Alle neun neuen Premier-League-Trainer nach dem Auftaktwochenende bewertet
Die Premier-League-Saison startete mit Rekord-Neun Trainer-Debüts, und die erste Woche bot einen frühen Einblick, wie jeder neue Chef seine Mannschaft formt. Von taktischen Anpassungen bis zur Aufstellung – die ersten 90 Minuten lieferten reichlich Gesprächsstoff.
BBC-Sports-Chefreporter Phil McNulty hat sich jeden neu verpflichteten Trainer genau angesehen und abgewogen, wer sofort voll durchstartete und wer in den kommenden Monaten einen schweren Stand haben wird. Hier analysieren wir die wichtigsten Erkenntnisse aus den ersten Spielen.
Starke Starts: Die Trainer, die sofort überzeugten
Einige neue Chefs setzten in ihren ersten Premier-League-Einsätzen sofort ein Ausrufezeichen, implementierten klare taktische Identitäten und sicherten positive Ergebnisse. Diese Trainer deuteten an, dass sich ihre Vorbereitung in der Saisonvorbereitung ausgezahlt hat.
Einer der Auffälligsten war der ehemalige Brighton-Coach, der nahtlos zu einem neuen Projekt wechselte und ein aggressives Pressingsystem implementierte, das die Gegner ständig unter Druck setzte. Besonders bemerkenswert war die Organisation seines Teams ohne Ball, mit einem kompakten Mittelfeldblock, der den Gegner zu Distanzschüssen zwang.
Ein weiterer neuer Trainer beeindruckte mit seiner mutigen Aufstellung, als er mehreren jungen Akademie-Absolventen Wettbewerbsdebüts ermöglichte. Seine Bereitschaft, auf Jugend zu setzen, kombiniert mit einer flüssigen Offensivausrichtung, lässt eine Saison mit aufregendem, progressivem Fußball erwarten.
Die statistische Analyse des Auftaktwochenendes unterstreicht den frühen Einfluss dieser Trainer: Die Mannschaften der neun neuen Chefs verzeichneten im Schnitt einen höheren Ballbesitz (54 %) und mehr Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte (12 pro Spiel) im Vergleich zur letzten Saison (49 % bzw. 9). Diese Zahlen deuten auf eine Verschiebung hin zu proaktiverem, offensiverem Fußball der neuen Bosse hin.
Arbeit nötig: Die Trainer mit Startschwierigkeiten
Nicht jeder neue Trainer genoss einen reibungslosen Einstand. Mehrere Teams haderten mit Rhythmus und Kohärenz, defensive Schwächen und mangelnde Kreativität waren offensichtlich. Für diese Trainer bietet die Länderspielpause eine wichtige Gelegenheit, die frühen Probleme vor den nächsten Spielen zu beheben.
Besonders besorgniserregend war die Leistung eines Aufsteigers, der zwei Gegentore nach Standards kassierte und dabei mangelnde Ordnung bei ruhenden Bällen offenbarte. Sein Trainer, bekannt für seine akribische Vorbereitung, wird enttäuscht sein, dass solche einfachen Fehler ins Spiel rutschten.
Ein anderer neuer Chef musste mit ansehen, wie seine Mannschaft ihre Pressing-Intensität nach der Stunde nicht aufrechterhalten konnte, was zu einem späten Einbruch und einer kostspieligen Niederlage führte. Die Fitness wird in den kommenden Wochen ein zentraler Schwerpunkt sein.
Der Druck auf diese Trainer wächst bereits, schwierige Aufgaben stehen bevor. Wie sie auf diesen frühen Rückschlag reagieren, wird ihre Anfangszeit definieren.
Taktische Trends: Frühe Anzeichen und Formationen
Das Auftaktwochenende lieferte auch Einblicke in die taktischen Vorlieben der neuen Trainer. Eine klare Präferenz für eine Viererkette war erkennbar, acht der neun setzten entweder auf ein 4-3-3 oder 4-2-3-1. Nur ein Boss entschied sich für eine Dreierkette, und dieses Experiment brachte eine weiße Weste ein.
Im Ballbesitz war ein Muster des Aufbaus von hinten üblich: Durchschnittlich 62 % der Pässe wurden in der Defensivzone gespielt, bevor man ins Mittelfeld vorrückte. Diese Geduld deutet auf ein Bekenntnis hin, den Gegner zu überspielen, anstatt ihn zu umgehen.
Ohne Ball wurden verschiedene Ansätze gesehen. Einige Teams pressten hoch, um den Ball schnell in der gegnerischen Hälfte zu erobern, andere bevorzugten eine tiefe Blockade und ließen den Gegner kommen. Der Erfolg dieser unterschiedlichen Strategien wird eine Schlüsselgeschichte der Saison sein.
Was kommt: Schlüsselspiele und erste Bewährungsproben
Die kommenden Wochen werden ein klareres Bild davon vermitteln, welche neuen Trainer in der Premier League bestehen können. Mehrere stehen vor entscheidenden Tests gegen etablierte Top-Sechs-Rivalen, wo ihr taktisches Geschick hart geprüft wird.
Ein Trainer reist mit seinem Team nach Anfield, wo ein unerbittliches Liverpool-Pressing seine Fähigkeit, aus der Abwehr heraus zu spielen, auf die Probe stellen wird. Ein anderer empfängt ein Team, das vier der letzten fünf Besuche gewann, und weiß, dass eine Niederlage sie in einen frühen Abstiegskampf verwickeln könnte.
Bis zur ersten Länderspielpause beginnt sich die Tabelle zu formen, und die ersten Trainerentlassungen könnten identifiziert werden. Ein Sieg in diesen Spielen würde den Druck mindern und Selbstvertrauen aufbauen; eine Niederlage würde ernste Fragen aufwerfen.
Für jeden neuen Trainer ist das Hauptziel, den ersten Sieg einzufahren. Die Premier League ist unerbittlich, und Momentum ist entscheidend. Die nächsten Wochen werden entscheidend für die Erzählung ihrer ersten Saison sein.
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