Wann wird Manchester City für die 115 Anklagen bestraft?

Kaum eine Story in der Premier-League-Geschichte hat so viel Diskussion ausgelöst wie die Finanzvorwürfe gegen Manchester City. Seit die Premier League im Februar 2023 bekannt gab, dass City 115 Verstöße gegen ihre Finanzregeln vorgeworfen werden, wartet die Fußballwelt auf eine Lösung. Fast zwei Jahre später ist der Fall immer noch ungelöst, und es wird über mögliche Sanktionen und Zeitpläne spekuliert.

Die Anklagen beziehen sich auf angebliche Regelverstöße in neun Spielzeiten von 2009/10 bis 2017/18. Dazu gehören Vorwürfe der Falschdarstellung von Finanzinformationen, der Nichtoffenlegung von Spieler- und Trainergehältern sowie der Nichteinhaltung der Financial Fair Play-Regularien der UEFA. City hat stets alle Vorwürfe bestritten und mit den Ermittlungen kooperiert.

Der Zeitplan bisher

Die Premier League verwies City im Februar 2023 an eine unabhängige Kommission. Seitdem bereiten beide Seiten ihre rechtlichen Argumente vor. Eine erste Anhörung fand Mitte 2023 statt, doch die Hauptverhandlung steht noch aus. Quellen deuten darauf hin, dass die Kommission Anfang 2025 zusammentreten könnte, ein offizielles Datum steht aber noch nicht fest.

Wenn die Anhörung 2025 stattfindet, könnte ein Urteil frühestens 2026 fallen. Berufungen könnten das Verfahren weiter verlängern. Vergleichbare Fälle, etwa der von Everton wegen Verstoßes gegen die Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln, wurden schneller gelöst. Citys Fall ist jedoch aufgrund der Anzahl und Art der Anklagen weitaus komplexer.

Mögliche Strafen

Der unabhängigen Kommission steht ein breites Spektrum an Sanktionen zur Verfügung: von Geldstrafen und Transferverboten über Punktabzüge bis hin zum Ausschluss aus der Premier League. Ein Punktabzug wäre die härteste Strafe und könnte Citys jüngste Titelgewinne sowie künftige Platzierungen betreffen. Allerdings würde eine Strafe wohl für die laufende oder künftige Spielzeiten verhängt, nicht rückwirkend.

Citys starkes Anwaltsteam hat bereits 2020 erfolgreich den UEFA-FFP-Fall abgewehrt, als der Internationale Sportgerichtshof CAS ein zweijähriges Europapokalverbot aufhob. Dieses Präzedenzfall deutet darauf hin, dass City alle Anklagen energisch bekämpfen wird, eine schnelle Lösung ist daher unwahrscheinlich.

Auswirkungen auf den Premier-League-Titelkampf

Die Unsicherheit über den Fall könnte Citys Leistung beeinflussen. Der Klub hat vier Meistertitel in Folge gewonnen, doch die laufenden Ermittlungen sind eine Ablenkung. Rivalen wie Arsenal und Liverpool könnten hoffen, dass ein künftiger Punktabzug Titelrennen nachträglich verändert. Aber nichts ist sicher, bis die Kommission entscheidet.

  • City hat in sechs der letzten sieben Spielzeiten die Premier League gewonnen.
  • Ein Punktabzug würde wohl in der Saison des Urteils wirksam.
  • Andere Klubs fordern eine schnelle Lösung, um den Wettbewerb fair zu halten.

Wie geht es weiter?

Die Fußballwelt wartet auf einen verbindlichen Zeitplan der Premier League. Auch wenn noch kein Anhörungstermin feststeht, wird der Fall 2025 die Schlagzeilen dominieren. Das Urteil könnte Citys Vermächtnis neu definieren und das Kräfteverhältnis im englischen Fußball verändern. Bis dahin ruhen alle Blicke auf der unabhängigen Kommission.

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