Spanien als Europameister am Start

Spanien geht als einer der vielversprechendsten Kandidaten in die WM 2026. La Roja ist amtierender Europameister – der Titel wurde 2024 geholt. Zudem stand das Team im Finale der UEFA Nations League 2024/25, verlor dort aber im Elfmeterschießen.

Form und Entwicklung

Diese spanische Mannschaft vereint jugendliche Unbekümmertheit mit Turniererfahrung. Der EM-Triumph 2024 war geprägt von einem 2:1-Finalsieg gegen England. In der Nations League schaltete Spanien Italien und die Niederlande aus, ehe es im Finale gegen Frankreich unterlag.

Unter Cheftrainer Luis de la Fuente hat Spanien einen direkteren Spielstil entwickelt, ohne die ballbesitzorientierten Prinzipien aufzugeben. Bei der EM 2024 kam das Team auf durchschnittlich 62 Prozent Ballbesitz und 2,3 Großchancen pro Spiel.

Zu den Schlüsselspielern zählen die Flügelstürmer Lamine Yamal und Nico Williams, die sich zu entscheidenden Akteuren entwickelten. Yamal wurde mit 16 Jahren zum jüngsten Spieler, der je in einem EM-Finale eingesetzt wurde.

Einordnung und Analyse

Spaniens Form gegen Top-Teams wird genau beäugt. Die Niederlage im Nations-League-Finale und das Unentschieden gegen Brasilien im Testspiel geben Anlass zur Skepsis. Allerdings zeigen Pflichtspielsiege gegen Italien und Kroatien, dass die Mannschaft auf höchstem Niveau bestehen kann.

  • Spanien gewann sieben der letzten elf Pflichtspiele seit der EM 2024.
  • Dabei blieb das Team fünfmal ohne Gegentor – Zeichen defensiver Stabilität.
  • Die Kaderbreite umfasst aufstrebende Talente wie Gavi und Pedri, die beide nach Verletzungen zurückkehren.

taktisch setzt Spanien auf hohes Pressing und schnelle Umschaltbewegungen. Die Außenverteidiger rücken weit auf, was die Innenverteidiger bei Kontern exponiert. Dieses Risiko-belohnungs-Spiel brachte den EM-Titel, wurde aber von Frankreichs Tempo im Nations-League-Finale bestraft.

Wie geht es weiter für La Roja?

Spanien eröffnet die WM-Gruppenphase gegen einen noch zu bestimmenden Gegner. Die Gruppenspiele werden zeigen, ob das Team tief stehende Abwehrreihen knacken und die Rotation bei einem Winterturnier managen kann. Im K.o.-System könnte es früh zu Duellen mit Deutschland oder Brasilien kommen. De la Fuente muss die Integration junger Talente mit der Erfahrung von Veteranen wie Rodri und Álvaro Morata ausbalancieren. Ein zweiter WM-Titel würde diese Generation in eine Reihe mit den Champions von 2010 stellen.

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