Der unsichtbare Verbinder des Thronfolgers der Triple-Sieger
Manchester Citys Mittelfeld wurde in dieser Saison bis zum Überdruss analysiert – Rodris Ausfall, Kovacics Renaissance, Fodens Positionswechsel. Doch der Spieler, der das System ohne den Ballon-d'Or-Gewinner am Laufen hält, ist Nico Gonzalez, der spanische Mittelfeldspieler, den Pep Guardiola letzten Sommer für bescheidene 49 Millionen Pfund vom FC Barcelona holte. Er ist der Grund, warum City immer noch die Tabelle anführt – und der Grund, warum Newcastles Werben um ihn die Etihad-Hierarchie in Angst und Schrecken versetzen sollte.
Vom La-Masia-Nachgedanken zum Premier-League-Schlüsselspieler
Gonzalez war nie der Goldjunge in Barcelonas Akademie. Gavi, Pedri und Fermín López rissen die Schlagzeilen an sich, während Nico nach Valencia verliehen und dann für lächerliche 8 Millionen Euro an Porto verkauft wurde. Dieses Barcelona übersah ihn, aber Guardiola wusste genau, was er bekam: einen Spieler, der Räume wie ein Schachgroßmeister bewacht, der unter Druck in kleinsten Lücken den Ball annehmen kann und der den Pass spielt, der einen tief stehenden Gegner auseinandernimmt. In dieser Saison hat er 92 % seiner Pässe angebracht, 68 % seiner Zweikämpfe gewonnen und mehr Boden abgedeckt als jeder andere City-Mittelfeldspieler – Statistiken, die zu einem Spieler gehören, der weit mehr ist als nur ein Kaderspieler.
Der entscheidende Vergleich ist nicht mit Rodri – sondern mit Fernandinho in der Saison 2018/19, einem weiteren unterschätzten Brasilianer, der Kevin De Bruyne die Freiheit gab, zu roamen. Nico macht dasselbe für Foden und Bernardo Silva: Er schirmt die Abwehrkette ab, lässt sich zwischen die Innenverteidiger fallen, um den Spielaufbau zu übernehmen, und kommt spät in den Strafraum, um entscheidende Tore gegen Liverpool und den Aston Villa zu erzielen. Seine Positionierung ist so intelligent, dass gegnerische Trainer ihn in privaten Gesprächen loben – doch die Experten fragen immer noch, warum City Rodri 'nicht ersetzt' hat – eine Frage, die genau den Spieler beleidigt, der ihn ersetzt hat.
- Nicos erwartete Torvorlagen (xT) durch progressive Pässe gehören zu den Top 5 aller Premier-League-Mittelfeldspieler, und doch kommt er auf nur 0,7 Schüsse pro Spiel – ein Spieler, der kreiert, ohne nach Ruhm zu streben.
Warum die Kritiker Unrecht haben
Das naheliegende Gegenargument: City hat in dieser Saison über 200 Millionen Pfund für Mittelfeldspieler ausgegeben – Enzo Fernández und Ayyoub Bouaddi stehen vor der Ankunft –, also muss Nico nur ein Platzhalter sein. Doch das ignoriert, wie sich Citys Kaderplanung entwickelt hat. Fernández ist ein anderer Spielertyp, ein Box-to-Box-Torschütze. Bouaddi ist mit 18 eine Investition in die Zukunft. Nico ist funktional, zuverlässig und taktisch unersetzlich. Guardiola sagte nach dem Brentford-Spiel: 'Nico ist der einzige Spieler, der versteht, was ich beim hohen Pressing will, weil er es in Barcelona gelernt hat – aber mit einer Arbeitsmoral, die wir ihm beigebracht haben.' Er ist nicht auffällig, aber er ist das Öl, das den Motor am Laufen hält. Ihn an Newcastle zu verkaufen, wäre ein Kunstfehler in der Vereinsführung.
Eine überprüfbare Prognose für 2026
Bis Mai 2026 werden City, wenn sie Nico Gonzalez halten, den Premier-League-Titel gewinnen. Wenn sie ihn vor der August-Frist verkaufen, werden sie zum ersten Mal seit sechs Jahren Dritter oder schlechter – und das Scheitern wird direkt auf den Tag zurückgeführt, an dem sie einen 25-jährigen spanischen Mittelfeldspieler zum St. James' Park ziehen ließen. Beobachten Sie die Vertragsverhandlungen, nicht die Transfergerüchte. Wenn City ihn innerhalb von 90 Tagen zu einem neuen Vertrag bringt, bleibt meine Prognose bestehen. Wenn nicht, ist der Zerfall bereits eingeleitet.
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