Chelsea und Manchester City jagen Juventus' Andrea Cambiaso
Premier-League-Schwergewichte Chelsea und Manchester City haben Interesse an Juventus-Linksverteidiger Andrea Cambiaso angemeldet, wie aus Italien berichtet wird. Der 24-jährige italienische Nationalspieler ist für beide Klubs ein Top-Ziel, um die Defensive für das Sommer-Transferfenster zu verstärken.
Hintergrund: Cambiasos Aufstieg bei Juventus
Cambiaso wechselte im Juli 2023 für rund zehn Millionen Euro von Genua zu Juventus und etablierte sich schnell als flexible Option in Massimiliano Allegris Kader. Primär Linksverteidiger, ist er auch als Schienenspieler oder im zentralen Mittelfeld einsetzbar – das bietet taktische Flexibilität. In dieser Saison absolvierte er 28 Pflichtspiele und bereitete zwei Tore vor. Seine gefährlichen Flanken und defensive Stabilität erinnern an den früheren Juve-Linksverteidiger Alex Sandro in Bestform.
Juventus soll bereit sein, Cambiaso im Sommer zu verkaufen, um Geld für eigene Transferziele einzunehmen. Der Serie-A-Klub hat nach einer Saison ohne Champions-League-Einnahmen (Punktabzug und Sperre) finanzielle Engpässe. Ein Verkauf für 30 bis 40 Millionen Euro könnte den Neuaufbau unter Sportdirektor Cristiano Giuntoli deutlich beflügeln.
Cambiasos Vertrag läuft noch bis 2027, was Juve Verhandlungsspielraum gibt. Der Spieler selbst soll jedoch reizvoll finden, sich in der Premier League zu beweisen, wo beide Klubs Champions League und deutlich höhere Gehälter bieten.
Taktische Passform: Wie Cambiaso zu den Klubs passt
Chelsea
Enzo Marescas Chelsea hat in dieser Saison auf der linken Abwehrseite keine Konstanz gefunden. Ben Chilwell ist verletzungsgeplagt, Marc Cucurella konnte nicht vollends überzeugen. Cambiasos Flankenstärke und energische Überlappungen würden Chelseas Angriff neue Impulse geben. Raheem Sterling oder Cole Palmer könnten so effektiver nach innen ziehen. Defensiv ist er diszipliniert und positionssicher, auch wenn seine schlanke Statur (1,81 m, 72 kg) gegen körperlich robuste Premier-League-Stürmer geprüft werden könnte.
Manchester City
Pep Guardiola ist bekannt dafür, Außenverteidiger in Mittelfeldrollen umzufunktionieren – wie bei João Cancelo, Oleksandr Zinchenko oder zuletzt Josko Gvardiol, der trotz Innenverteidiger-Herkunft links spielt. Cambiasos Technik und Ballruhe würden ihm erlauben, ins Zentrum zu rücken, um Rodri zu entlasten und zusätzliche Passoptionen zu bieten. Seine defensive Arbeitsrate stellt zudem sicher, dass er zurückläuft – eine Schwäche in Citys System bei vielen Offensivkräften.
Chelsea gilt als Favorit, da Man City Priorität auf einen Rechtsverteidiger legt. Doch Guardiolas Vorliebe für flexible Spieler hält Cambiaso im Rennen.
Fantasy Premier League Auswirkungen
Für FPL-Manager wäre Cambiasos Ankunft bei einem der Klubs bedeutsam. Bei Chelsea könnte er als günstiger Verteidiger (ca. 5,0 Mio. Pfund) mit starkem Vorlagen-Potenzial kommen, vor allem wenn er Standards übernimmt. Chelseas Restprogramm (Spieltag 30-38) mit Spielen gegen Burnley, Sheffield United und Bournemouth macht ihn zu einem interessanten Differenzial. Bei Man City würde er um die 5,5 Mio. kosten und mit Gvardiol um Startelfeinsätze konkurrieren, aber Citys starke Zu-Null-Bilanz rechtfertigt die Investition. Die niedrigen Besitzstände bieten eine High-Risk-High-Reward-Option.
Transfermarkt-Kontext
Eine Ablöse von 30-40 Mio. Euro würde Cambiaso zu einem der teuersten Linksverteidiger der Premier-League-Geschichte machen – vergleichbar mit den 50 Mio. Euro, die Chelsea 2022 für Marc Cucurella zahlte, oder den 65 Mio. für Josko Gvardiol (Man City, 2023). Juventus' Verkaufsbereitschaft resultiert aus einem Minus von 200 Mio. Euro in den letzten drei Jahren. Der Klub plant einen großen Umbau unter Neu-Trainer Thiago Motta, wobei Cambiasos Erlös in einen Stürmer oder Mittelfeldspieler reinvestiert werden könnte.
Crystal Palace's Tyrick Mitchell und Bournemouths Milos Kerkez sind Alternativen, doch Cambiaso vereint defensive Serie-A-Rigor mit Offensivdrang.
Wie geht es weiter?
Verhandlungen dürften im Juni nach Saisonende intensiver werden. Chelsea wird wohl mit Juventus sprechen, während Man City nachlegt, falls ein Rechtsverteidiger wie Jeremie Frimpong nicht klappt. Cambiaso will bis Mitte Juli entscheiden, um sich in der Vorbereitung zu integrieren. Der Schritt in die Premier League wäre eine Steigerung – er muss sich an Tempo und Intensität gewöhnen. Seine Vielseitigkeit und Technik deuten auf Erfolg hin, doch erst die konkreten Transfers zeigen sein Ziel.
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