Iraola: Ich sage meinen Spielern, sie sollen fallen

Andoni Iraola hat angekündigt, dass er seine Liverpool-Spieler künftig dazu anhalten wird, bei Körperkontakt zu Boden zu gehen, nachdem Alexander Isak im Spiel gegen Arsenal (0:1) am Anfield ein klarer Elfmeter verwehrt wurde. Der Stürmer war auf den Beinen geblieben, als ihm Jurrien Timber am Trikot zog, doch Schiedsrichter Andy Madley ließ weiterspielen.

  • Spiel: Liverpool 0:1 Arsenal, Premier League, Anfield
  • Vorfall: Trikotzupfer von Jurrien Timber an Alexander Isak; kein Elfmeter
  • Schiedsrichter: Andy Madley; VAR: Stuart Attwell
  • Iraolas Reaktion: „Nächstes Mal sollten die Trainer Alex sagen, er soll fallen, sonst pfeifen sie es nicht.“
  • Ausgangslage: Liverpool kassierte eine Niederlage; Arsenal setzte sich mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze ab

Was gesagt wurde

„Es gibt ein klares Ziehen am Trikot. Alex [Isak] war direkt vor ihm, er wollte den Ball vor dem Tor köpfen, konnte es aber nicht, weil er am Trikot gezogen wurde. Wenn er fällt, geben sie den Elfmeter zu 100 Prozent. Es sollte so sein, aber es ist, wie es ist. Nächstes Mal sollten die Trainer Alex sagen, er soll fallen, sonst pfeifen sie es nicht.“

— Andoni Iraola gegenüber Match of the Day

„Die Antwort ist: Du musst fallen, wenn du nicht fällst, pfeifen sie es nicht.“

— Andoni Iraola über die Lösung für die Zukunft

„Ja, auf jeden Fall.“

— Andoni Iraola auf die Frage, ob er Isak künftig sagen wird, er solle fallen

„Es ist eine Schande, dass Sie mir diese Frage stellen, aber ehrlich gesagt, ja, wir müssen es ihnen sagen: Fallen, weil sie es sonst nicht pfeifen. Und dann beschweren sich die Schiedsrichter, warum sie fallen. Weil, wenn du nicht fällst, pfeifst du es nicht. Dann heißt es: Nein, du fällst die ganze Zeit. Aber ich denke, Alex ist ehrlich. Er versucht, zum Ball zu gehen, jeder kann live sofort sehen, dass es ein klares, klares Ziehen ist.“

— Andoni Iraola in seiner Pressekonferenz nach dem Spiel

„Timber geht ein großes Risiko ein, indem er am Trikot zieht. An einem anderen Tag hätte es leicht Elfmeter geben können. Es ist direkt an der Grenze. Es muss anhaltendes Halten sein – manche werden sagen, es war anhaltend, manche nicht. Aber es ist interessant, dass Isak nicht einmal protestiert hat.“

— Darren Cann, ehemaliger Premier-League-Schiedsrichterassistent, gegenüber BBC Sport

„Ich denke, Arsenal hatte Glück. Wenn Isak vielleicht ein bisschen mehr daraus macht. Ich hasse es, wenn Spieler übertreiben, aber er wird ein Tor erzielen. Es ist ein großer Moment im Spiel. Mir tut der Schiedsrichter leid, weil es so schnell ging. Ich dachte, es gäbe genug für den VAR, um es sich noch einmal anzusehen und ihm eine weitere Chance zu geben. Wenn er mehr daraus gemacht hätte, hätten sie es vielleicht auf dem Feld gegeben.“

— Danny Murphy, ehemaliger Liverpool-Mittelfeldspieler, bei Match of the Day

„Die Diskussion um Isak und ob er mehr daraus hätte machen sollen – es ist unnatürlich, nicht mehr daraus zu machen. Wenn du gezogen wirst und kurz davor bist, ein Tor zu erzielen, beschwerst du dich normalerweise wie verrückt. Es ist eine sehr seltsame Reaktion von Isak, nicht zu reagieren.“

— Gary Neville, Sky Sports-Kommentator

„Wir haben 50 Kameras. Warum muss er sich beschweren, wenn es so viele Kameras gibt? Jeder hat es gesehen. Am Ende wurde es nicht gegeben und wir verlieren das Spiel, leider. Also gut gemacht, Arsenal.“

Iraolas Haltung ist ein bemerkenswertes Eingeständnis eines Premier-League-Trainers. Er sagt effektiv, dass das Schiedsrichtersystem Simulation statt Ehrlichkeit belohnt und dass er seine Spieler entsprechend coachen wird. Die Kommentare kommen, nachdem Isak sich entschieden hat, nicht zu protestieren, obwohl er eindeutig behindert wurde.

Die Reaktionen der Experten waren gemischt. Murphy und Neville waren beide der Meinung, dass Isak mehr aus dem Kontakt hätte machen sollen, während Cann die Gratwanderung zwischen einem leichten Zupfen und anhaltendem Halten betonte. Van Dijk wies unterdessen auf die verfügbare Technologie hin und fragte, warum sein Teamkollege überhaupt protestieren musste.

Warum Iraola zu Recht besorgt ist

Alexander Isak war auf dem Weg zum Tor und wollte gerade zum Kopfball ansetzen, als Jurrien Timber sein Trikot zog. Der Stürmer blieb aufrecht, die Chance war dahin, und Andy Madley ließ nicht auf Elfmeter entscheiden. Stuart Attwell am VAR entschied, dass der Zupfer nicht ausreichte, um die Entscheidung auf dem Feld zu korrigieren.

Iraolas Argument ist, dass Isak einen Elfmeter zu 100 Prozent bekommen hätte, wenn er gefallen wäre. Das mag übertrieben sein, aber der zugrunde liegende Punkt ist berechtigt: Schiedsrichter reagieren eher auf einen am Boden liegenden Spieler. Die Frustration des Liverpool-Trainers rührt daher, dass die Ehrlichkeit seines Stürmers sein Team eine klare Torchance kostete.

Das übergeordnete Problem ist die Konsistenz. Wenn Spieler wissen, dass ein Stehenbleiben ihre Chancen auf einen Elfmeter verringert, steigt der Anreiz zu schwalben. Iraola sagt im Grunde, dass er nicht zulassen wird, dass seine Spieler durch korrektes Verhalten benachteiligt werden. Das ist ein vernichtendes Urteil darüber, wie die Regeln angewendet werden.

Diskussionspunkte

  • Hätte Isak fallen sollen? Der Stürmer wurde gezogen und stand kurz vor einem Tor. Ehrlichkeit kostete sein Team einen Elfmeter, aber zu fallen wäre eine Schwalbe gewesen.
  • Lag der VAR richtig, nicht einzugreifen? Cann sagt, es war direkt an der Grenze. Minimaler Kontakt versus anhaltendes Halten ist eine subjektive Entscheidung, über die Fans diskutieren werden.
  • Lädt Iraolas Haltung zum Schwalben ein? Spielern zu sagen, sie sollen fallen, setzt ein gefährliches Präzedenzfall. Aber wenn Schiedsrichter nur bei Stürzen Elfmeter geben, welche Wahl hat er?
  • Van Dijks Kamera-Kommentar Der Liverpool-Kapitän fragt, warum Isak protestieren musste, wenn 50 Kameras den Vorfall sahen. Aber wenn die Offiziellen es übersehen haben, spielt ein Protest dann eine Rolle?

Wie es weitergeht

Liverpools nächstes Spiel wird in der Quelle nicht genannt, aber die Mannschaft wird sich an Iraolas neue Anweisung anpassen müssen. Die größere Frage ist, ob der Trainer eine Strafe für die Ermutigung zur Simulation befürchten muss. Die Premier League hat sich noch nicht geäußert, und es bleibt abzuwarten, ob Iraolas Worte eine Überprüfung der Schiedsrichterrichtlinien auslösen.

Häufig gestellte Fragen

Hat Alexander Isak gegen Arsenal einen Elfmeter bekommen?

Nein. Schiedsrichter Andy Madley zeigte nicht auf den Punkt, nachdem Jurrien Timber Isaks Trikot gezogen hatte, und VAR Stuart Attwell entschied, dass nicht genug Kontakt vorhanden war, um die Entscheidung zu revidieren.

Was hat Andoni Iraola über Schwalben gesagt?

Iraola sagte, er werde seinen Spielern künftig sagen, sie sollen fallen, und behauptete, wenn Isak gefallen wäre, wäre der Elfmeter „zu 100 Prozent“ gegeben worden.

Was hat Virgil van Dijk zu dem Vorfall gesagt?

Van Dijk sagte, es gebe 50 Kameras, und fragte, warum Isak sich beschweren musste, wenn jeder das Ziehen gesehen habe. Er fügte hinzu, dass Liverpool das Spiel verloren habe, und beglückwünschte Arsenal.

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