Liverpools 60-Millionen-Wette auf Jeremy Jacquet zahlt sich aus
Liverpools Sommer-Neuzugang Jeremy Jacquet, für 60 Millionen Pfund von Rennes verpflichtet, stand in dieser Saison in jedem Premier-League- und Champions-League-Spiel in der Startelf, hielt vier Mal zu Null und feierte unter Zinedine Zidane sein Debüt für die französische Nationalmannschaft. Der 21-jährige Innenverteidiger gehört an der Anfield Road längst zu den ersten Namen auf dem Mannschaftsbogen.
- Transfer: Jeremy Jacquet wechselte im Sommer für 60 Millionen Pfund von Rennes zum FC Liverpool.
- Impact: Startelf in jedem Premier-League- und Champions-League-Spiel, 956 Minuten Einsatzzeit – mehr als jeder andere Liverpooler außer Alisson (990).
- Abwehrstatistik: Vier Zu-null-Spiele in der Premier League, 15 Interceptions (Vierter der Liga), 10 Blocks (Vierter) und 19 Tackles (Bester im Team).
- Nationalmannschaft: Debüt für Frankreich unter Zinedine Zidane nach der Nominierung in diesem Monat.
- Nächstes Spiel: Liverpool empfängt am Mittwoch Chelsea im Carabao Cup.
Das sagen die Verantwortlichen
„Sehr gut. Sehr, sehr gut. Mutig. Er hatte keine Angst, weit herauszukommen. Sehr gut in den Zweikämpfen. Er war einmal mehr sehr gut. Ich habe es viermal gesagt."
„Unsere Beziehung ist gut. Sie wird jeden Tag besser, an dem wir zusammenarbeiten. Das habe ich vom ersten Tag an gesagt. Es braucht vor allem Spiele, aber auch Trainingseinheiten und Gespräche außerhalb des Platzes. Es gibt gute Momente und weniger gute, aber es kommt darauf an, wie wir reagieren und uns gegenseitig helfen – man sieht, wie die Partnerschaft wächst. Er macht seine Sache sehr gut. Mal sehen, wo die Grenze liegt. Ich glaube nicht, dass er sie schon erreicht hat, also machen wir weiter."
Zidanes Lob für Jacquets Frankreich-Debüt unterstreicht den kometenhaften Aufstieg des 21-Jährigen, der vor seinem Wechsel nur 36 Einsätze in der Ligue 1 absolviert hatte. Van Dijks Worte belegen das wachsende Verständnis zwischen dem erfahrenen Niederländer und seinem jungen Partner – und der Liverpooler Kapitän betont, dass Jacquet noch längst nicht am Limit ist.
Die Zahlen
- 956 Einsatzminuten – nur Alisson (990) kommt im Liverpooler Kader in dieser Saison auf mehr.
- 4 Zu-null-Spiele in der Premier League.
- 15 Interceptions – Vierter der Premier League.
- 10 Blocks – Vierter der Premier League.
- 19 Tackles – mehr als jeder andere Liverpooler.
- 60 Mio. Pfund – die Ablöse, die Liverpool an Rennes zahlte.
Die Transferdetails
Liverpool verpflichtete Jeremy Jacquet im Sommer für eine Ablöse von 60 Millionen Pfund von Rennes. Der Deal sorgte seinerzeit für Verwunderung, hatte der Verteidiger in Frankreichs Ligue 1 doch erst 36 Einsätze bestritten. Auch Chelsea war an Jacquet interessiert und schätzte ihn an der Stamford Bridge intern hoch ein – doch er entschied sich für die Reds. Liverpool hatte den Vorstoß bereits im Januar beschleunigt, Rennes wollte jedoch keinen Wechsel mitten in der Saison genehmigen. Im Sommer wurde der Transfer abgeschlossen.
Verletzungen und Verfügbarkeit
Jacquet hat eine schwierige Verletzungsphase hinter sich. Im Februar brach er sich das Schulterblatt, im Sommer kam ein Knieproblem hinzu – deshalb verpasste er die komplette USA-Reise der Liverpooler im Sommer. Sein Debüt gab er im Testspiel gegen Como und traf an der Anfield Road nur eine Woche vor dem Premier-League-Start. Seither hat er seine Fitness aufgebaut und wird nicht mehr früh ausgewechselt wie in seinen ersten Einsätzen.
Warum Jacquet für Liverpool unverzichtbar ist
Als Liverpool 2024 Leny Yoro verpasste – der Franzose wechselte von Lille zu Manchester United –, richteten die Reds ihr Augenmerk auf einen anderen französischen Innenverteidiger: Jacquet, damals noch in Rennes. Diese Entscheidung wirkt zunehmend klug. Am Sonntag, als Yoro bei Uniteds Niederlage gegen Bournemouth einen kapitalen Fehler machte, lieferte Jacquet gegen Brighton erneut eine souveräne Leistung ab. Wie mühelos er sich im Premier-League- und Champions-League-Fußball zurechtfindet, beeindruckt auch ranghohe Vertreter an der Anfield Road – darunter Liverpool-Legende Alan Hansen, der von der Tribüne aus zusah.
Jacquets Statistiken – Vierter der Premier League bei Interceptions und Blocks, mehr Tackles als jeder Teamkollege – zeichnen das Bild eines Verteidigers, der sowohl proaktiv als auch aggressiv agiert. Seine Fähigkeit, herauszutreten und Bälle abzufangen, sowie seine Bereitschaft, in Zweikämpfe zu gehen, erlauben Liverpool eine höhere Verteidigungslinie. Die Partnerschaft mit Van Dijk und Ronald Araujo bildet ein solides Fundament, und Jacquets Sicherheit am Ball – in der ersten Halbzeit gegen Newcastle spielte er mehr präzise Pässe und erfolgreiche Pässe ins letzte Drittel als jeder andere – verleiht dem Liverpooler Spielaufbau eine weitere Dimension.
Auch abseits des Platzes lebt sich Jacquet gut ein. Er wohnt in Liverpool, verbringt Zeit mit den jungen Kollegen Rio Ngumoha und Trey Nyoni und nimmt gemeinsam mit Bradley Barcola, Victor Munoz und Ronald Araujo Englischunterricht. Am AXA Training Centre wird er als reif und selbstbewusst beschrieben – Eigenschaften, die sich in seinen abgeklärten Auftritten auf dem Platz widerspiegeln.
Diskussionspunkte
- Hätte Liverpool stattdessen Leny Yoro holen sollen? Jacquets sofortiger Impact spricht für den besseren Deal, doch Yoros Potenzial bleibt hoch.
- Ist Jacquet bereits Liverpools wichtigster Verteidiger? Einsatzzeiten und Statistiken sagen ja, doch Van Dijks Führungsstärke bleibt entscheidend.
- Offenbart Chelseas Verlust ein größeres Scouting-Problem an der Stamford Bridge? Man schätzte Jacquet hoch ein, handelte aber nicht.
- Kann Jacquet dieses Niveau halten? Seine Verletzungshistorie ist ein Risiko, doch die Anpassung verlief nahtlos.
Wie es weitergeht
Liverpool empfängt am Mittwoch Chelsea im Carabao Cup – Jacquet dürfte gegen den Klub auflaufen, der ihn ebenfalls wollte. Die Partie ist eine weitere Gelegenheit für den Verteidiger zu zeigen, warum sich die 60-Millionen-Investition der Reds bereits jetzt auszahlt. Anschließend kehrt Liverpool in den Premier-League-Alltag zurück und will die stabile Defensivbilanz weiter ausbauen.
Häufige Fragen
Wie viel zahlte Liverpool für Jeremy Jacquet?
Liverpool verpflichtete Jeremy Jacquet im Sommer für 60 Millionen Pfund von Rennes.
Hat Jeremy Jacquet in dieser Saison jedes Spiel für Liverpool bestritten?
Ja, Jacquet stand in dieser Saison in jedem Premier-League- und Champions-League-Spiel in der Startelf und kommt auf 956 Minuten – mehr als jeder Spieler außer Alisson.
Hat Chelsea versucht, Jeremy Jacquet zu verpflichten?
Ja, Chelsea war an Jacquet interessiert und schätzte ihn intern hoch ein, doch er entschied sich für einen Wechsel zum FC Liverpool.
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