Unfaire Niederlage: De Zerbis Urteil

Tottenham Hotspur Trainer Roberto De Zerbi hat seine Überzeugung geäußert, dass seine Mannschaft die 0:2-Niederlage gegen Newcastle United nicht verdient hat. Er nannte das Ergebnis "unfair", während Spurs weiterhin am Tabellenende der Premier League stehen.

Spielkontext und schwacher Saisonstart

Die Niederlage im St. James' Park verlängerte Tottenhams sieglosen Start in die Saison. Mit nur einem Punkt aus den ersten fünf Spielen stehen sie am Tabellenende. Trotz mehrerer vielversprechender Chancen wurden die Spurs durch zwei Tore bezwungen, die De Zerbi als vermeidbar ansah.

Nach dem Spiel betonte der italienische Coach, dass seine Mannschaft zwischenzeitlich die Kontrolle hatte, gab aber zu, dass defensive Aussetzer sich als kostspielig erwiesen. "Wir haben mit Mut gespielt und uns Chancen erspielt, aber wir wurden für Momente der Unachtsamkeit bestraft. Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider", sagte er.

Dieses Ergebnis offenbart ein besorgniserregendes Muster für Tottenham, das nun drei der letzten fünf Ligaspiele verloren hat und dabei zehn Gegentore kassierte. Der einzige Punkt stammt aus einem 1:1-Unentschieden gegen Leicester City Anfang September, ein Spiel, das sie dominierten, aber nicht gewannen.

Analyse: Taktische Bedenken und Abstiegssorgen

Die Schwierigkeiten zu Saisonbeginn werfen Fragen zu De Zerbis taktischem Ansatz auf. Der Trainer hat ein System mit hohem Pressing implementiert, aber ohne einen zuverlässigen Torjäger fällt es den Spurs schwer, Ballbesitz in Siege umzumünzen. Ihr xG (Expected Goals) bei der Niederlage gegen Newcastle betrug 1,8 gegenüber 1,2, dennoch fanden sie nicht ins Tor.

Defensiv wirkt das Team anfällig bei Kontern – eine Schwäche, die Top-Teams ausgenutzt haben. Mit nur drei Toren in fünf Spielen haben nur Southampton und Wolverhampton Wanderers weniger erzielt.

Für Fantasy-Premier-League-Manager enttäuschen die Tottenham-Spieler. Kapitän Heung-min Son, im Besitz von 24,1 % der Manager, erzielt durchschnittlich nur 3,2 Punkte pro Spiel, während Neuzugang Dominic Solanke, der für 65 Millionen Pfund von Bournemouth kam, noch kein Tor für den Klub erzielt hat.

  • Tottenham hat in den letzten 12 Ligaspielen nur einmal zu null gespielt.
  • De Zerbis Siegquote seit seiner Amtsübernahme liegt bei 31% – die niedrigste aller Spurs-Trainer in der Premier-League-Ära.
  • Es warten schwere Aufgaben: Manchester City (H), Arsenal (A) und Aston Villa (H) in den nächsten drei Spielen.

Abstiegskampf oder frühe Erholung?

Obwohl die Saison noch jung ist, ist Tottenhams Position alarmierend. Nur einmal in der Geschichte der Premier League stand ein Team nach fünf Spielen auf dem letzten Platz und entkam dem Abstieg (Sunderland 2013/14). Die nächsten Spiele könnten richtungsweisend sein.

De Zerbi bleibt trotzig und betont, dass die Leistungen besser waren als die Ergebnisse. "Wir müssen zusammenhalten und härter arbeiten. Die Qualität ist da, aber wir müssen effizienter werden", fügte er hinzu.

Mit einem Heimspiel gegen den Zweiten Manchester City steht Tottenham nun eine unmittelbare Charakterprüfung bevor. Eine Niederlage könnte Krisengespräche auslösen, während ein positives Ergebnis vielleicht den Umschwung einleitet. Der Druck auf De Zerbi und sein Team wächst, zu beweisen, dass der letzte Platz nur ein vorübergehender Aussetzer ist.

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