Glasner wird zum Top-Kandidaten bei Forest
Der ehemalige Crystal-Palace-Trainer Oliver Glasner hat Gespräche über die Übernahme des Cheftrainerpostens beim Nottingham Forest aufgenommen. Der aktuelle Coach Vitor Pereira soll den Klub voraussichtlich verlassen. Die Gespräche wurden am Mittwoch von klubnahen Kreisen bestätigt.
Glasner, der Palace am Ende der letzten Saison verließ, bringt eine starke Premier-League-Bilanz mit: Er führte die Eagles in der Saison 2024/25 zu einem Platz in der oberen Tabellenhälfte. Sein taktisches Geschick und sein Ruf, junge Spieler zu entwickeln, machen ihn zu einem attraktiven Kandidaten für das auf Transfers basierende Projekt von Forest.
Kontext und taktische Passung
Nottingham Forest hat unter Pereira eine durchwachsene Saison hinter sich und steht mit 34 Punkten aus 30 Spielen auf Platz 15. Dem portugiesischen Trainer gelang es nicht, einen einheitlichen Stil zu etablieren, und die Mannschaft kassierte 48 Gegentore – die viertschlechteste Defensivbilanz der Liga.
Der 50-jährige Glasner ist bekannt für sein hoch pressendes 3-4-3-System, das ihm bei Eintracht Frankfurt und später in Palace Erfolg brachte. Seine Herangehensweise könnte Forests Abwehr stabilisieren und gleichzeitig die Konterstärke von Spielern wie Brennan Johnson und Morgan Gibbs-White maximieren.
Statistisch gesehen kassierte Glasners Palace im Schnitt nur 1,2 Gegentore pro Spiel – eine deutliche Verbesserung gegenüber Forests 1,6. Seine Teams gehörten zudem zu den besten sechs bei Steckpässen und progressiven Pässen, was auf eine direktere Offensivphilosophie hindeutet als Pereiras aktuelles System.
Auswirkungen auf Forests Klassenerhalt
Bei noch neun ausstehenden Spielen hat Forest sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone, trifft aber im April auf schwere Gegner wie Manchester City, Arsenal und Chelsea. Ein Trainerwechsel zu diesem späten Zeitpunkt birgt Risiken, aber die Vereinsführung scheint bereit, für einen stärkeren Endspurt zu pokern.
- Glasners Premier-League-Siegquote liegt bei 38 Prozent, verglichen mit Pereiras 32 Prozent bei Forest.
- Unter Glasner holte Palace durchschnittlich 1,4 Punkte pro Spiel; Forest unter Pereira 1,1.
- Die Erfahrung des Österreichers in Bundesliga-Abstiegskämpfen mit Wolfsburg könnte sich als wertvoll erweisen.
Fantasy-Premier-League-Manager sollten diesen möglichen Wechsel im Auge behalten. Forest-Verteidiger wie Neco Williams und Moussa Niakhaté könnten interessanter werden, wenn Glasner die Defensive stabilisiert, während Angreifer wie Taiwo Awoniyi von einem strukturierteren Pressingspiel profitieren könnten.
Wie geht es weiter bei Forest?
Die Verhandlungen sollen in den nächsten 48 Stunden intensiviert werden, eine Bekanntgabe ist möglicherweise noch vor dem Sonntagsspiel gegen West Ham möglich. Sollte Glasner ernannt werden, hätte er nur drei Trainingseinheiten, um seine neue Mannschaft auf ein entscheidendes Abstiegs-Sechs-Punkte-Spiel vorzubereiten.
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