Rosenior: Aufstieg gibt mir Recht
Liam Rosenior hat eingeräumt, dass der Aufstieg mit Hull City in die Premier League seinen umstrittenen Abschied von Chelsea rechtfertigt. Der 40-Jährige gestand gegenüber Hull Live, dass die erneute Zusammenarbeit mit Besitzer Acun Ilicali die perfekte Plattform für seine Trainerambitionen bot.
Warum Rosenior Chelsea für Hull City verließ
Rosenior verließ Stamford Bridge im Juni 2024 nach zwei Jahren als Co-Trainer. Bei Chelsea arbeitete er unter Mauricio Pochettino und half dem Klub, in der Saison 2023/24 einen Top-4-Platz zu erreichen. Trotz des Prestiges strebte Rosenior eine Cheftrainer-Rolle an.
Hull City, damals in der Championship, bot ihm diese Gelegenheit. Ilicalis ambitioniertes Projekt – unterstützt durch erhebliche Investitionen – überzeugte Rosenior, eine Liga tiefer zu gehen. Die Tigers beendeten seine erste Saison auf Platz 7 und verpassten knapp die Playoffs.
In dieser Saison stürmte Hull direkt auf Platz 2 und sicherte sich den Aufstieg. Mit 89 Punkten im März war Roseniors intensives Pressing-System mit durchschnittlich 15,2 Pressing-Aktionen pro Defensivaktion für die meisten Zweitliga-Abwehrreihen zu stark.
Die Rückkehr zu Acun Ilicali: Gemeinsame Philosophie
Rosenior hob Ilicalis unerschütterliche Unterstützung als entscheidend hervor. „Er hat nie gewankt, selbst nach schwierigen Ergebnissen“, sagte Rosenior. Die Bereitschaft des Besitzers, in Datenanalyse und Sportwissenschaft zu investieren, verschaffte Hull einen Wettbewerbsvorteil.
Ilicali, ein türkischer Medienmagnat, kaufte Hull im Jahr 2022. Er hat die Ausgaben für den Kader um 40 % erhöht, insgesamt 18 Millionen Pfund in dieser Saison. Sein praxisnaher Ansatz ähnelt dem von Todd Boehly bei Chelsea, jedoch mit mehr Geduld für langfristige Planung.
Roseniors taktische Flexibilität – Wechsel zwischen 4-3-3- und 3-4-2-1-Formationen – hielt die Gegner in Schach. Hulls Expected Goals (xG) von 68,4 waren der zweitbeste Wert der Liga, nur hinter Leeds United.
Was der Aufstieg für Roseniors Zukunft bedeutet
Rosenior steht nun vor der Herausforderung des Klassenerhalts in der Premier League. Sein Vertrag läuft bis 2028, aber Interesse von anderen Klubs wird unweigerlich aufkommen. Hulls Scouting-Team unter Lee Darnbrough hat bereits Ziele für die höchste Spielklasse identifiziert.
Wichtige Bereiche, die verstärkt werden müssen, sind die linke Abwehrseite und ein kreativer Mittelfeldspieler. Hulls Budget soll 30 Millionen Pfund übersteigen, ergänzt durch die TV-Einnahmen der Premier League.
- Hull hat 8 der letzten 10 Ligaspiele gewonnen und dabei 5 Mal zu Null gespielt.
- Roseniors Team liegt mit 12 Standardtoren auf Platz drei in der Championship.
- Der Ballbesitz der Tigers (53,7 %) ist der vierthöchste der Liga.
Fazit: Roseniors Risiko hat sich gelohnt
Der Abschied von Chelsea war ein Risiko, aber Roseniors Aufstiegserfolg bestätigt seinen Glauben an Hull Citys Projekt. Um den Klassenverbleib in der Premier League zu sichern, sind kluge Investitionen und taktische Weiterentwicklung nötig. Fürs Erste feiern die Hull-Fans die Rückkehr ins Oberhaus nach fünf Jahren Abstinenz.
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