Kai Havertz geriet im jüngsten Premier-League-Spiel des FC Arsenal ins Zentrum einer Kontroverse, als der deutsche Nationalspieler nur knapp einer Roten Karte entging, die Arsenals Titelambitionen hätte gefährden können. Der 24-Jährige, der eine entscheidende Rolle in Arsenals Streben nach dem ersten Meistertitel seit über zwei Jahrzehnten spielt, war in einen Vorfall verwickelt, der Fans und Experten spaltet.
Der Vorfall
In der 67. Minute ging Havertz in ein Zweikampf, der seinen Gegenspieler zu spät traf. Schiedsrichter Michael Oliver zeigte zunächst Gelb, aber der VAR überprüfte den Vorfall auf eine mögliche Aufwertung zu Rot. Nach einer langen Überprüfung blieb die Entscheidung bestehen, sehr zur Erleichterung der Arsenal-Fans. Wiederholungen zeigten, dass Havertz' Stollen oberhalb des Knöchels trafen, was viele zu der Annahme veranlasste, er habe 'Glück' gehabt, auf dem Platz zu bleiben.
Auswirkungen auf das Spiel
Die Anwesenheit von Havertz erwies sich wenig später als entscheidend, als er das Siegtor zum 2:1 erzielte. Sein Jubel war jedoch gedämpft, vielleicht im Bewusstsein der schmalen Grenzen, die das Spiel hätten ändern können. Arsenal-Trainer Mikel Arteta verteidigte seinen Spieler: 'Das ist Fußball. Manchmal laufen Entscheidungen für dich, manchmal nicht. Kai ist ein Gewinner, und das hat er heute gezeigt.'
Auswirkungen auf das Titelrennen
Mit diesem Sieg liegt Arsenal bei nur noch fünf verbleibenden Spielen drei Punkte vorne an der Tabellenspitze. Die Gunners sind nun klarer Favorit auf die Beendigung ihrer 22-jährigen Wartezeit auf einen Premier-League-Titel. Die Kontroverse um Havertz hat jedoch eine Debatte über die Konsistenz der Schiedsrichterleistungen entfacht. Ehemalige Schiedsrichter haben sich zu Wort gemeldet, einige meinen, eine Rote Karte wäre gerechtfertigt gewesen.
Wie geht es für Havertz weiter?
Havertz wird wahrscheinlich keine weiteren Sanktionen erhalten, da der FA in der Regel Entscheidungen auf dem Platz nur bei klaren Fehlern aufhebt. Der Deutsche wird hoffen, den Vorfall hinter sich zu lassen, während Arsenal sich auf eine entscheidende Schlussphase gegen Tottenham, Chelsea und Manchester United vorbereitet. Seine Form wird entscheidend sein, da er in dieser Saison bereits 12 Tore erzielt und 8 Vorlagen gegeben hat.
Das Schicksal des Arsenal-Titels liegt in ihren eigenen Händen, aber dieser Vorfall erinnert daran, dass ein Moment der Unbesonnenheit alles ändern kann. Fürs Erste bleibt Havertz ein Held – aber nur knapp.