeldete Ablöse von 60 Millionen Pfund (rund 70 Millionen Euro) wäre eine erhebliche Investition für Arsenal, das in den vergangenen Fenstern bereits viel Geld ausgegeben hat. Die Klubführung betrachtet die Ausgabe jedoch als notwendig, um den Titelkampf aufrechtzuerhalten. Konsas Vertrag in Birmingham läuft bis 2028, was Villa eine starke Verhandlungsposition verschafft.

Aston Villa steht unter keinem Druck, seinen Starverteidiger im Winter abzugeben. Unai Emerys Team kämpft um die europäischen Plätze und schätzt Konsa sehr. Jeder Deal würde daher eine ordentliche Prämie erfordern, um Villa zum Verkauf zu bewegen.

Vergleiche lassen sich zu Arsenals Verpflichtung von Jakub Kiwior im Januar 2023 ziehen, der für rund 20 Millionen Pfund von Spezia kam und als Zukunftsoption galt. Konsa hingegen wäre eine sofortige Verstärkung, was die gestiegenen Erwartungen in dieser Saison widerspiegelt.

Auswirkungen auf Arsenals Saison

Arsenal führt die Tabelle der Premier League an, zwei Punkte vor Manchester City bei einem Spiel weniger. Die Defensive war die beste der Liga – nur 22 Gegentore in 24 Spielen. Der Verlust von Saliba würde die Tiefe des Kaders auf eine harte Probe stellen.

Konsas Verpflichtung würde Arteta einen gleichwertigen Ersatz bieten. Er ist ballsicher – 89,1 % Passquote in dieser Saison – und stark bei Abfang- und Klärungsaktionen. Sein Zusammenspiel mit Gabriel könnte nahtlos in Arsenals Pressingstil integriert werden.

Aus Fantasy-Premier-League-Sicht ist Konsa derzeit nur bei 2,1 % der Manager im Kader. Ein Wechsel zu Arsenal ließe diese Zahl rapide steigen. Seine Ablöse von 60 Millionen Pfund würde wohl in einem FPL-Wert von rund 5,5 Millionen Pfund resultieren, was ihn zu einer budgetfreundlichen Option für Arsenals Defensivabdeckung macht.

Wie es für alle Beteiligten weitergeht

Arsenal wird in den kommenden Tagen voraussichtlich formelle Verhandlungen aufnehmen. Die Klubführung um Sportdirektor Edu muss schnell handeln, um Konsa noch vor Transferschluss zu verpflichten. Aston Villa wiederum muss das Angebot gegen eigene Ambitionen abwägen.

Für Konsa wäre der Wechsel die Chance, um den Premier-League-Titel mitzuspielen und sich als Stammkraft in der englischen Nationalmannschaft zu etablieren. Die Perspektive, unter Arteta zu arbeiten, der bereits viele Verteidiger verbessert hat, dürfte verlockend sein.

Sollte Arsenal seinen Wunschkandidaten nicht bekommen, sind die Alternativen im Januarfenster begrenzt. Der Klub müsste dann auf interne Lösungen setzen oder nach Leihoptionen für erfahrene Innenverteidiger in Europa Ausschau halten. Die nächsten Wochen werden entscheidend für den Ausgang des Titelrennens sein.

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