Die Gerüchteküche im MKM Stadium brodelt erneut – diesmal im Fokus: Hull Citys kanadischer Nationalspieler Liam Millar. Kurz vor dem Januar-Transferfenster gibt es Berichte, dass mehrere Championship-Klubs den 25-Jährigen beobachten. Doch Trainer Sergej Jakirovic hat die Lage klargestellt: Millar ist nicht verkäuflich.

Wichtiger Baustein in Jakirovics System

Seit seiner Ankunft in Hull hat Jakirovic einen dynamischen, pressingspielstarken Stil etabliert, der die Aufstiegsambitionen der Tigers beflügelt hat. Eine zentrale Rolle spielt dabei der agile und direkte Liam Millar. Der Kanadier operiert vor allem auf dem linken Flügel und sorgt für die nötige Breite, um gegnerische Abwehrreihen auseinanderzuziehen. Davon profitieren Spieler wie Oscar Estupiñán und Jaden Philogene im Zentrum. Millars Fähigkeit, das Tempo zu machen und präzise Flanken zu schlagen, macht ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil des taktischen Konzepts.

Besonders während Hulls beeindruckender Serie ohne Niederlage im Spätherbst zeigte Millar starke Leistungen, die von Fans und Experten gelobt wurden. Die Anhänger haben den Flügelstürmer ins Herz geschlossen – wegen seines Einsatzes und seiner Bereitschaft, auch nach hinten zu arbeiten. Ihn mitten in der Saison zu verlieren, würde das Team schwächen und ein fatales Signal senden.

Championship-Interesse wächst

Berichten zufolge haben mehrere Zweitligisten Interesse an Millar angemeldet – ob als Leihe oder feste Verpflichtung. Middlesbrough, West Bromwich Albion und Stoke City sollen zu den Interessenten gehören, die ihre Offensive verstärken wollen. Millars Vita – einst beim FC Liverpool unter Vertrag, dazu wertvolle Erfahrung in der Schweizer Super League beim FC Basel – macht ihn attraktiv für Klubs mit Playoff-Ambitionen.

Für Hull ist das Interesse keine Überraschung. Der Klub hat eine Geschichte darin, talentierte Flügelspieler hervorzubringen – von Andy Robertson bis zu Jarrod Bowen, dessen Verkauf 2020 an West Ham United wichtige Einnahmen brachte. Doch unter dem neuen Eigentümer Acun Ilıcalı will Hull kein Verkäuferverein mehr sein. Der türkische Medienunternehmer investiert kräftig in Kader und Infrastruktur – mit dem klaren Ziel, die Tigers zurück in die Premier League zu führen.

Jakirovics deutliche Antwort

Auf die Spekulationen angesprochen, stellte Jakirovic klar: „Liam ist ein sehr wichtiger Spieler für uns. Seine Qualität, seine Einstellung und sein Einsatz für das Team sind genau das, was wir brauchen. Es gab kein Angebot, und selbst wenn es eines gäbe, würden wir nicht darauf eingehen. Wir bauen hier etwas auf, und Spieler wie Liam sind ein zentraler Bestandteil dieses Projekts.“

Die Worte des bosnischen Trainers werden Hulls Fans erleichtern, die es leid sind, ihre besten Talente ziehen zu sehen. Die Klubführung um Vizepräsident Tan Kesler betont stets die Bedeutung, Schlüsselspieler zu halten. Im Januar will sich Hull eher verstärken als schwächen – schließlich steht die Mannschaft gut im Rennen um die oberen Tabellenplätze.

Historischer Kontext und Ausblick

Hull City hat eine reiche Tradition in der Entwicklung von Offensivspielern, aber auch den Ruf, seine Stars zu verkaufen. Von Nick Barmby in den 1990ern bis zu den Abgängen von Bowen und Robertson – oft mussten die Tigers verkaufen, um die Finanzen zu sichern. Doch unter Ilıcalı gibt es neuen Optimismus und finanzielle Stabilität. Der Eigentümer unterstützt seine Trainer auf dem Transfermarkt.

Mit Blick auf die Saison stehen die Tigers vielversprechend da – knapp hinter den Playoff-Plätzen, mit Spielen in der Hinterhand. Der Kader mit Neuzugängen wie Millar und den weiterentwickelten Eigengewächsen wie Keane Lewis-Potter hat das Zeug für eine ernsthafte Herausforderung. Entscheidend ist, den Schwung zu behalten und im Winter keine Störungen zuzulassen.

Blick nach vorn

Die Botschaft aus East Yorkshire ist klar: Liam Millar bleibt. Hulls Fans können aufatmen und sich auf eine spannende zweite Saisonhälfte freuen. Mit Jakirovic und einem talentierten Kader sind die Tigers wieder eine Macht. Jetzt gilt es, das Potenzial in Aufstieg umzumünzen – und Spieler wie Millar zu halten, ist ein entscheidender Schritt. Im Transferfenster werden die Tigers eher darauf aus sein, zu verstärken als abzugeben, um den Aufstieg in die Premier League zu schaffen.

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