Glasner übernimmt bei Nottingham Forest nach Pereira-Entlassung
Nottingham Forest hat Oliver Glasner als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der Österreicher ersetzt Vitor Pereira, der letzte Woche entlassen wurde. Glasner ist bereits der fünfte feste Trainer, der in den vergangenen zwölf Monaten am City Ground das Sagen hat – ein Zeichen für die anhaltende Instabilität des Klubs.
Ein Jahr voller Trainerwechsel
Glasners Ankunft ist das jüngste Kapitel in einer Serie ständiger Veränderungen auf der Trainerbank von Forest. Seit Juni 2025 durchlief der Klub Steve Cooper, Nuno Espírito Santo, eine kurze Interimsphase, Pereira und nun Glasner. Dieser ständige Wechsel spiegelt den Druck im Kampf um den Klassenerhalt unter Besitzer Evangelos Marinakis wider.
Forest liegt derzeit auf Platz 16 der Premier League, nur drei Punkte vor den Abstiegsrängen bei noch acht ausstehenden Spielen. Pereira wurde nach einer Serie von sechs Niederlagen in neun Ligaspielen entlassen, darunter ein 0:3 zu Hause gegen Aston Villa in seinem letzten Spiel.
Taktik: Was Glasner mitbringt
Der 50-jährige Glasner ist bekannt für ein intensives, hochpressendes System und eine flexible 3-4-2-1-Formation, die er erfolgreich beim VfL Wolfsburg und später bei Crystal Palace einsetzte. Bei Palace belegte seine Mannschaft in der Saison 2024/25 den fünften Platz in der Liga bei Balleroberungen in der gegnerischen Hälfte. Allerdings endete seine Amtszeit im Februar 2025 nach einer schwachen Ergebnisserie.
Glasner übernimmt einen Forest-Kader, der mit nur 31 Toren in 30 Spielen die viertschwächste Offensive der Liga stellt. Seine vordringlichste Aufgabe wird es sein, die Angriffsleistung zu verbessern und gleichzeitig eine Abwehr zu stabilisieren, die mit 48 Gegentreffern die zweitmeisten in der unteren Tabellenhälfte kassiert hat.
Spiele und unmittelbare Herausforderungen
Forest steht ein schweres Restprogramm bevor, unter anderem mit Auswärtsspielen bei Manchester City und Arsenal sowie Heimspielen gegen die Abstiegskonkurrenten Leicester City und Everton. Glasners erstes Spiel ist ein richtungsweisendes Duell gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Leicester City am nächsten Samstag.
- Forest hat daheim die wenigsten Zu-Null-Spiele (3) – eine Statistik, die Glasner schnell verbessern muss.
- Nur 12 von Glasners 54 Premier-League-Spielen endeten mit einem Unentschieden, was auf wechselhafte Ergebnisse hindeutet.
- Der Expected-Goals-Wert (xG) von 34,7 zeigt, dass Forest unter seinen Möglichkeiten geblieben ist; die Chancenverwertung zu verbessern, könnte ein Schwerpunkt sein.
Abstiegskampf
Bei noch acht Spielen steckt Forest mitten im Abstiegskampf mit Leicester, Everton und Bournemouth. Punktabzüge wegen finanzieller Verstöße werden immer wieder gemunkelt, sind aber nicht bestätigt – das sorgt für zusätzliche Unsicherheit. Glasners Fähigkeit, die Mannschaft schnell zu stabilisieren, wird entscheidend sein.
Die restlichen Spiele von Forest beinhalten vier Partien gegen die aktuellen Top-Sechs, die Fehlertoleranz ist also minimal. Ein positiver Start in seinem Debüt würde die Moral heben, doch die Vergangenheit lehrt, dass die Geduld schnell schwindet, wenn die Ergebnisse ausbleiben.
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